Wasserstoff-Aktien: Nel ASA und Plug Power: Letzte Chancen

Wasserstoff-Aktien zählen derzeit zu den spannendsten Werten an der Börse. Das bestätigen die Einschätzungen der Analysten zu Nel ASA und Plug Power.

Liebe Leserin, lieber Leser,

Wasserstoff-Aktien haben es derzeit nicht leicht. Das Marktumfeld bleibt weiterhin schwierig und kaum berechenbar. Was aus Sicht der Experten dennoch für Nel ASA spricht und warum Plug Power momentan Probleme hat, lesen Sie im heutigen Newsletter Wasserstoff Briefing. Außerdem berichten wir über die nächste „grüne Wasserstoff-Supermacht“. Spoiler: Es ist nicht Kanada.

War der gestrige Mittwoch nun ein guter Tag für die Nel ASA-Aktie? Ist sie mit einem blauen Auge davongekommen oder war es ein schlechter Tag? Die Meinungen gehen da naturgemäß etwas auseinander. Es kommt halt darauf an, wie man insgesamt zu Wasserstoff-Aktien steht und ihnen Kredit einräumt (im wahrsten Sinne des Wortes) oder ob man die Unwägbarkeiten hervorhebt.

Nel ASA-Aktie: Wo bleiben die positiven Impulse?

Daher zunächst ein kurzer Blick auf den Kursverlauf der Nel ASA-Aktie: Tatsächlich entwickelte sich der Mittwoch im Laufe des Tages zu einem schlechten Tag für die Nel ASA-Aktie. Das Zahlenwerk – verfehlte Erwartungen einerseits, überraschender Gewinn andererseits – war einfach zu „ambivalent“, wie ein Kollege schreibt, als das positive Impulse davon ausgehen konnten.

Noch düsterer ist die Stimmung am heutigen Donnerstagmorgen: Das ist von „Dilemma“, „Jahrestief“ und „massiver Enttäuschung“ die Rede. Denn die Nel ASA-Aktie zeichnete sich im Lauf des Tages durch einen deutlichen Abwärtstrend aus. Das zwischenzeitliche Drehen der Aktie ins Plus zur Mittagszeit war demnach nicht nachhaltig.

Analysten setzen auf Nel ASA

Weitaus gnädiger als die Anleger gingen dagegen die Analysten mit der Nel ASA-Aktie ins Gericht: Zunächst gab es eine Meldung dazu von Goldman Sachs: Das Analysehaus beließ demnach die Einstufung für Nel ASA nach Zahlen zum ersten Quartal auf „Buy“, mit einem Kursziel von 22 norwegischen Kronen.

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Demnach begründete Analystin Zoe Clarke dies in einer am Mittwoch vorliegenden Studie folgendermaßen: Wasserstoff-Spezialist Nel ASA habe die Erwartungen der US-Investmentbank weitgehend erfüllt. Die steigenden Auftragsbestände unterstützten zudem die nächste Expansionsphase, hieß es.

Herausforderungen für Nel ASA bleiben

Nach Goldman Sachs folgten die Einschätzungen der britischen Investmentbank Barclays und der kanadischen Bank RBC. So hat Barclays die Einstufung für Nel ASA nach Zahlen auf „Overweight“ mit einem Kursziel von 25 norwegischen Kronen belassen.

Das erste Quartal des Wasserstoff-Spezialisten gebe demnach Anlass zur Vorsicht. Das schrieb Analyst James Hosie in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. Herausforderungen in der Lieferkette und die hohe Inflation könnten die Margen mittelfristig beeinträchtigen.

RBC hat ebenfalls an seinen bisherigen Einschätzungen keine Korrektur vorgenommen, sondern Nel ASA nach den Quartalszahlen auf „Outperform“belassen. Das Kursziel von 24 ist ebenfalls bestätigt worden. Ganz ohne kritische Anmerkung wollte man das jedoch auch hier nicht stehen lassen.

Nel ASA-Aktie: Einer der aussichtsreichsten Titel

So schrieb Analyst Erwan Kerouredan in einer gleichfalls am Mittwoch vorliegenden Studie Folgendes: Niedrigere Umsätze und höhere Kosten des Wasserstoffkonzerns hätten zu einer Ergebnisenttäuschung geführt. Dennoch halte er die Aktie von Nel ASA für einen der aussichtsreichsten Titel im Bereich des grünen Wasserstoffs.

Das Börsenmagazin „Der Aktionär“ zieht nach diesen Einschätzungen der Analysten ebenfalls ein Fazit: Demnach gehöre die Nel ASA-Aktie nach wie vor zu den spannendsten Wasserstoff-Werten. Allerdings müsste sich die Auftragslage des Wasserstoff-Spezialisten weiter verbessern, um auf Dauer eine Milliarden-Euro-Bewertung zu rechtfertigen.

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Auftragslage muss sich verbessern

Da war er also wieder: Der Ruf nach den „Big Orders“. Tatsächlich hat Nel ASA bei der Präsentation der Quartalszahlen dazu nicht viel Konkretes verlauten lassen. Vorläufig hat man nur das zu Protokoll gegeben: Nel ASA habe sich demnach entschieden, eine zweite Produktionsanlage in Europa mit einer Startkapazität von 500 MW zu errichten. Über den Ort werde noch entschieden.

Eine Auftragsmeldung für Nel ASA hat es dann am gestrigen Mittwoch noch auf Twitter gegeben: Mit einem Tweet meldete Nel ASA einen Auftrag der HY2B Wasserstoff GmbH. Für deren Produktion von grünem Wasserstoff in Bayern liefert Nel ASA demnach einen alkalischen Elektrolyseur. Im Weiteren verwies man auf die entsprechende Pressemitteilung der Deutschen.

Plug Power-Aktie: Wo führt das hin?

Wenn es schon für Nel ASA im Hinblick auf die Aktie nicht gerade rosig verlief, dann lief es für Plug Power geradezu desaströs. Zumindest war dies zwischenzeitlich im Verlauf der Woche der Fall Oder wie es das Börsenmagazin am heutigen Donnerstag schreibt: „Bei der Plug Power-Aktie sind alle Dämme gebrochen.“ Wobei man sich vor allem mit dem Chartbild der Aktie beschäftigt.

Auch hinsichtlich der Plug Power-Aktie gibt es natürlich Analysten-Meinungen. Und auch da sind die Einschätzungen trotz gesenkter Kursziele letztlich moderat bis wohlwollend. Darauf weisen Berichte in den Finanzmedien hin. Oder wie es zusammenfassend ein Kollege formuliert: Eine Verkaufsempfehlung für Plug Power spreche derzeit jedenfalls kein einziger Analyst aus.

Steigende Kosten

Ob das wirklich nur allein an der derzeitigen Entwertung der Aktie liegt? Wie kann es überhaupt passieren, dass eine Aktie fällt, wenn das Unternehmen gleichzeitig zum Beispiel ein Umsatzplus von 95,7 Prozent vorweisen kann? Diese Frage treibt die Finanzexperten um. Eine mögliche Antwort dafür findet sich auf dem Aktienportal „InvestReader“.

Demnach liegt die Crux für Plug Power aktuell bei den steigenden Kosten. Und damit seien nicht die Kosten für die Produktion von grünem Wasserstoff gemeint, sondern die für den Bau von Brennstoffzellensystemen. Diese hätten sich im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht, hieß es.

Der Nachteil der guten Geschäfte

Zugleich mache der Verkauf von Brennstoffzellensystemen das Gros des Umsatzes von Plug Power aus. In Zahlen sind dies demzufolge 77 Prozent des Umsatzes. Mit anderen Worten: Die durchaus erfolgreichen Geschäfte von Plug Power sorgen auf der einen Seite der Bilanz für gute Zahlen und auf der anderen für schlechte.

Gut, wenn man da als Wasserstoff-Unternehmen breit aufgestellt ist. Noch besser, dass es da noch noch den Markt für Elektrolyseure gibt, dem Energieexperten exorbitante Wachstumsraten prognostizieren. Im Hinblick auf Europa haben sowohl Nel ASA als auch Plug Power jüngst ihren Hut in den Ring geworfen. Man darf gespannt sein, welche Aufträge sich daraus ergeben.

Europa im Fokus der Wasserstoffwirtschaft

Europa scheint ohnehin im Fokus der international hochlaufenden Wasserstoffwirtschaft zu stehen. Der russische Angriffskrieg in der Ukraine, die schnellstmögliche energiepolitische Unabhängigkeit von Russland und natürlich das Erreichen der Klimaziele dürften daran ihren Anteil haben.

Der australische Bundesstaat Queensland hat jetzt mit dem größten europäischen Hafen, dem Hafen Rotterdam ein Wasserstoffabkommen geschlossen. Darüber berichtete das Portal „EnergyNews“. Ziele des Abkommen ist es, eine Lieferkette für den Wasserstoffexport von Queensland nach Europa zu entwickeln. Dafür sei die Zusammenarbeit ein wichtiger Schritt, sagten beide Seiten.

Die nächste „grüne Wasserstoff-Supermacht“

Für Queensland unterstrich Mick de Brenni, Minister für Energie, erneuerbare Energien und Wasserstoff, dass diese Vereinbarung eine weitere Bestätigung für die Ziele seinen Bundesstaates sei. Denn Queensland strebe demnach an, sich als „eine grüne Wasserstoff-Supermacht“ zu etablieren. Und damit sind die Australier bekanntlich nicht die einzigen.

Ungeachtet der schwankenden Kurse von Wasser-Aktien sieht es demnach für Wasserstoff an sich gerade ziemlich gut aus. Nach wie vor setzen Politik und Wirtschaft auf diesen Energieträger bzw. Energiespeicher. Wasserstoff-Aktien könnten demnach durchaus noch eine glanzvolle Zukunft haben.

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