Zinssorgen, Geldpolitik und Corona-Krise sorgen für Nervosität und Unsicherheit – EZB im Blick – Adidas,...

Nach einem guten Wochenstart schickten Aussagen von FED-Chef Jerome Powell die Märkte zur Wochenmitte auf Talfahrt. Der hatte sich zwar in seiner Rede klar zu einer Fortsetzung der ultralockeren Geldpolitik durch die FED bekannt, allerdings keine Ausweitung der Anleihekäufe durch die FED angedeutet. Darauf hatten aber viele Marktakteure spekuliert und reagierten entsprechend enttäuscht.

In der Folge brachen die Kurse an den US-Märkten am Donnerstag kräftig ein, was auch die Anleger hierzulande zu spüren bekamen: Der DAX, der am Mittwoch noch bei 14.197 Punkten ein neues Allzeithoch markiert hatte, rutschte anschließend kräftig bis auf 13.868 Punkte ab.

Überraschend gute Arbeitsmarktdaten am Freitag – die US-Arbeitslosenquote sank auf 6,2 Prozent, die Zahl der neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft sprang auf 465.000 – verhalfen den Märkten aber zu einem kleinen Comeback, so dass der DAX auf Wochensicht sogar mit einem kleinen Plus von einem Prozent bei 13.920 Punkten aus dem Handel ging.

Weniger erfreulich war dagegen die Wochenperformance bei Technologiewerten. Hier hält die Sektor-Rotation weiter an, zudem wirken sich die steigenden Zinsen besonders negativ auf die recht hohen Bewertungen aus. Der deutsche Technologieindex TecDAX verlor am Ende auf Wochensicht 3,8 Prozent auf 3.220 Punkte.

Die Entwicklung an den Aktienmärkten wird auch in der kommenden Woche ganz im Zeichen der Geldpolitik sowie der Corona-Krise stehen. Auf der geldpolitischen Seite steht aber diesmal die EZB im Fokus der Anleger, denn am Donnerstag tagt die EZB und teilt um 13:45 Uhr ihren Zinsentscheid mit, den EZB-Präsidentin Christine Lagarde ab 14:30 Uhr erläutern wird. Zwar rechnet kaum jemand mit einer Veränderung der Geldpolitik der EZB, aber Anleger sollten trotzdem ganz genau hinhören. Denn wie die Aktienmärkte auf mögliche Enttäuschungen reagieren, hat der letzte Donnerstag bereits gezeigt.

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Die Aussagen der EZB sind umso wichtiger, da sich Anleger auch eine Reaktion der Notenbank bezüglich der zuletzt stark gestiegenen Zinsen und der entsprechend deutlichen Kursverluste am Anleihemarkt erwarten.

Alles andere, als ein Signal in Richtung einer aggressiven Fortsetzung der ultralockeren Geldpolitik wäre eine Enttäuschung und könnte den Anleihemarkt zusätzlich unter Druck bringen, mit entsprechend negativen Auswirkungen auch auf den Aktienmarkt.

Und natürlich spielt die Corona-Krise eine unverändert große Rolle bzgl. der zukünftigen Entwicklung an den Börsen, nachdem letzte Woche für Deutschland eine erneute Verlängerung des Lockdown, diesmal bis mindestens zum 28. März, beschlossen wurde. Viele Marktteilnehmer vermissen weiterhin eine Öffnungsperspektive (bzw. wenigstens einen Versuch dessen), im Gegenteil, die scheinbare Plan- und Ideenlosigkeit der Bundesregierung, der geringe Impffortschritt und ein fehlendes Testkonzept verunsichern die Marktteilnehmer nach wie vor. Diese Zurückhaltung, gepaart mit Zinssorgen und den insgesamt hohen Bewertungsniveaus (besonders bei Technologieaktien) dürfte auch in der kommenden Woche für große Unsicherheit sorgen und belastend für einen neuen Angriff auf das neue Allzeithoch aus der letzten Woche wirken. Wahrscheinlicher ist, dass sich der DAX aufgrund des Fehlens echter Impulse in der kommenden Woche weiter in der Handelsrange zwischen 13.800 und 14.100 Punkten bewegen wird.

Dieses Bild bestätigt auch die Charttechnik, nachdem der DAX in der letzten Woche auf der Oberseite sein neues Allzeithoch nicht verteidigen konnte, sich auf der Unterseite aber auf Wochenschlusskursbasis über der wichtigen unteren Unterstützung bei 13.800 Punkten hält. Daher ändert sich auch nichts an den in der letzten Wochen hier genannten wichtigen Trading-Marken, die sich aktuell:

  • auf der Oberseite (Widerstände) bei: 13.970 / 14.000 / 14.100 / 14.197 Punkten und
  • auf der Unterseite (Unterstützung) bei: 13.800 / 13.625 / 13.500 / 13.430 Punkten

befinden. Da der DAX am Freitag im späten Handeln noch bis auf 14.050 Punkte zulegen konnte, wurden auf der Oberseite bereits zwei wichtige Marken übersprungen.

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Neben der für Donnerstag bereits angekündigten EZB-Sitzung sollten Anleger in der neuen Woche außerdem auf die Veröffentlichung folgender Konjunkturdaten achten:

Montag
DE: Industrieproduktion 01/2021
USA: Großhandelsumsätze 01/2021
USA: CP-Beschäftigungsindex 02/2021

Dienstag
DE: Handelsbilanz 01/2021
DE: Leistungsbilanz 01/2021
EU: BIP Q4/2020

Mittwoch
China: Verbraucherpreisindex 02/2021
China: Erzeugerpreisindex 02/2021
USA: Verbraucherpreisindex 02/2021
USA: Entwicklung Realeinkommen 02/2021

Donnerstag
China: Kreditentwicklung und Kreditvolumen
EU: EZB-Zinsentscheid
EU: Pressekonferenz EZB zum Zinsentscheid
USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

Freitag
DE: Verbraucherpreisindex 02/2021
EU: Industrieproduktion 01/2021
USA: Erzeugerpreise 02/2021
USA: Verbrauchervertrauen Uni Michigan 03/2021

Auf Unternehmensseite neigt sich die Bilanzsaison langsam ihrem Ende zu. In der kommenden Woche legen aus dem deutschen Leitindex DAX noch die Deutsche Post (Dienstag), Continental (Dienstag) und Adidas (Mittwoch) Quartalszahlen vor.

In der zweiten Reihe geben u.a. Fuchs Petrolub, Siltronic, Symrise (alle Dienstag), Brenntag, LEG Immobilien, Klöckner (alle Mittwoch), Hannover Rück, Hugo Boss, K+S, Lanxess (alle Donnerstag) und die ATOSS Software AG (Freitag) Zahlen für das abgelaufene Quartal bekannt.

Bereits am Freitag klettere der DAX nachbörslich wieder zurück über die 14.000er-Marke bis auf 14.052 Zähler. Zumindest die 14.000er-Marke dürfte der DAX zum Wochenstart verteidigen, rund eines Stunde vor Handelsstart berechnet die Deutsche Bank die Indikation für den DAX mit 14.010 Punkten, beim CFD-Broker CMC Markets wird der Germany 30 – Cash aktuell mit 14.005 Punkten gehandelt.

Von den asiatischen Märkten kommt dagegen keine Unterstützung, der Nikkei verliert aktuell (Stand: 08:00 Uhr MEZ) 0,4 Prozent  28.743 Punkte, der Hang Seng gibt 0,5 Prozent auf 29.098 Punkte nach und der Shanghai-A-Index notiert unverändert bei 3.670 Punkten.

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