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Wasserstoff-Aktien: Braut sich da was zusammen? – Nel ASA, Plug Power und Co unter Druck

Wasserstoff-Aktien stehen unruhige Zeiten bevor. Dafür mehren sich die Anzeichen. Daneben gibt jedoch auch gute News für Nel ASA, Plug Power und Co.

Auf einen Blick:
  • Wasserstoff-Aktien starten verhalten in die neue Handelswoche.
  • Nel ASA setzt weiterhin auf Kooperationen für eine Zukunft, „in der grüner Wasserstoff effizient und effektiv produziert wird“.
  • Plug Power sieht sich mit Sammelklage konfrontiert.

Liebe Leserin, lieber Leser,

Wasserstoff-Aktien sind schon lange kein Geheimtipp mehr. Wasserstoff sells. Energiekonzerne, die auf eine Wasserstoff-Sparte setzen, erschließen sich damit ein neues lukratives Geschäftsfeld. Pure Player wie Nel ASA und Plug Power haben es hingegen schwer. Denn das Marktumfeld bleibt herausfordernd. Auch darum geht es im heutigen Newsletter Wasserstoff Briefing.

Der Start in die neue Handelswoche lief am heutigen Montagmorgen für die Nel ASA-Aktie nicht gut: Wie die Kollegen schreiben, hatte das Wertpapier des norwegischen Wasserstoff-Spezialisten in der Frühe bereits einen Abschlag in Höhe von fast 4,8 Prozent zu verzeichnen. Auch in technischer Hinsicht gebe die Nel ASA-Aktie demnach aktuell kein gutes Bild ab, Stichwort: Abwärtstrend.

Nel ASA: Das sieht nicht gut aus

Ein Grund für die derzeitige Schwäche der Wasserstoff-Aktie könnte die anhaltende Diskussion über mögliche Zinserhöhungen im EU-Raum sein. Denn es herrscht weitgehende Einigkeit darüber, dass Zinserhöhungen sogenannten Wachstumsunternehmen mehr schaden als anderen Marktteilnehmern. Und dazu gehören eben die „puren“ Wasserstoff-Unternehmen wie Nel ASA.

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Daran können im Fall der Norweger wohl auch Unternehmensnews derzeit wenig ändern. Zumindest, wenn sie nicht in der Kategorie der „Big Orders“ fallen. So wie es auch bei dem jüngsten Auftrag der Fall gewesen ist. Denn das damit verbundene Auftragsvolumen von etwa 3 Millionen Euro dürfte auf Dauer nicht ausreichen, die Bilanzen von Nel ASA zu verbessern.

Nel ASA mit neuer Partnerschaft

Auch die jüngste Meldung dürfte für eine Trendwende der Nel ASA-Aktie nicht genügen. Denn schließlich ist man hier kein Auftragnehmer sondern Auftraggeber: Laut Portal „Energynews“ hat Nel ASA mit SIAD Macchine Impianti (SIAD MI) einen Rahmenvertrag über die Lieferung von Wasserstoffkompressoren geschlossen.

Bei SIAD handelt es sich laut eigener Angaben um einen führenden italienischen Chemiekonzern. Er ist demnach spezialisiert auf technische Gase, Maschinenbau, Gesundheitswesen, LPG und Erdgas. Der Konzern hat sowohl Standorte in Europa und als auch weltweit. Er unterhält unter anderem ein Forschungs- und Entwicklungszentrum für Kompressoren.

Kursperformance

Tag 0,00 % 1,14
Woche -3,26 % 1,18
Monat -18,49 % 1,40
3M -7,90 % 1,24
6M -30,83 % 1,65
1J -10,75 % 1,28
3J 47,26 % 0,78

Die Kursperformance der Nel ASA-Aktie

Zum Auftakt der Partnerschaft mit Nel lieferte SIAD MI zwei nasse Wasserstoffkompressoren (Modell HMS4-4) und einen Sauerstoffkompressor (Modell MS3-3). Beide sind demnach für eine 20-MW-Anlage in Schweden bestimmt. Laut Meldung zählen diese beiden Kompressormodelle zu den besten der Welt.

Dementsprechend groß ist die Freude bei Nel ASA: „Die Vereinbarung mit SIAD MI ist ein wichtiger Schritt, um Nel in die Lage zu versetzen, die Lieferungen von wettbewerbsfähigen Wasserelektrolysesystemen für die Produktion von komprimiertem grünem Wasserstoff weiter zu steigern.“ So sieht es demnach Marius Larsen, Supply Chain Director bei Nel.

Hoffnungsträger grüner Wasserstoff

Gemeinsam wolle man daran arbeiten, ein synergistisches und produktives Umfeld schaffen. Es gehe darum, eine Zukunft zu gestalten, in der grüner Wasserstoff effizient und effektiv produziert wird und die Welt insgesamt nachhaltiger ist. Damit endet die Meldung. Klar, die Märkte beeindruckt eine solche Neuigkeit kaum. Aber sie zeigt, dass Nel wichtige Kooperationen schließt.

Die zweite Beobachtungen – neben einem insgesamt schwachen Start der Wasserstoff-Aktien – zu Beginn dieser Handelswoche betrifft Plug Power. Denn der US-amerikanische Wasserstoff-Player halte sich besser als Konkurrent Nel ASA. Wenngleich auch die Plug Power-Aktie im Laufe des heutigen Vormittags mit Verlusten zu kämpfen hat. Das legen zwischenzeitliche Meldungen nahe.

Plug Power: Was steckt hinter der Sammelklage?

Doch dem Kursverlauf der Plug Power-Aktie könnte von ganz anderer Seite her Ungemach drohen. Oder handelt es sich doch nur um einen Sturm im Wasserglas? Worum es hier geht? Nun, laut übereinstimmender Medienberichte sieht sich der US-Elektrolyseur- und Brennstoffzellenhersteller mit einer Sammelklage konfrontiert, Stichwort „Insiderhandel“.

Darüber berichtete u. a. die Publikation „Recharge“. Die in San Francisco ansässige Anwaltskanzlei Schubert Jonckheer & Kolbe behauptet demnach laut Bericht, dass Plug Powers CEO Andy Marsh und der Chief Financial Officer (CFO) Paul Middleton sich des Insiderhandels schuldig gemacht haben.

Anwaltskanzlei gibt Erklärung ab

Konkret heißt es dazu weiter, dass sie „gegenüber Investoren falsche und irreführende Angaben über die Rentabilität des Wasserstoff-Brennstoffzellengeschäfts des Unternehmens gemacht haben“. In einer Erklärung auf ihrer Website nimmt die Anwaltskanzlei demnach ausführlich zu dem Fall Stellung, schreibt „Recharge“.

Die Vorwürfe beziehen sich auf die Umstände der korrigierten Jahresabschlüssen des Unternehmens in den Jahren von 2018 bis zum dritten Quartal 2020. Plug Power musste damals falsche Klassifizierungen korrigieren. Gleichzeitig habe Plug Schwachstellen in den internen Kontrollen offengelegt. Auch über unzulässige Buchhaltungspraktiken gab man damals Auskunft.

Börse zeigt sich unbeeindruckt

Jetzt holt das Thema Plug Power also wieder ein. Oder auch nicht. Denn der Markt scheine die Klage „mit einem kollektiven Achselzucken aufgenommen“ zu haben, wie es in dem Bericht vom Ende vergangener Woche heißt. Anschließend lässt „Recharge“ Peter White, CEO und Hauptanalyst des britischen Analystenhauses Rethink Energy, zu Wort kommen. Dieser zeigt sich gelassen:

„In jedem Unternehmen, das sich zur Erreichung seiner Zukunftsziele stark auf plötzliche Geschäftsbeschleunigungen oder Preisrückgänge verlässt, wird es Fehlkalkulationen geben. Diese sind nicht mit absichtlichen Unwahrheiten zu verwechseln.“ So lautet die erste Einschätzung des Analysten. Und weiter heißt es:

Wasserstoff-Aktien bleiben ein spannendes Investment

„Der Einfluss, den Plug Power auf die Beschleunigung des Wasserstoff-Geschäftsmodells hatte, ist unvergleichlich“, sagt White. Aufgrund früherer Sammelklagen, die man miterlebt habe, glaube man, dass es wahrscheinlich ist, dass sowohl das Unternehmen als auch sein Potenzial auf lange Sicht davon unberührt blieben. Wenngleich man einem Urteil jetzt nicht vorgreifen wolle.

„Recharge“ hat laut eigener Angaben sowohl Plug Power und als auch die Kanzlei Schubert Jonckheer & Kolbe um eine Stellungnahme gebeten. Bisher liegt dazu allerdings keine entsprechende Meldung vor.

Wir werden die Entwicklung natürlich im Auge behalten. Vor allem dann, wenn sich wirklich ein Einfluss auf die Plug Power-Aktie ersehen lässt. Bisher sieht es jedoch nicht danach aus. Gleichwohl bleiben Wasserstoff-Aktien so oder so ein spannendes Investment, für das man starke Nerven braucht.

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