Wasserstoff-Aktien: Big Deals für Blended Player

Liebe Leserin, lieber Leser, während der Wasserstoff-Sektor wie gewohnt in Bewegung ist, müssen wir uns im heutigen Newsletter Wasserstoff Briefing aus gegebenem Anlass

Liebe Leserin, lieber Leser,

während der Wasserstoff-Sektor wie gewohnt in Bewegung ist, müssen wir uns im heutigen Newsletter Wasserstoff Briefing aus gegebenem Anlass zunächst mit dem Wasserstoffauto beschäftigen. Weitere Wasserstoffnews gibt es außerdem von RWE, BASF und Linde sowie von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne).

Am heutigen Donnerstag hat die „Autobild“ einen Abgesang auf das Wasserstoffauto angestimmt. Auch dem Wasserstoffantrieb für Lkw hat man eine Absage erteilt. Dabei bezieht sich der Artikel auf eine „neue Studie des Fraunhofer-Instituts“. Verfasser ist Dr. Patrick Plötz, Leiter des Geschäftsfeldes Energiewirtschaft am Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung.

Energiebilanz als Maßstab

Dieser „Studie“ zufolge sei die Nutzung der Brennstoffzellentechnik in den allermeisten Anwendungen und auch Regionen beim Nutzfahrzeugverkehr der batterieelektrischen Antriebsart unterlegen. Weiter heißt es, dass „laut Studie“ vor allem die schlechte Energiebilanz der Wasserstoff-Brennstoffzelle gegen diese Antriebsart spreche.

Diese Aussagen haben uns natürlich hellhörig gemacht. Tatsächlich spricht sich Plötz in seinem jüngst erschienen wissenschaftlichen Kommentarartikel für die Forschungszeitschrift „Nature Electronics“ gegen Wasserstoffautos und wasserstoffbetriebene Lkw aus. Das geht bereits aus der Überschrift hervor, die übersetzt lautet:

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Wasserstofftechnologie muss aufholen

„Es ist unwahrscheinlich, dass die Wasserstofftechnologie eine wichtige Rolle im nachhaltigen Straßenverkehr spielen wird“, was Plötz dann weiter ausführt. Eines seiner Hauptargument ist dabei – verkürzt gesagt – dass es, angesichts der dazu vorliegenden Daten, wohl zu lange dauert, bis die Wassertechnologie für den Straßenverkehr mit den Entwicklungen der Elektromobilität gleichzieht.

Für Plötz ist „das Zeitfenster, um einen relevanten Marktanteil für Wasserstoffautos zu erreichen, so gut wie geschlossen“. Der mit Wasserstoff betriebene Lkw-Sektor sei ebenfalls weniger weit fortgeschritten als der batteriebetriebene, heißt es weiter.

Elektromobilität first?

Allenfalls wasserstoffbetriebene Lastwagen für „wirklich schwere Transporte in abgelegenen Gebieten“ könnten laut Plötz einen praktischen Nutzen haben. Aber auch diese Möglichkeit relativiert er anschließend.

Das Fazit des Physikers lautet daher: Politik und Industrie sollten sich lieber auf den beschleunigten Ausbau von batteriebetrieben Fahrzeugen und Schnellladeinfrastrukturen konzentrieren als auf Wasserstoffautos- und Lkw sowie H2-Tankstellen.

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Wasserstoff treibt auch die Wissenschaft um

Nachlesen lässt sich der Kommentarartikel in einer Zusammenfassung auf dem Bericht-Portal „Recharge“ für die Branche der erneuerbaren Energien. Dieser Zusammenfassung haben wir die obengenannten Zitate entnommen.

Weit davon entfernt diese Aussagen beurteilen zu können und zu wollen geht es uns hierbei darum, zu verdeutlichen, wie relevant das Thema Wasserstoff bzw. Wasserstofftechnologie auch für die aktuelle Forschung ist. Denn, dass Wasserstoff die Wirtschaft umtreibt, darüber haben wir schon häufiger berichtet.

Wasserstoffwirtschaft ausbauen

Blended Player wie etwa RWE, BASF und Linde liefern dazu derzeit die entsprechenden Nachrichten. So plant der Energiekonzern RWE im Rahmen seiner „Investitionsoffensive“ Milliardenausgaben für den Ausbau der Wasserstoffwirtschaft in NRW. Das meldete das „Handelsblatt“. Bis 2030 sollen vier Milliarden Euro an Standorte in Nordrhein-Westfalen fließen.

Mit diesem Geld sollen laut Handelsblatt Kapazitäten für grünen Wasserstoff im Leistungsumfang von 700 Megawatt, zwei Gigawatt in Form von wasserstofffähigen Gaskraftwerken sowie ein Gigawatt erneuerbare Energien entstehen. Das Kerngeschäft des Konzerns soll demnach insgesamt umweltfreundlicher werden, heißt es. Wozu eben auch Wasserstoffwirtschaft gehöre.

BASF: Wasserstoff-Deal mit Linde

Die Engagement in NRW passe da gut ins Bild. Denn kein anderes Bundesland werde so viel Wasserstoff verbrauchen wieder der Industriestandort Nordrhein-Westfalen.Auch der Chemiekonzern BASF hat sich Klimaneutralität auf seine Fahnen geschrieben. Das belegt ein jüngst bekanntgegebener Wasserstoff-Deal mit dem Industriegase-Konzern Linde.

So plant der Linde-Konzern den Aufbau und Betrieb einer neuen Wasserstoffproduktionsanlage im französischen Chalampé (nahe der Grenze zu Deutschland). Darüber berichtete u.a. das Börsenmagazin „Der Aktionär“. BASF soll die neue Produktionsanlage demnach mit Wasserstoff und Dampf versorgen.

Wasserstoffimporte für Deutschland

Apropos Versorgung mit Wasserstoff: Die Sicherung der Energieversorgung in Deutschland treibt Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) naturgemäß um. Um diese zu gewährleisten, kann sich Habeck Wasserstoffimporte vorstellen. Dies habe der Minister am Mittwoch bei einer Veranstaltung von „Tagesspiegel“, „Die Zeit“ „Handelsblatt“ und „Wirtschaftswoche“ gesagt, schreibt „Börse Online“.

Hintergrund ist die sogenannte Taxonomie der EU, womit man Investitionen in nachhaltige Technologien lenken will. Auf dem Weg zu einer klimafreundlicheren Energieerzeugung komme Deutschland daher nicht um Wasserstoffimporte herum. Wichtig sei dabei, einseitige Abhängigkeiten zu vermeiden und daher wären auch ganz neue Partnerschaften denkbar.

Neue Player?

Dazu gehörten etwa mögliche Wasserstoffimporte aus dem arabischen Raum, nordafrikanischen Ländern oder anderen Regionen der Welt. Voraussetzung dafür sei jedoch Rechtsstaatlichkeit, so der Minister. Wasserstoff setzt also auch in der Politik einiges in Bewegung. Im morgigen Newsletter stehen voraussichtlich wieder Nel ASA und Co im Zentrum der Berichte.

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