Wasserstoff-Aktien: Nel ASA auf dem Sprung und Plug Powers Power Play geht weiter

Wasserstoff-Aktien elektrisieren die Analysten. Während Nel ASA über China nachdenkt, nutzt Power die Gunst der Stunde und schmiedet eine neue Allianz.

Liebe Leserin, lieber Leser,

Wasserstoff-Aktien stehen derzeit besonders im Fokus. Davon profitieren phasenweise die etablierten Player im Wasserstoff-Sektor wie etwa Nel ASA und Plug Power. Vor allem Plug Power hat sich nun eindeutig als „grünes Wasserstoff-Unternehmen“ positioniert. Was hinter Plug Powers neustem Joint Venture steckt erfahren Sie im heutigen Newsletter Wasserstoff Briefing.

Müssen wir über Nel ASA reden? Ja, sicherlich. Das Update zu Nel ASA und zur Nel ASA-Aktie reichen wir jedoch zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Newsletter nach. Denn aktuell liefert der US-amerikanische Brennstoffzellenhersteller Plug Power die größeren Stories. Da müssen sogar die News zur Wasserstoff-Mission von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zurückstehen.

Plug Power: Neues Joint Venture mit Olin

Denn im Ringen um die Führerschaft in der globalen Wasserstoffwirtschaft hat Plug Power am gestrigen Donnerstag erneut eine wichtige Kooperation gemeldet: Laut Unternehmensmitteilung haben Plug Power und die Olin Corporation gemeinsam eine Absichtserklärung zur Gründung eines Joint Venture (JV) unterzeichnet.

Dessen Ziel ist demnach die Produktion und Vermarktung von grünem Wasserstoff. Es darum „die wachsende Nachfrage nach Brennstoffzellen in der globalen Wasserstoffwirtschaft zu unterstützen“, so der Wortlaut. Das JV sei das erste seiner Art, hieß es weiter. Es soll eine zuverlässige Versorgung und „eine schnelle Markteinführung von grünem Wasserstoff in ganz Nordamerika sorgen“.

Plug Power: Globales Ökosystem für grünen Wasserstoff

Die erste geplante Produktionsanlage in St. Gabriel, Louisiana, werde 15 Tonnen grünen Wasserstoff pro Tag produzieren, hieß es. Das JV bringe Olin, den nach eigenen Angaben größten nordamerikanischen Hersteller von elektrolytischem Wasserstoff, mit Plug Power zusammen. Plug Power wiederum stehe dafür, ein globales Ökosystem für grünen Wasserstoff aufzubauen.

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Im Rahmen des Joint Venture übernehme es Plug Power, den Wasserstoff zu vermarkten und logistische Unterstützung bei der Lieferung zu leisten. Olin, übrigens nicht nur Hersteller und Vertreiber chemischer Produkte, sondern auch „ein führender US-Hersteller“ von Munition, sei hingegen zuständig für eine zuverlässige Wasserstoffproduktion und operative Unterstützung.

„Grüne Wasserstoff-Highways“ bauen

Das Joint Venture soll voraussichtlich im Jahr 2023 starten. Nicht überraschend, dass beide Unternehmen ob der zukünftigen breiteren Zusammenarbeit von einander begeistert sind. Doch die Wortwahl ist interessant: So spricht Scott Sutton, Chairman, President und CEO von Olin, von der führenden Rolle Plug Powers in der grünen Wasserstoffwirtschaft.

Wenig später betont Sutton dies noch ein zweites Mal: Diesmal ist von Plug Power als „einem echten Marktführer im Bereich nachhaltiger Wasserstoff“ die Rede. Dieses Narrativ nimmt man bei Plug Power natürlich gerne auf. Man betont erneut und ausführlich den „Bau und Betrieb eines grünen Wasserstoff-Highways durch Nordamerika und Europa“.

Täglich 500 Tonnen Wasserstoff

Außerdem baue man eine hochmoderne Gigafactory zur Herstellung von Elektrolyseuren und Brennstoffzellen sowie mehrere Produktionsanlagen für grünen Wasserstoff. Diese sollen bis 2025 täglich 500 Tonnen flüssigen grünen Wasserstoff liefern, so die Unternehmensziele. Bis 2028 ist gar von bis zu 1.000 Tonnen täglich die Rede.

Allein solche Zahlen und solche selbstbewussten Ankündigungen müssten doch Musik in den Ohren der Anleger sein. Daher schauen wir uns jetzt mal die Plug Power-Aktie an: Und siehe da, zumindest am Freitagvormittag verhält sich die Plug Power-Aktie wenigstens zwischenzeitlich quasi „wie bestellt“:

Plug Power-Aktie: Zwischenzeitlicher Anstieg

Denn laut Meldung des Finanzportals „finanzen.net“ „gewinnt die Plug Power-Aktie am Vormittag an Boden“. Daher zähle sie zu diesem Zeitpunkt zu den Performance-Besten. Wie aussagekräftig auch immer solche Momentaufnahmen sind. Das Unternehmen Plug Power jedenfalls tut, was man von einem Wasserstoff-Unternehmen erwartet: Es liefert News zu Aufträgen und Kooperationen.

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Doch, wie heißt es so schön: Unverhofft kommt oft. Denn im Laufe des heutigen Vormittag hat der norwegische Wasserstoff-Spezialist Nel ASA dann doch noch etwas mitzuteilen: Am gestrigen Donnerstag sei man per Unterzeichnung offiziell dem Nordic Industry Center beigetreten, heißt es auf der Unternehmenswebsite.

Nel ASA: Bald Geschäfte in China?

Dahinter verbirgt sich ein Netzwerk norwegischer Technologieunternehmen. Ziel des Netzwerks sei es demnach, eine Arena für den Wissensaustausch, die Projektentwicklung und die Beschleunigung norwegischer Unternehmen zu schaffen, die sich an chinesischen Megaprojekten beteiligen und ihr Geschäft in China ausbauen möchten.

Das Nordic Industry Center wurde von der BI Norwegian Business School und Kongsberg Innovation initiiert. Es befindet sich an der Tsinghua-Universität in Peking, Chinas führender Universität, hieß es weiter. Nel ASA habe bereits im Dezember letzten Jahres eine Kooperationsvereinbarung mit dem Nordic Industry Center abgeschlossen.

Wasserstoffmärkte expandieren weltweit

Der Nutzen einer Teilnahme am Netzwerk liegt für Nel ASAs CEO Jon André Løkke auf der Hand: „Der Wasserstoffmarkt entwickelt sich extrem schnell, und die geografische Ausdehnung nimmt zu. In ein paar Jahren werden wir wahrscheinlich sehen, dass einige der größten Wasserstoffprojekte in Asien, Lateinamerika, Australien und dem Nahen Osten angesiedelt sind“, sagte er.

Ein Partner im Nordic Industry Center zu sein, könne daher für Nel ASA bei der Erschließung dieser wichtigen Märkte von großem Nutzen sein. Auch auf die Eröffnung des neuen, vollautomatischen Elektrolyseurwerks auf Herøya in Norwegen, kam Løkke noch mal explizit zu sprechen.

Nel ASA ist bereit

Derzeit verfügt das Werk über eine Produktionskapazität von 500 MW, die jedoch auf 2 GW erhöht werden könne. „Der nächste Schritt für uns wird sein, unsere PEM-Technologieplattform in ähnlicher Weise zu industrialisieren, wie wir es mit unserer alkalischen Technologie auf Herøya getan haben“, sagte Nel ASAs CEO.

Außerdem hätte Nel ASA ein Standortauswahlverfahren in den USA sowohl für seine alkalische als auch für seine PEM-Technologie eingeleitet, fuhr Løkke fort. Auch die Bereitschaft Nel ASAs, seine Produktionskapazität zu erhöhen, „sofern der Markt dies erfordert“, unterstrich man erneut.

Und interessanterweise nennt man in diesem Zusammenhang nicht nur Europa, sondern auch explizit Asien und die USA. Offensichtlich ist man bei Nel ASA gewillt, bei der hochlaufenden globalen Wasserstoffwirtschaft ein gewichtiges Wort mitzureden.

Nel ASA-Aktie: Luft nach oben

An der Börse ist all das natürlich am Freitagmittag noch längst nicht angekommen. Und die Nel ASA-Aktie zeigte sich laut aktueller Meldungen in wenig guter Verfassung. Aber wir wissen ja mittlerweile aus Erfahrungen, dass sich das bei Wasserstoff-Aktien auch genauso schnell wieder ändern kann.

Und so gehört der Schluss des heutigen Newsletter Wasserstoff Briefing Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Diese war bekanntlich zum Antrittsbesuch in Japan und wollte dort unbedingt ein Unternehmen besuchen, das etwas mit Wasserstoff zu tun hat, wie die FAZ schreibt. Diesem Wunsch kamen die Japaner nach: Man besichtigte die Wasserstoffanlage der Chiyoda Corporation.

Bundeskanzler Scholz: Wasserstoff ist das „neue Gas“

Die Chiyoda Corporation hat demnach ein Verfahren entwickelt, bei dem Wasserstoff mit einem Lösungsmittel verbunden wird und so in konventionellen Containern und Frachtschiffen transportiert werden kann. Das Signal, das Scholz mit dem Besuch setzte, sei eindeutig, findet die FAZ: Deutschland möchte mit Japan in Sachen Wasserstoff zusammenarbeiten.

Ein neues globales Geschäft gelte es zu entwickeln, um die ehrgeizigen Klimaschutzziele beider Länder zu erreichen, habe Scholz demnach in Tokio geschwärmt: Wasserstoff sei das neue Gas. Die wahre Energiewende bestehe daher darin, die Industrie mit ihrem großen Verbrauch auf den umweltfreundlichen Wasserstoff umzustellen. – Und das lassen wir jetzt einfach mal so stehen.

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