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Wasserstoff-Aktien: Nel ASA, Plug Power und Co – Gewinner und Verlierer

Wasserstoff-Aktien müssten eigentlich stärker profitieren. Denn Wasserstoff boomt. Doch ganz so einfach ist es für Nel ASA, Plug Power und Co nicht.

Auf einen Blick:
  • Plug Power zeigt sich robuster als Nel ASA
  • Mehrere Gründe machen Wasserstoff-Aktien derzeit das Leben schwer
  • Meta-Studie des Fraunhofer-Instituts ISI zur Rolle des Wasserstoffs als Energieträger im globalen Energiesystem

Liebe Leserin, lieber Leser,

Wasserstoff-Aktien sind breiter diversifiziert als gedacht. Dabei geht es nicht nur um Pure Player und Blended Player. Einige Wasserstoff-Aktien bezeichnet man auch als Elektrolyseaktien. Darunter fallen etwa die Wertpapiere von Nel ASA und Plug Power. Was eine brandneue Wasserstoff-Studie für diese Player bedeutet, lesen Sie im heutigen Newsletter Wasserstoff Briefing.

Der Blick auf den Kurs der Nel ASA-Aktie war tatsächlich schon mal erfreulicher als am heutigen Dienstag. Denn der derzeitige Abwärtstrend der Aktie scheint kaum aufzuhalten zu sein: So musste der Wasserstoff-Titel am Vormittag einen erneuten Abschlag verkraften. Diesmal war von gut 3,2 Prozent die Rede.

Nel ASA: Wie geht es mit der Aktie weiter?

Der Zusammenhang zwischen höheren Zinsen und Zinserwartungen sowie Bewertungen von Unternehmen und Kurszielen ist dabei für die Finanzexperten offensichtlich. Hinzu komme, dass das gegenwärtige Chartbild der Nel ASA-Aktie den Abwärtstrend bestätige. Neben den oben genannten Faktoren, die sich negativ auf den Kursverlauf auswirken, gibt es weitere Kursbremser.

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Das könnte zum Beispiel die ITM Power-Aktie sein. Denn diese ist nach Vorlage einer enttäuschenden Quartalsbilanz in einen Abwärtsstrudel geraten, der auch andere Wasserstoff-Aktien beeinflusst, heißt es. Es könnte auch am Fehlen weiterer Großaufträge liegen, denn von Nel ASA kommt in dieser Hinsicht derzeit nicht viel.

Kursperformance

Tag 0,00 % 1,14
Woche -3,26 % 1,18
Monat -18,49 % 1,40
3M -7,90 % 1,24
6M -30,83 % 1,65
1J -10,75 % 1,28
3J 47,26 % 0,78

Die Kursperformance der Nel ASA-Aktie

Die beiden letztgenannten Punkte könnten zumindest erklären, warum sich Konkurrent Plug Power zurzeit trotz herausforderndem Marktumfeld im Vergleich zu Nel ASA robuster präsentiert. Sie erklären jedoch nicht, warum die sogenannten Elektrolyseaktien aktuell nicht insgesamt besser dastehen.

Denn schließlich boomt Wasserstoff weltweit. Und nicht nur das: Speziell Elektrolyseur-Hersteller wie eben Nel ASA, Plug Power oder auch ITM Power und Bloom Energy sollten eigentlich bestens positioniert sein. Schließlich gibt es mittlerweile zuhauf Studien, die vor allem dem Markt für Elektrolyseure enorme Wachstumsraten und Margen prognostizieren.

Wasserstoff-Aktien: Nur die übliche Kurskorrektur?

Von daher wäre eine Kursrally der Elektrolyseuraktien eigentlich zu erwarten. Davon kann bei Nel ASA, Plug Power und Co allerdings gegenwärtig nicht die Rede sein. Dafür gibt es laut Finanzplattform „The Motley Fool“ gleich mehrere Erklärungen. Denn nur die Annahme, dass hier die übliche Kurskorrektur am Werk sei, greife zu kurz.

Stattdessen lägen die Gründe dafür zum Teil in der Wasserstoff-Technologie selbst. So gebe es für die Hersteller von Elektrolyseuren immense technische Herausforderungen. Denn anders als bisher – gemeint sind wahrscheinlich öffentlich geförderte Demonstrationsprojekte – hätten sie es bei industrieller Anwendung nun mit ganz anderen Größenordnungen zu tun.

Konkurrenz aus China

Ein weiteres Problem für die genannten Elektrolyseurhersteller sei die Konkurrenz aus China. Denn diese habe die Mittel und die Möglichkeiten demnächst als „Preisbrecher“ aufzutreten. Mit anderen Worten: Chinesische Hersteller könnten demzufolge die Margen von Elektrolyseaktien drücken, wie die Plattform erklärt.

Hinzu komme, dass es zu viele Elektrolyseaktien gebe, heißt es. Konkurrenz belebe zwar das Geschäft, aber hier könnte die Vielzahl der Player zu einem Verdrängungswettbewerb führen. Denn alle müssten nun große Aufträge an Land ziehen, um endlich in die Gewinnzone zukommen. Die Auftraggeber hingegen hätten die Qual der Wahl und könnten den günstigsten Anbieter wählen.

Wettkampf der Elektrolyseur-Hersteller

„Auskömmliche Margen sind da nicht zu erwarten“, so das Fazit. Und das ist in der Tat ein interessanter Punkt. Bisher haben wir im Newsletter Wasserstoff Briefing eher die Ansicht vertreten, dass Elektrolyseure weltweit dringend gebraucht werden. Damit es überhaupt gelingt, den begehrten grünen Wasserstoff in auch nur annähernd ausreichender Menge zu produzieren.

Wir neigen eher zu der Ansicht, dass unter den Elektrolyseur-Herstellern selbst noch ein Wettkampf um die beste Elektrolyseur-Technologie tobt. Auch müssen Elektrolyseure nicht zwangsläufig immer nur größer werden. Das zeigt das Beispiel des Mini-Elektrolyseurs von Fusion Fuel Green PLC.

Wasserstoff-Player brauchen Investitionen

Das führt uns zur vierten Erklärung seitens der Finanzexperten für die derzeit schwache Performance der Elektrolyseaktien: Demnach wirken sich auch die knappen Ressourcen an Material und Fachkräften negativ auf die Kurse auf. Und schließlich sind da noch die gegenwärtigen allgemeinen Finanzierungsbedingungen, die diesen Wasserstoff-Aktien das Leben schwer machen.

Womit wir wieder zum Anfang des heutigen Newsletters Wasserstoff Briefing kämen. Das Stichwort lautet Zinserhöhung. In Verbindung mit Inflationsangst und einer drohenden Rezession schafft das nicht gerade ein attraktives Klima für Investitionen. Also genau das, was Wasserstoff-Player eigentlich dringend bräuchten.

Neue Studie zu Wasserstoff

Da hilft nur das, was wir im Newsletter Wasserstoff Briefing im Hinblick auf Wasserstoff-Aktien auch immer betonen: Man sollte bei den Wasserstoff-Titeln genau hinsehen. Wer setzt bei den Elektrolyseuren auf welche Technologie? Wer ist möglichst breit aufgestellt und kann auf verschiedenen Geschäftsfeldern erfolgreich sein?

Um diese Fragen zu beantworten, könnte eine aktuelle „Meta-Studie“, die das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI am gestrigen Montag veröffentlicht hat, vielleicht weiterhelfen. Übergeordnete Frage der Studie: Welche Rolle spielt Wasserstoff als Energieträger im globalen Energiesystem? Dafür hat man mehr als 40 Einzelstudien erneut ausgewertet.

Deutlicher Anstieg der globalen Wasserstoffnachfrage

Auf den ersten Blick lässt sich nach der Gesamtauswertung vor allem zweierlei sagen: 1. Laut Meta-Studie ist von einem deutlichen Anstieg der globalen Wasserstoffnachfrage auszugehen. Auch wenn diese regional unterschiedlich ausgeprägt sein dürfte. 2. Der Bedarf an Wasserstoff unterscheidet sich je nach Anwendungsgebiet.

Demzufolge sei etwa im Verkehrsbereich die größte Nachfrage für Wasserstoff zu erwarten. Wobei auch man auch da wieder zwischen den einzelnen Bereichen unterscheiden muss. So sei für Schifffahrt und Flugverkehr der Einsatz von Wasserstoff wahrscheinlicher als bei Pkw und Lkw.

Was tut die Politik?

Eine Rolle für die Nachfrage von Wasserstoff spielt demnach auch – salopp gesagt – wie sehr Politik und Wirtschaft – diese zusätzlich forcieren und antreiben. Das alles macht die Sache zwar nicht einfacher, aber nun wissen Anleger wenigstens, worauf sie bei ihren Investments in Wasserstoff-Aktien zusätzlich achten können:

Sitzt das Wasserstoff-Unternehmen in einem Land, das eine nationale Wasserstoffstrategie verfolgt? Wie sieht die Steuerpolitik im Hinblick auf Wasserstoff aus? Und beim Unternehmen selbst: Welche Anwendungsbereiche werden bedient? Kurz, alles Elemente der klassischen Fundamentalanalyse, die sich auf Wasserstoff-Aktien sehr gut anwenden lassen.

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