Wer nicht dabei ist, verpasst – was?

Liebe Leser,

die Märkte sind in besserer Verfassung denn zuvor. In der vergangenen Woche hat der Dax immerhin deutliche 3,3 % gewonnen. Dabei ist das deutsche Anlagebarometer in den zurückliegenden beiden Wochen sogar um über 5,4 % aufwärts geklettert und in einem Monat um annähernd 10 %. Das heißt, der Dax und auch andere Indizes wie der Dow Jones sind wieder im Erholungsmodus.

Auch der Ölpreis hat sich erwartungsgemäß etwas beruhigt. Das heißt, Sie können jetzt investieren – falls Sie noch nicht dabei sind. Oder?

Warnung vor dem „Wachstumspfad“

Zuletzt hat die Beratungsagentur McKinsey darauf verwiesen, der Wachstumspfad in Deutschland sei schon zerstört. Er werde erst im Jahr 2028 wieder das Vor-Corona-Niveau erreichen, wenn alles gut geht. Wir haben in Deutschland besser verfügbare Zahlen als in anderen Ländern, daher zitiere ich diese Werte.

  • Gut 10 Millionen Kurzarbeit-Anträge
  • Wahrscheinlich 50.000 Pleiten im Einzelhandel
  • Hunderttausende Arbeitsplätze, die jetzt schon – zunächst nicht widerrufbar – verloren sind.
  • Unglaubliche Summen von mehreren hundert Milliarden Euro, die diese Regierung bereits in den Markt pumpt.

Frage: Wann wird sich diese Entwicklung auch an den Aktienmärkten auszahlen, also zu fallenden Kursen führen. Oder müssen wir gar nicht damit rechnen?

Ich meine, wir können derzeit noch lange nicht alle Schleusen öffnen. Die aktuelle Entwicklung an den Märkten ist insgesamt statistisch betrachtet noch zu schwach.

Die weltweiten Aktienmärkte 2020: Minus, wohin das Auge blickt

  • Brasilien – BoVesopa -29,7 %
  • China CSI 300 -5,6 %
  • EuroStoxx 50 -21,75 %
  • Frankreich – CAC – 23,6 %
  • Großbritannien – FTSE 100 -20,2 %
  • Italien – MIB 40 – 24,8 %
  • Japan – Nikkei 225 – 16,4 %
  • MSCI World – 14,2 %
  • MSCI All Country World – 14,8 %
  • MSCI Schwellenländer – 19,0 %
  • Österreich – ATX – 30,3 %
  • Schweiz – SMI – 7,5 %
  • Spanien – IBEX – 27,7 %
  • USA – S&P 500 – 11,4 %

Diese Daten zeigen, dass sich die Finanzmärkten an die Entwicklung der Wirtschaftskrise bereits angepasst haben – und die Kurse dramatischer denn je zuvor in den vergangenen Jahren nach unten geschickt haben.

Erinnern wir uns auch, dass der Dax so schnell und tief gefallen ist wie noch nie zuvor in seiner Geschichte. Das heißt, wir leben in einer außergewöhnlichen Situation, in der wir uns bei aller Freude über die Erholung an den Märkten nicht zu sicher sein sollten.

Günstige Bewertung?

Auf der anderen Seite lässt sich schon heute vorsichtig einschätzen, dass der Markt teilweise recht günstig bewertet ist. So hat der Dax derzeit ein sogenanntes „Cape“ (Kurs-Gewinn-Verhältnis nach dem Nobelpreisträger Robert Shiller) in Höhe von 14. Dieses KGV beinhaltet die Bewertung über einen Zeitraum von zehn Jahren.

Diese Zahl von 14 gilt es einzuordnen: Historisch „normal“ sind demnach 18, zumindest weltweit, womit sich die Bewertung in Deutschland zumindest als nicht zu teuer erweist. Allerdings ist auch diese Bewertung mit Fragezeichen zu versehen. Denn immerhin weiß derzeit niemand, wie sich das „G“ entwickelt, die Unternehmensgewinne in diesem Jahr.

Ich bin, wie Sie sich sicherlich erinnern, wenn Sie schon länger zu den Lesern rechnen, insgesamt optimistisch. Allerdings wird das „Timing“ an den Märkten oft überbewertet, also die Fähigkeit, exakt zum richtigen Zeitpunkt einzusteigen.

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Diesen Zeitpunkt gibt es nicht. Lediglich im Nachhinein finden sich immer Analysten und Investoren, die alles richtig gemacht haben. Wie sollte es auch anders sein, wenn Millionen Teilnehmer ihre Einsätze auf den Tisch legen? Ein bestimmter Anteil muss es richtig gemacht haben. Fraglich ist lediglich, wie die nachhaltigen Ergebnisse aussehen. Das Stichwort lautet: Resilienz – wie stabil verhält sich eine Aktienstrategie (in unserem Fall ein Fonds oder ein Markt) gegen Krisen.

Und deshalb habe ich mir, nachdem wir jetzt zumindest vorläufig den Boden gesehen haben und die Märkte wieder gewonnen haben, die Resilienz vom Dax und vom Dow Jones zu den beiden großen Krisen der vergangenen 20 Jahre angesehen. Dies ist die Internet-Blase 2000 gewesen, gefolgt von der Finanzkrise 2008.

Dax: Lange Jahre bis zur Erholung…

Quelle: www.boerse.de

Dow Jones: Etwas resilienter als der Dax…

Quelle: www.boerse.de

Beide Charts der Seite www.boerse.de zeigen, dass die Indizes jeweils 13 Jahre benötigten, um den jeweiligen Hochpunkt aus dem Jahr 2000 wieder zu erreichen und im Anschluss dann zu überwiegen. Die beiden Charts enthalten den aktuellen Einbruch noch nicht, wobei die Indizes jeweils den hier dargestellten Stand des Jahres 2018 in etwa erreicht haben.

Die Charts sind deshalb interessant, weil sie verdeutlichen, dass es auf dem Weg zu neuen Hochpunkten durchaus zu neuen Rücksetzern kommen kann. Im Dax sehen Sie, dass besonders der Irak-Krieg II, der im März 2003 mit dem – erneuten – Einmarsch der USA im Irak quasi erst begann, einen Wendepunkt darstellte. Bis zu diesem Zeitpunkt ist der Dax ausgehend vom Hoch 2000 teils durch Gegenbewegungen nach oben unterbrochen gefallen. Ich erinnere mich genau, dass viele Medien im Frühjahr 2003 noch fast das Ende der Börse herbeischrieben, weil der Dax bis auf knapp über 2.200 Punkte nach unten gerutscht war. Nur wenige Analysten erinnerten an die Devise von Kostolanyi: „Kaufen, wenn die Kanonen donnern“.

Der Dax also erholte sich, nur leider wieder bis zu exakt jenen 8.000 Punkten, die schon im März 2000 den Hochpunkt dargestellt hatten. Die Finanzkrise deutete sich schon Monate vor der Jahreswende 2007/2008 an. Als die US-Großbank Lehman Brothers zusammenbrach, war das Vertrauen der Banken untereinander so weit zerstört, dass nur noch massive staatliche Eingriffe in das Bankensystem die Welt vor dem Finanzkollaps bewahrte. Erneut gab der Dax nach, hielt diesmal im März 2009 allerdings bei etwa 3.300 Punkten inne. Die folgende, nur teilweise unterbrochene Rallye dauerte bis Februar/März 2020. Der Einbruch führte uns auf die Hochpunkte aus den Jahren 2000 und 2008 (fast) zurück, bis sich die Notierungen wieder erholten. Allerdings ist damit immer noch rechnerisch Luft von etwa 20 % bis zu den Hochpunkten.

Dow Jones etwas stabiler

Etwa stabiler zeigte sich im selben Zeitraum von 2000 bis 2012 der US-Altindex Dow Jones. Immerhin sind die Notierungen vor der Finanzkrise anders als im Dax auf ein neues Hoch marschiert und drehten dann erst nach unten ab. Der Einbruch war ähnlich stark, der Ausbruch nach oben allerdings ging noch etwas weiter als beim deutschen Leitindex.

Nur zeigt sich hier dasselbe Muster: Die Erholung kann bei einem starken Einschnitt, wie wir ihn 2000 und 2008 erlebten, bezogen auf die Hochpunkte durchaus Jahre dauern. Dies sollten wir bei aller Freude über die Kurse, die wir jetzt sehen, nicht vergessen.

Das heißt: Die Kurse können durchaus wieder nach unten rutschen, etwa dann, wenn die Wirtschaftsdaten sich gegenüber den eingangs formulierten Erwartungen noch schlechter darstellen sollten. In den USA ist beispielsweise unter der Hand bereits von inoffiziell 40 Millionen Arbeitslosen die Rede. Allerdings dürfte die Erholung dort schneller von statten gehen, da die USA schlicht viel mehr Hire-and-fire-Jobs anbieten und bei einem beginnenden Aufschwung schnell wieder Menschen hinreichend Arbeitsplätze anbieten werden.

Aber: Vorsicht bleibt hier dennoch ein guter Ratgeber. Deshalb erinnere ich auch noch an das Konsumklima, das ich für Deutschland vor einer Woche vorgestellt habe. Wir dürfen wieder einkaufen, fast, wie wir wollen. Der Konsumklimanindex ist allerdings historisch schlecht.

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Wie dargestellt: Konsumklima im Keller

Quelle: de.statista.com

Was folgt?

Die entscheidende Frage ist indes, was aus diesen mahnenden Worten folgt. Ich bin nicht der Meinung, dass die Welt untergehen wird. Wir sollten lediglich die immer wieder auftauchende Euphorie nicht zu ernst nehmen.

Wir erleben keine Katastrophe, sollten allerdings Engagements auf die erfolgreichsten Märkte mit den besten Aussichten beschränken. Und dies sind nicht die Schwellenländer, die aus meiner Sicht bald stärker einbrechen werden. Auch und gerade China, das bereits wieder produziert und in einigen Foren schon als der neue „Geheimtipp“ gilt, würde ich derzeit nicht eben bevorzugen. Bleiben Sie in der EU und in den USA. Die Unternehmenszahlen und damit auch die mittelfristigen Aktienkurse lassen sich hier am besten beurteilen.

Ich erinnere daran, dass ich in den vergangenen Wochen diverse ETF auf den Dax, den Euro Stoxx 50, den S&P 500 oder den Dow Jones genannt habe. Deshalb wähle ich heute einen thematischen Ansatz – setzen Sie auch auf Dividenden, also auf Dividenden-ETFs.

Der mittelfristig erfolgreichste ETF…

Der mittelfristig erfolgreichste ETF zu diesem Thema bildet einen MSCI-Index ab, der US-Dividenden-Unternehmen zusammenstellt.

Quelle: www.onvista.de, eigene Bearbeitung

Der ETF ist beeindruckend, insofern er über einen längerfristigen Zeitraum den Dow Jones wie auch den Dax deutlich hinter sich gelassen hat. Zu den Daten:

  • Der ETF ist mit einer Gesamtkostenquote (TER) von 0,35 % p.a. recht günstig
  • Der ETF schüttet Erträge, also Dividenden aus
  • Die Ausschüttung erfolgt halbjährlich
  • Die Unternehmen bzw. deren Aktien bilden tatsächlich physisch das Depot, es gibt demnach keine synthetische Nachbildung
  • Der ETF hat in diesem Jahr bis dato -11 % verloren
  • 2019 belief sich der Gewinn auf 23,9 %
  • 2018 gewann der ETF gegen den Markt, der verlor, fast 2 %
  • 2017 lag die Rendite bei 4,2 %
  • 2016 schaffte der ETF + 16 %
  • Über ein Jahr, ausgehend vom aktuellen Kurs, ging es um 3,7 % abwärts
  • In drei Jahren gewann der ETF 14,9 %
  • Der ETF lässt sich auch als Sparplan abbilden – die entsprechenden Broker: www.comdirect.de wie auch www.flatex.de, www.ing.de, www.s-broker.de, www.1822-direkt.de.
  • Die Gebühren für den Sparplan belaufen sich auf etwa 1,5 % bis 2,5 % bezogen auf den Einsatz. Die Depotgebühr ist in der Regel – bei den genannten Brokern – kostenfrei.

Der ETF ist vergleichsweise sicher, wie ein Blick auf die jeweiligen Monatsrenditen zeigt.

Heatmap der Monatsrenditen (je vom 1. bis zum Monatsabschluss)

Quelle: www.justetf.com

Darin sehen Sie, dass die wenigsten Monate isoliert betrachtet ein Minus erbracht hätten. Dies zeigt eine außergewöhnliche „Resilienz“, von der ich oben sprach.

Die Unternehmen, die den Schwerpunkt bilden, gelten gerade bei Value-Investoren praktisch durchgehend als langfristig interessant. In der Regel erhöhen diese Unternehmen sogar Jahr für Jahr ihre Dividende. Der Spitzenreiter – bezogen auf den Anteil im Fondsportfolio – Johnson&Johnson, erhöht die Dividende seit annähernd 60 Jahren jährlich.

Die bedeutendsten Positionen im Dividenden-Fonds

5,73% Johnson & Johnson

4,55% Procter & Gamble Co/The

3,90% Intel Corp

3,68% Verizon Communications Inc

3,53% AT&T Inc

3,38% Home Depot Inc/The

3,25% Merck & Co Inc

2,99% Coca-Cola Co/The

2,99% Pfizer Inc

2,77% PepsiCo Inc

Dieser ETF ist wegen der außergewöhnlich hohen Sicherheit der einzelnen Unternehmen – bezogen auf deren Marktposition – nicht nur als Sparplan interessant, sondern auch für eine Einmalinvestition. Wenn Sie das Risiko dennoch reduzieren wollen, dann legen Sie in drei Schritten an. Aktuell investieren Sie ein Drittel dessen, was Sie üblicherweise investieren würden. Wenn die Märkte sich in vier Wochen weiterhin als stabil erweisen, legen Sie den zweiten Anteil an. Die letzte Charge dann sollten Sie investieren, wenn die Märkte mindestens 10 % weiter nach oben geklettert sind. Dies wäre zwar ein höherer Einstiegskurs für die verbleibende Investitionssumme, Sie können dann jedoch unterstellen, dass die Märkte – in den USA vor allem, dem bedeutendsten Anlagebereich der Welt – auch nachhaltig Tritt gefasst haben.

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