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Wasserstoff-Aktien: Nel ASA, Plug Power und die Lizenz zum Gelddrucken

Wasserstoff-Aktien haben das Momentum auf ihrer Seite. Von den Milliarden für den Klimaschutz profitieren jedoch nicht nur Nel ASA, Plug Power und Co.

Liebe Leserin, lieber Leser,

Wasserstoff-Aktien gelten als Gewinner des US-Klima- und Steuer-Pakets. Denn für das Geschäft mit Elektrolyseuren und grünem Wasserstoff erwarten Nel ASA, Plug Power und Co dadurch einen wahren Boom. Auch als alternativer Antrieb ist Wasserstoff weiterhin im Gespräch. Daher geht es im heutigen Newsletter Wasserstoff Briefing auch endlich mal wieder um das Wasserstoff-Auto.

Die Auswirkungen des US-Klima- und Steuer-Pakets beherrschen weiterhin die amerikanischen Wirtschaftsmedien und deren Analysten. Das hat seit der Unterzeichnung des Gesetzes durch US-Präsident Joe Biden noch einmal zusätzlich Fahrt aufgenommen. Vor allem die Steuergutschriften des Inflation Reduction Act (IRA) sind Gegenstand heißer Debatten.

Nel ASA und Plug Power feiern

Wer gehört zu den Gewinnern des IRA? Wer gehört zu den Verlierern? Die erste Frage lässt sich relativ leicht beantworten. Dafür muss man sich nur einmal die Websites der Pure Player unter den Wasserstoff-Aktien ansehen. Denn nicht nur Nel ASA und Plug Power feiern die Entscheidung des US-Senats und des US-Repräsentantenhauses für den IRA gestimmt zu haben.

Auch Ballard Power und FuelCell Energy ist die Verabschiedung des US-Klima- und Steuer-Paketes durchaus eine Meldung wert: Wir begrüßen die Verabschiedung des Inflation Reduction Act, heißt es etwa beim US-amerikanischen Brennstoffzellenunternehmen FuelCell Energy. Des weiteren ist von einer „historische Gesetzgebung“ die Rede.

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FuelCell Energy lobt Steuergutschriften

Man lobt das Gesetz als „Investition in die saubere Energiezukunft der Vereinigten Staaten und zur Unterstützung der heimischen Industrie“. Denn der IRA schaffe demnach „starke Anreize durch Steuergutschriften, Zugang zu Kapital, Kreditbürgschaften und Zuschüsse für den privaten Sektor“, heißt es weiter.

All das sei wichtig, „um die technologischen Lösungen zu liefern, die für die Erreichung der Ziele des Landes in Bezug auf Klima, Energiesicherheit und Zuverlässigkeit erforderlich sind“. Zudem bringe der IRA „dabei die Notwendigkeit von Investitionen mit der Verantwortung für fiskalische Vorsicht in Einklang“.

Haben jetzt Öl und Gas das Nachsehen?

Genau daran scheiden sich ein wenig die Geister. Denn inzwischen haben sich die amerikanischen Finanzexperten auf die Feinheiten der neuen US-Steuergesetzgebung gestürzt. Dabei erörtern sie unter anderem, welcher Sektor durch welche Vorschrift nun Vorteile oder Nachteile zu erwarten hat. Und wenn ja, in welcher Hinsicht und in welcher Höhe damit zu rechnen sei.

Denn möglicherweise könnten sich für den Öl – und Gassektor durch den IRA Benachteiligungen ergeben. Festgemacht wird dies an einzelnen Vorschriften und steuerlichen Details. Indes, die Frage nach den Verlierern des IRA ist jedoch auch für die Fachleute derzeit nicht abschließend zu beantworten.

And the Winner is…grüner Wasserstoff!

Im Hinblick auf den Wasserstoff-Sektor und die Erneuerbaren Energien ist man sich dafür jedoch weitgehend einig: Grüner Wasserstoff aus erneuerbaren Energien ist durch den Inflation Reduction Act einen Schritt näher gerückt, titelt man beim amerikanischen Wirtschaftsmagazin „Forbes“. Dort hat sich der Autor mit den Folgen des IRA für das globale Energiegeschäft auseinandergesetzt.

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Fazit: 369 Milliarden Dollar stünden nun für Energie- und Klimaprojekte bereit. Projekte, von denen die Wasserstoffwirtschaft und die heimische Produktion von Windturbinen und Solarmodulen profitieren sollten. Erneuerbare Energien – und Elektrolyseure! (Hinzufügung von uns) – wiederum seien notwendig, um überhaupt sauberen, grünen Wasserstoff zu produzieren.

Auch die Schwerindustrie gewinnt

Wenn die Kosten für Wind- und Solarenergie – beschleunigt durch den IRA – sinken, dann sinken auch die Kosten für grünen Wasserstoff. Das wiederum ist demzufolge auch eine gute Nachricht für die Schwerindustrie. Denn um die Klimaschutzziele zu erreichen, zu denen sich die USA nun wieder bekannt haben, muss die Dekarbonisierung der Industrie gelingen.

Und dabei wiederum kann grüner, bezahlbarer Wasserstoff einen großen Beitrag leisten. Mit anderen Worten: Dank des IRA gewinnen eigentlich alle, wie Plug Powers CEO Andy Marsh das mal zusammengefasst hat: der Klimaschutz, die Wirtschaft (Arbeitsplätze!) und die Verbraucher. Nur Arnold Schwarzenegger könnte das noch pointierter sagen: „Green Hydrogen will save us all.“

Die Stunde der Blended Player

Dekarbonisierung der Industrie ist denn auch das entscheidende Stichwort für die Blended Player. Beispielsweise für Energiekonzerne, die sich längst schon auf Wasserstoff eingestellt haben. Und sich mit dem Ausbau dieserSparte ein weiteres lukratives Geschäftsfeld erschlossen haben. Übrigens: Im Forbes-Artikel kommen denn auch Siemens und die deutsche Uniper SE zu Wort.

Grüner Wasserstoff spielt nicht nur bei der Schwerindustrie sonder auch bei der Dekarbonisierung im Transportwesen eine zunehmend wichtige Rolle. Alternative Antriebsstoffe und -methoden sind gefragt, um die CO2-Emissionen auch im Verkehr deutlich zu senken. Dabei geht es um die Mobilität zu Lande (Straße und Schiene), zu Wasser und in der Luft.

BMW baut Wasserstoff-Autos

Womit wir zum Wasserstoff-Auto kommen. Auch wenn – anders übrigens als im Schwerlastverkehr – das Wasserstoff-Auto gegenüber dem E-Auto beim direkten Vergleich in vielen Punkten im Nachteil ist, lässt es die Autobauer nicht los. Das lässt sich unter den deutschen Premium-Marken zumindest von BMW sagen. Denn BMW hat es wieder getan: ein Wasserstoff-Auto gebaut.

Genauer: Man arbeitet gemeinsam mit Toyota daran, ein Wasserstoff-Auto herzustellen. Laut übereinstimmender Medienbericht hat BMW-Vertriebschef Pieter Nota schon für 2025 die ersten Serienautos aus der Kooperation angekündigt. Für Toyota und BMW ist die Kooperation dem Bericht zufolge denn auch kein Novum:

Toyota gilt als Wasserstoff-Pionier

In enger Zusammenarbeit haben die beiden Konzerne schon die Sportwagen BMW Z4 und Toyota Supra entwickelt, schreibt „watson.ch“. Auch für BMWs erstes Serien-Wasserstofffahrzeug iX5 Hydrogen habe man auf Toyota-Know-How zurückgegriffen. Die Japaner haben ihrerseits mit dem Mirai bereits die zweite Generation eines Brennstoffzellen-Fahrzeugs auf dem Markt.

Toyota gehört denn auch zu den Pionieren in Sachen Wasserstoff-Technologie für Autos. Bisher haben sich Wasserstoff-Autos allerdings nicht als Verkaufsschlager erwiesen. Dafür gibt es mehrere Gründe: Es gibt viel zu wenigTankstellen dafür. Der Aufwand für die Herstellung von grünem Wasserstoff gilt als zu groß. Die Kosten dafür seien dementsprechendauch viel zu hoch.

Zweite Chance für das Wasserstoff-Auto?

Doch genau das soll sich ja nun ändern, wie wir gelernt haben. Bekommt das Wasserstoff-Auto dadurch eine zweite Chance? Das können wir derzeit nicht beantworten. Auch die BMW-Aktie würde durch ein Wasserstoff-Fahrzeug aus ihrem Haus nicht über Nacht zur Wasserstoff-Aktie. Dennoch bleibt auch diese Entwicklung weiterhin spannend und immer einen Seitenblick wert.

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