Wirecard Aktie: Übernahme? Nö!

Am Mittwoch wurde bekannt, dass der japanische Internet-Riese Softbank bei Wirecard einsteigen will. Eine Übernahme durch die Japaner scheint jedenfalls nicht in Planung zu sein, wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf den Wirecard-Chef Markus Braun am Donnerstag berichtete.

„Das sehe ich nicht so“, sagte Braun auf der Bilanzpressekonferenz bei München auf eine entsprechende Nachfrage. Softbank habe sich aber bemüht, in einem ersten Schritt mehr als 5 Prozent der Wirecard-Anteile zu erhalten. „Kapital ist Teil dieses strategischen Ansatzes“, so Braun, der mit sieben Prozent auch größter Anteilseigner des FinTech-Konzerns ist. Softbank will eine fünf Jahre laufende Wandelanleihe für 900 Millionen Euro zeichnen, welche frühestens nach 40 Tagen in 5,6 Prozent der Wirecard-Aktien eingetauscht werden kann.

Braun stellt strategische Partnerschaft in den Mittelpunkt

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„Die 900 Millionen waren nicht unser Interesse, es war das Interesse der Softbank. Unser Interesse war die strategische Partnerschaft“, bekräftigte der Wirecard-Boss. Der Dax-Konzern wolle etwa mit Firmen aus dem Kundenkreis von Softbank Lösungen rund um das digitale Bezahlen entwickeln. Den Verwendungszweck der Finanzmittel werde er indes auf der Hauptversammlung (18. Juni) bekannt geben, von der die Anleihe auch abgesegnet werden muss.

Auf der Bilanzkonferenz am Donnerstag verriet Braun auch den Grund, warum man sich nicht für einen Direkteinstieg von Softbank, sondern für eine Wandelanleihe entschieden hatte. Demnach sei der Aktienkurs von Wirecard während den Verhandlungen auf 100 bis 110 Euro abgesackt, weswegen der Investor deutlich zu günstig davon gekommen wäre, hieß aus Aschheim.

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