Was ist die Eigenkapitalverzinsung?

Lesedauer: 3 min | Von: finanztrends.de

Die Eigenkapitalverzinsung ist eine besondere Form der Kapitalrentabilität. Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich um den Wert, der zum Ausdruck bringt, wie hoch die Rendite bzw. Verzinsung des Eigenkapitals ist. Dieser Wert ändert sich jährlich und wird in Prozent ausgedrückt. Neben dem Cashflow und der Gesamtkapitalrentabilität bildet die Eigenkapitalverzinsung eine der wichtigsten Kennzahlen, die darüber Auskunft geben, wie groß die Ertragskraft eines Unternehmens ist und wie profitabel das von den Aktionären investierte Kapital eingesetzt wird.

Synonyme für die Eigenkapitalverzinsung

Die Eigenkapitalversinung besitzt in der Wirtschaft sehr viele unterschiedliche Bezeichnungen, die aber alle die selbe Aussage verfolgen. So wird auch von der Eigenkapitalrentabilität (EK-Rentabilität) oder der Eigenkapitalrendite (EK-Rendite) gesprochen. Nicht selten fallen auch Begriffe wie Rentabilität des Eigenkapitals, Return on Equity (RoE), Unternehmerrentabilität oder auch Eigenkapitalkosten. Die Eigenkapitalkosten entstehen als Begriff daher, dass die Eigenkapitalverzinsung auch ein Wert sein kann, den es zu erreichen gilt, um die von Eigenkapitalgebern (Anlegern) als Gegenleistung erwartete Rendite zu erzielen. Es sind so gesehen die Kosten für die Finanzierung durch Eigenkapital, ähnlich den Kosten, die für einen Kredit aufgenommen werden müssten.

Vorteile der Eigenkapitalrendite gegenüber dem Gewinn pro Aktie

Spricht man davon, dass die Eigenkapitalverzinsung der Rendite entspricht, die ein Unternehmen mit dem Eigenkapital der Anleger erzielt, stellt sich die Frage nach dem Unterschied zum Gewinn pro Aktie. Hier ist eindeutig zu sagen, dass durch den Gewinn pro Aktie nur der Gewinn oder der Verlust betrachtet wird. Wie profitabel ein Unternehmen arbeitet, kann an dieser Kennzahl nicht festgestellt werden. Auch wenn der Gewinn auf die Anzahl der Aktien verteilt wird, ist eben die Anzahl der Anteile eine sehr variable Größe, weil das Unternehmen jederzeit neue Aktien herausgeben kann. Zudem ist die Eigenkapitalverzinsung die bessere Kennzahl, weil sie als Prozentzahl und nicht als absoluter Wert ausgedrückt wird und durch die Verwendung von Zahlen aus der Gewinn- und Verlustrechnung und aus der Bilanz ermittelt sie die Profitabilität des Unternehmens.

Wirkung des Leverage-Effekts auf die Eigenkapitalverzinsung

Bei der Betrachtung der Eigenkapitalverzinsung darf der so genannte Leverage-Effekt nicht außer Acht gelassen werden. Der Leverage-Effekt beschreibt dabei eine spezielle Hebelwirkung, die dann eintritt, wenn die Kosten für die Finanzierung durch fremdes Kapital die Rentabilität des Eigenkapitals beeinflussen. So wird die Eigenkapitalverzinsung gesteigert, wenn der Anleger Kredite aufnehmen kann, deren Kosten geringer sind als die Rantabilität des Gesamtkapitals. Hier werden dann Kredite verlockend und führen nicht selten zu einer Erhöhung des Verschuldungsgrades. Diese als Leverage bezeichnete steigende Verschuldung kann enorme Auswirkungen auf die Eigenkapitalverzinsung haben, wenn die Gesamtkapitalrendite oder die Kreditzinsen auch nur geringen Schwankungen unterliegen.

Weitere Fakten zur Verzinsung des Eigenkapitals

Damit Anleger motiviert sind und in das Unternehmen investieren, sollte die Rendite über dem Zins langfristiger Anlagen liegen. Da die Rendite des Aktionärs auch abhängig von dem Preis ist, der er für die Aktie zahlen musste, ist sie nicht zwingend gleich der Eigenkapitalrendite. Die Eigenkapitalrendite ist nicht immer das optimale Mittel zum Vergleichen von Unternehmen, wenn diese unterschiedlich bilanzieren oder auch unterschiedliche Abschreibungsmethoden verwenden, wodurch die Gewinne anders ermittelt werden.

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