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Wasserstoff-Aktien: Nel ASA, Plug Power und Co – Diese Rekord-Zahlen sprechen für sich!

Wasserstoff-Aktien profitieren vom globalen Hype um Wasserstoff. Dafür gibt es Belege. Doch Investoren setzen nicht nur auf Nel ASA, Plug Power und Co.

Auf einen Blick:
  • Nel ASA überrascht mit dem Verkauf von Wasserstoff-Aktien
  • Die Nervosität rund um das „Business Update“ von Plug Power nimmt zu
  • Deutsche Unternehmen mahnen zur Eile bei der Fortschreibung der Nationalen Wasserstoffstrategie
  • Marktanalysten: Milliardäre lieben Wasserstoff

Liebe Leserin, lieber Leser,

Wasserstoff-Aktien gelten nicht umsonst als ein zwar attraktives, gleichwohl aber auch risikoreiches Investment. Dafür können die Wasserstoff-Flaggschiffe Nel ASA und Plug Power im heutigen Newsletter Wasserstoff Briefing als Beispiele dienen. Darüber hinaus beschäftigen wir uns mit dem Tempo der Wasserstoffwirtschaft und dem Faible von Milliardären für Wasserstoff.

Ist das Timing nun maximal unglücklich von Nel ASA gewesen? Der norwegische Wasserstoff-Spezialist Nel ASA hat seine Beteiligung am Wasserstoff-Unternehmen Hyon AS komplett verkauft. Das teilten die Norweger am gestrigen Dienstagabend in einer Pflichtmitteilung an die Osloer Börse mit. Besagter Pressetext war laut „Börse Online“ äußerst knapp gehalten:

Nel ASA-Aktie steht unter Druck

„Nel ASA hat alle seine Anteile an Hyon AS veräußert. Insgesamt wurden 9.804.000 Aktien für einen Gesamtnettoerlös von rund 7 Millionen norwegischen Kronen verkauft. Nel hat die Beteiligung an Hyon als finanzielles Umlaufvermögen ausgewiesen.“ So lautet demnach der Text wörtlich. Für die Börse hat das gereicht, um die Nel ASA-Aktie in den Keller zu schicken.

Nel ASA Aktie Chart
1T
1W
3M
6M.
1J
5J
max

Oder wie es „Börse Online“ beschreibt: Der Kurs von Nel ASA bricht auf ein Allzeittief ein. Das lässt sich bei der Wochenansicht der Nel ASA-Aktie denn auch nur allzu gut erkennen. Warum man diese Veräußerung zum jetzigen Zeitpunkt unglücklich nennt, wie etwa das „Börsenmagazin“, dürfte auf der Hand liegen: Die Nel ASA-Aktie steht unter Druck. Darauf weisen die Kollegen hin.

Performance

Tag
3,89 %
1,58 €

Woche
9,44 %
1,50 €

Monat
21,74 %
1,35 €

3M
32,34 %
1,24 €

6M
1,30 %
1,62 €

1J
29,21 %
1,27 €

3J
76,74 %
0,93 €

5J
395,77 %
0,33 €

Die Kursperformance der Nel ASA-Aktie

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Denn als Wasserstoff-Aktie, und zumal als großer bekannter Player und direkter Konkurrent, kann es auch Nel ASA wohl nicht egal sein, wie der 25. Januar für Plug Power ausgeht. An diesem Tag – wobei, wenn man die Zeitverschiebung mit einrechnet, für uns vom Donnerstag die Rede sein muss – verkündet Plug Power ein Business Update. Und wie es ein Kollege treffend formuliert:

So geschehe dies „gewissermaßen als Vorbereitung auf den Jahresabschluss“, der für Anfang März anstehe. Und nach den (schlechten ) Erfahrungen der Märkte und Beobachter mit den Abschlüssen und Zahlen von Plug Power steige nun mal die Nervosität. Das – nachvollziehbare – Misstrauen wirke sich demnach auf die gesamte Wasserstoff-Branche aus.

Plug Power: Wie lautet die Botschaft?

Genau deshalb könne es Nel ASA und Co eben nicht egal sein, mit welcher Story Plug Powers CEO Andy Marsh das Business Update unterfüttert. Denn erwiesenermaßen hellt jede kleine gute Nachricht die Stimmung im gesamten Wasserstoff-Sektor auf. Wovon dann in der Regel die Wasserstoff-Aktien insgesamt profitieren.

Wohingegen jeder Rückschlag für eine Wasserstoff-Aktie, zum Beispiel in Form einer Gewinnwarnung, schnell für Turbulenzen sorgen kann. Das hat jüngst das Drama um die ITM Power-Aktie gezeigt. Diese Turbulenzen können sich dann zwar genauso schnell wieder auf den Verursacher konzentrieren, hinterlassen jedoch womöglich „Flurschäden“ bei anderen H2-Aktien.

Deutsche Wasserstoffstrategie lässt auf sich warten

Apropos Stimmung: Unlängst haben wir die Bundesregierung aufgrund ihres entschlossenen Handelns in Sachen Wasserstoffwirtschaft noch gelobt, Stichwort: europäischer Wasserstoffmarkt. Da müssen wir uns nun u.a. vom „Handelsblatt“ eines Besseren belehren lassen. Zumindest, wenn es um die Stimmung in der deutschen Wirtschaft und die hochlaufende Wasserstoffwirtschaft geht.

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Denn aus der Überschrift „Deutschlands Wasserstoff-Strategie lässt auf sich warten – Unternehmen werden ungeduldig“ glauben wir eine gewisse Gereiztheit zu erkennen. Die Ampelkoalition habe sich im Koalitionsvertrag eindeutig festgelegt: Die Wasserstoffstrategie solle 2022 fortgeschrieben werden. Nun kamen der Krieg in der Ukraine und dessen Folgen dazwischen.

Wasserstoff: Was will die Bundesregierung?

Auch die neue Priorität „Sicherung der Energieversorgung“ sei nachvollziehbar. Doch die Verspätung der fortgeschriebenen Neufassung könne sich auch auf einen klassischen Verfahrensfehler bzw. einen falschen Ansatz zurückführen lassen. So sind an der Neufassung der Wasserstoffstrategie vier Bundesministerien beteiligt:

Federführend ist das das Bundeswirtschaftsministerium, dann das Bundesumweltministerium, das Bundesverkehrsministerium und schließlich das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Fällt Ihnen etwas auf? Genau, viele Köche verderben den Brei. Laut „Handelsblatt“ liegen die Positionen der Ministerien zu weit auseinander, als dass mit einer schnellen Lösung zu rechnen sei.

Antwort auf die US-Klima-Politik gefordert

Schnelligkeit bräuchte es aus Sicht der Unternehmen jedoch dringend, berichtet das „Handelsblatt“. Die Zeitung zitiert Katherina Reiche, Vorsitzende des von der Vorgängerregierung eingesetzten Nationalen Wasserstoffrats (NWR) und Vorstandschefin der Westenergie AG: „Entscheidend ist, dass wir mit dem Aufbau der Wasserstoffwertschöpfungskette rasch vorankommen“, sagt Reiche.

Außerdem müsse die neue Strategie auch eine Antwort auf den – ja, genau – Inflation Reduction Act (IRA) der US-Amerikaner beinhalten. Denn der IRA, das US-Inflationsbekämpfungsgesetz sieht milliardenschwere Investitionen in den Klimaschutz vor. Und nicht nur das: Sein unmittelbarer Nutzen für grünen Wasserstoff – Stichwort: Steuergutschrift – ist für jeden leicht nachzuvollziehen.

Wasserstoff: Rekordhoch der Kapitalinvestitionen

Da ist dann auch die EU gefordert, ihre REPowerEU-Strategie entsprechend auszurichten. Darüber haben wir bereits wiederholt berichtet. Doch im Hinblick auf die gerade hochlaufende Wasserstoffwirtschaft gibt es wohl nicht nur einen Subventionswettlauf sondern auch einen Investitionswettlauf. Das legt zumindest ein Bericht nahe, den „HydrogenInsight“ veröffentlich hat.

Dabei geht es um die Kapitalinvestitionen in private Wasserstoffunternehmen im zurückliegenden Jahr. Ergebnisse, die das Marktanalyse-Unternehmen Pitchbook der auf Wasserstoff spezialisierten Plattform „HydrogenInsight“ nun „exklusiv“ zur Verfügung stelle. Demnach erreichten Kapitalinvestitionen in private Wasserstoffunternehmen im vergangenen Jahr eine Rekordhoch.

Wasserstoffwirtschaft: Spielwiese für Milliardäre?

Anders als bei börsennotierten Unternehmen müssen die Investitionen in private Unternehmen nicht öffentlich bekannt gemacht werden. Darauf weist „HydrogenInsight“ hin. Marktanalysten wie eben Pitchbook, CB Insights und Crunchbase hätten es sich jedoch zur Aufgabe gemacht, diese im Auge zu behalten.

Zwar sind diese Zahlen demnach für unsere börsennotierten Wasserstoff-Unternehmen nicht direkt von Belang. Doch es ist interessant, zu erfahren, wo Milliardäre Möglichkeiten sehen, ihr Geld zu vermehren. Denn hinter einigen der größten Privatplatzierungen stehen Unternehmen wie Amazon, BlackRock und Fortescue, geführt von Milliardären. Hier einige Zahlen:

Wasserstoff-Aktien: Der Hype bleibt

„Nach Angaben des Marktanalysten Pitchbook stieg das in wasserstoffbezogene Unternehmen investierte Privatkapital im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 50 Prozent“, heißt es im Bericht. Für das Jahr 2021 ist von einem Anstieg auf 3,6 Milliarden Dollardie Rede. Und von einem Anstieg auf 5,7 Milliarden Dollar bereits in den ersten 11 Monaten des Jahres 2022.

Darin enthalten seien sowohl Risikokapital- als auch Private-Equity-Investitionen, nicht aber Finanzierungen für börsennotierte Unternehmen. Dennoch lesen sich die Zahlen beeindruckend. Zumal sich diese Investoren mit Finanzierungen auskennen dürften. Der Hype um Wasserstoff wirkt sich wohl nicht nur auf Wasserstoff-Aktien sondern insgesamt auf die globalen Kapitalströme aus.

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Nel ASA
NO0010081235
1,64 EUR
2,86 %

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