Wenn die Stimmung den Börsenerfolg verhindert

Deprimiert Sie die Corona-Situation? Warum das Ihren Börsenerfolg verhindern kann, klären wir heute!

Liebe Leserin, lieber Leser,

mich erreichen in meiner täglichen Arbeit seit Monaten immer wieder Mails wie diese:

„Ich gehe short, bei der ganzen Corona-Katastrophe ist das nur vernünftig. Manchmal muss man eben auf den gesunden Menschenverstand hören!“

Sie können sich vorstellen, dass ich diese Anleger bedauere. Denn bislang ist von einem massiven Börsencrash noch wenig bis gar nichts auch nur zu erahnen.

Börsen im Bull-Modus trotz Corona

So legte der S&P500 alleine in den vergangenen 12 Monaten um rund +25% zu. Aktuell befindet er sich in der Nähe des Allzeithochs.

Vergleichbar stellt sich die Lage bei den meisten bedeutenden Indizes dar. Natürlich gab es immer wieder Rücksetzer, aber prinzipiell stand man sich mit einer Spekulation auf massiv fallende Notierungen während der Corona-Pandemie eher schlecht.

Warum reagieren die Börsen nicht negativ?

Wenn ich es ganz schnippisch beantworten würde, lautete meine Aussage:

„Die Kurse steigen, weil sie weder fallen noch gleich bleiben!“

Nun, damit wollen wir es natürlich nicht bewenden lassen. Die Börsen haben durchaus Argumente für den Anstieg.

Das Zinsniveau ist absolut niedrig.

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Die Notenbanken pumpen zusätzlich Geld in den Kreislauf.

Den Investoren fehlen schlichtweg Alternativen zu Aktien.

Natürlich belastet Corona Teile der Wirtschaft stark. Denken Sie nur an die Reisebranche. So hat sich auch die Aktie der TUI faktisch gedrittelt. Man sieht also schon, dass die Investoren die Probleme zu Kenntnis nehmen und durchaus selektiv kaufen.

Aber viele Branchen erfahren, wenn überhaupt, nur minimale Störungen des Geschäftsablaufs. Manche profitieren sogar massiv.

Denken Sie nur an Lieferdienste, Online-Versandhändler oder Pharmafirmen. Besonders interessant sind Pharmafirmen, die Corona-Impfstoffe herstellen. Pfizer wäre da sicherlich ein hervorragendes Beispiel.

Die Börse macht weiter „ihren Job“

Das Schöne an der Börse ist es, dass sie immer wieder schnell in ihren gewohnten Rhythmus zurückfällt. Das gelingt ihr auch immer wieder auch bei größeren Krisen.

Und genau das geschieht gerade in den aktuellen Pandemie-Zeiten. Für uns Bürger wirkt die ganze Situation oft sehr bedrohlich. Das ist auch so. Aber die Börse agiert auf längere Sicht in dieser Krise völlig „normal“.

Die Nachfrage und das Angebot an Aktien steht sich gegenüber. Und bislang konnte die Nachfrage die Kurse nach oben treiben.

Was ist denn nun mit Short?

Halten Sie mich jetzt bitte nicht für einen „Permabullen“. Die Vertreter dieser Spezies kaufen halt immer. Das ist übrigens nicht immer schlecht. Wenn Sie keine Zeit und kein Interesse an der Börse haben, ist dieses Vorgehen durchaus etwas für Sie.

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Sie sollten in diesem Fall einen ETF-Sparplan wählen. Jeden Monat kaufen Sie dann für eine vorher festgelegte Summe Anteile eines ETFs.

ETFs (exchange traded funds) gibt es faktisch auf jeden Index, jede Branche, aber auch auf Edelmetalle.

Hierbei nutzen Sie den Cost-Average-Effekt aus. Sind die Kurse hoch, kaufen Sie wenig Anteile. Sind die Notierungen am Boden, werden es mehr Anteile.

Nach einiger Zeit werden Sie fast zwangsläufig feststellen, dass Ihre Positionen im Plus sind.

Aber wir wollten ja an sich über das Short-Gehen sprechen.

Um es ganz klar zu sagen: Ich habe für mich feste Kriterien entwickelt, bei deren Erreichen ich Short-Positionen auf Aktien und den Gesamtmarkt eingehe.

Dazu gehört der Marktzustand und der Bruch wichtiger charttechnischer Unterstützungen.

Aktuell ist hier noch nichts „angebrannt“. Deswegen habe ich noch keine Short-Positionen eröffnet.

Spielt Corona eine Rolle bei der Entscheidung?

Hier muss ich ein wenig wie das berühmte Radio Eriwan mit „Jein“ antworten. Direkt spielt es für mich keine Rolle. Konkret: Auch wenn ich wegen Corona beunruhigt sein sollte, analysiere ich den Markt wie immer.

Denn bei dieser Methodik spielt die Ursache der Abwärtsbewegung keine Rolle. Ich kann sie aber frühzeitig erkennen.

Ob dieser Bruch von wichtigen Unterstützungen nun Corona oder etwas anderem geschuldet ist, spielt dabei für mich keine Rolle.

Mein Fazit: Durch Corona ändert sich nichts an meiner Art, den Markt zu analysieren.

Mein dringender Rat an Sie!

Ich empfehle Ihnen dringend, strikt zwischen dem persönlichen Erleben einer Situation und der Reaktion der Börse darauf zu unterscheiden.

Das persönliche Empfinden darf nicht Ihr Investment-Verhalten bestimmen. Es ist am Besten, wenn Sie sich feste charttechnische Bedingungen definieren, wann Sie short oder long gehen.

Diese Bedingungen sollten Sie, wenn diese in der Vergangenheit erfolgreich waren, nicht ändern.

So vermeiden Sie, dass Ihre Stimmungslage Ihr Vorgehen an der Börse bestimmt.

Mit diesen mahnenden Worten verabschiede ich mich für heute. In der Ausgabe der kommenden Woche stelle und beantworte ich die Frage: „Warum kommt Silber einfach nicht in Schwung?“

Herzlichst

Ihr Jörg Mahnert

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