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Wasserstoff-Aktien: Bewegt euch! – Für Nel ASA, Plug Power und Co geht es um alles!

Wasserstoff-Aktien rechnen sich. Davon ist man in den USA überzeugt. Daher sollten Nel ASA, Plug Power und Co profitieren. Doch es gibt auch Hindernisse.

Liebe Leserin, lieber Leser,

Wasserstoff-Aktien beschleunigen den Puls der Anleger. Denn auf dem Energiemarkt geht’s rund. Kaum ist das Thema Zinserhöhung durch droht Nel ASA, Plug Power und Co womöglich neues Ungemach, Stichwort: Zufallsgewinne. Wen trifft es, wenn die EU sie abschöpft? Erfreulicher sind da News aus den USA. Deshalb beginnen wir den heutigen Newsletter Wasserstoff Briefing damit.

„Sie könnten zu ihren Aktionären gehen und sagen: ‚Schauen Sie, wir können das wirtschaftlich machen – heute. Wir müssen nicht für die nächsten fünf Jahre einen Verlust prognostizieren, um in diesen Markt einzusteigen. Wir können tatsächlich in diesen Markt einsteigen und es ist wirtschaftlich, oder zumindest ein ausgeglichenes Projekt in naher Zukunft’.“

US-Klima- und Steuer-Paket: Bahnbrechendes Potenzial

Dieses Zitat stammt weder von Plug Power noch von Nel ASA, sondern von Elina Teplinsky. Die Anwältin ist Sprecherin der Nuclear Hydrogen Initiative. Dabei handelt es sich nach eigenen Aussagen um eine globale „Koalition von Partnern die nuklearen Wasserstoff als kritische Klimalösung vorantreiben will“.

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Teplinsky äußerte sich jetzt gegenüber CNBC zu den Vorteilen, die das neue US-Klima- und Steuer-Paket für das Entstehen eine sauberen Wasserstoffenergiewirtschaft bringt. Dabei stand die neue Steuergesetzgebung im Fokus. Das bahnbrechende Potenzial des gemeinhin auch als Inflation Reduction Act (IRA) bezeichneten Klimagesetzes haben schon etliche Wasserstoff-Player betont.

Andy Marsh etwa, CEO des US-amerikanische Wasserstoff-Spezialisten Plug Power, sprach vermutlich als einer der Ersten von einer historischen Entscheidung. Auch Nel ASA äußerte sich etwas später ausführlich zum IRA und feierte ihn gleichfalls großartige Nachricht für grünen Wasserstoff. Dessen Siegeszug sei praktisch nicht mehr aufzuhalten.

„Absoluter Wendepunkt für grünen Wasserstoff“

Denn nun könne man den Kunden gegenüber nicht mehr nur mit dem ökologischen Gewinn argumentieren, sondern auch mit dem ökonomischen. Genau in diese Kerbe schlagen auch die Finanzexperten sowie Branchen-Beobachter, die im CNBC-Bericht vom gestrigen Donnerstag zu Wort kommen:

„Die Steuergutschrift ist ein absoluter Wendepunkt“, sagte demnach etwa Akshay Honnatti, Leiter der Abteilung für Nachhaltigkeitssteuern bei EY in den USA, gegenüber CNBC. „Es gab keinen Anreiz dafür, dass Wasserstoff sauberer ist. Es kostet, Wasserstoff sauberer zu machen.“

Kosten sinken schneller als gedacht

Und weiter zitiert der Bericht Honnatti: „Jetzt gibt es eine Gutschrift für jemanden, der diese zusätzliche Investition tätigt und in der Lage ist, diese Investition gegenüber seinen Stakeholdern und Aktionären zu rechtfertigen.“

Die Gutschrift von 3 Dollar pro Kilogramm mache nuklearen Wasserstoff sehr wettbewerbsfähig mit Wasserstoff aus fossilen Brennstoffen, erklärte demnach auch die bereits oben zitierte Teplinsky. Denn das US-Energieministerium hat sich im Rahmen seiner Energy Earthshots Initiatives zum Ziel gesetzt, die Kosten für sauberen Wasserstoff zu senken.

Eine einfache Rechnung

So sollen diese innerhalb eines Jahrzehnts auf 1 Dollar pro Kilogramm fallen. In früheren Berechnungen – vor dem IRA – war man noch von ganz anderen Preisen ausgegangen. Das geht etwa aus einem Bericht der Organisation Resource for the Future hervor. Dieser erschien im Dezember 2020.

Wasserstoff, der mit Elektrolyse aus Wind- und Sonnenenergie hergestellt wird, kostet laut damaliger Berechnungen zwischen 3 und 7 Dollar pro Kilogramm. Das ergibt zukünftig ein Einsparung, die jeder erkennt und nachvollziehen kann.

Vorteil Wasserstoff-Aktien

Daher verwundert es nicht, dass Teplinsky die sich nun ergebenden Möglichkeit, in den Markt für die Herstellung von sauberem Wasserstoff einzusteigen, ohne Geld zu verlieren, besonders betont. Und es verwundert auch nicht, dass diese Aussichten die Wasserstoff-Player elektrisieren. Denn ihre Aktien gewinnen an Wert und damit an Attraktivität.

Salopp gesagt: Es läuft also für grünen Wasserstoff und für Wasserstoff-Aktien in den USA. Und in der EU? Da läuft es allenfalls unrund. Zum einen könnten von der Absicht der EU-Kommission, in Zukunft sogenannte Zufallsgewinne abzuschöpfen nicht nur Gas- und Kohlestromanbieter betroffen sein.

Was plant Brüssel?

Auch Unternehmen, die mit erneuerbaren Energien Gewinne gemacht haben, könnten gemeint sein. Denn auch diese haben demnach, bedingt durch die angespannte Situation auf den Energiemärkten jüngst sehr gute Geschäfte gemacht. Darauf hat das Portal „Kapitalerhöhungen“ hingewiesen. Das wäre demnach ein Grund für Anleger, sich neue Investitionen außerhalb der EU zu suchen, hieß es.

Als mögliche Alternative nennt man dann die Wasserstoff-Player First Hydrogen (mit Sitz in Kanada und UK) sowie Plug Power (mit Sitz in den USA). Letztgenannte seien zudem durch die jüngste Kooperation mit Amazon ohnehin ein attraktiver Kandidat für Investoren.

Nel ASA legt nach

Ehrlich gesagt, die Befürchtungen hinsichtlich der vielzitierten Zufallsgewinne von Erneuerbare-Energie-Unternehmen, die die EU umverteilen will, teilen wir momentan nicht. Denn es würde unserer Ansicht nach der REPowerEU-Initiative widersprechen. Aber gut, man weiß natürlich nie, wie die konkrete Ausgestaltung solcher Vorhaben am Ende aussieht und wen es dann betrifft.

Die andere Befürchtung europäischer Wasserstoff-Unternehmen, man könnte aufgrund fehlender Anreize gegenüber den USA ins Hintertreffen geraten, teilen wir schon eher. Erst gestern haben wir über Nel ASAs eindringliche Botschaft an die EU berichtet. Darin mahnt der norwegische Wasserstoff-Spezialist Klarheit und Tempo bei den gesetzlichen und finanziellen Regelungen an.

Kursperformance

Tag 0,00 % 1,14
Woche -3,26 % 1,18
Monat -18,49 % 1,40
3M -7,90 % 1,24
6M -30,83 % 1,65
1J -10,75 % 1,28
3J 47,26 % 0,78

Die Kursperformance der Nel ASA-Aktie

Wichtig für die grüner Wasserstoffwirtschaft in Europa wäre demnach mehr Klarheit und daher eine Überarbeitung der Richtlinie zu erneuerbaren Energien. Außerdem wäre es demzufolge an der Zeit, einen speziellen Fonds für die Herstellung von Elektrolyseuren aufzulegen. Konkrete Forderungen hat Nel ASA auch hinsichtlich staatlicher Beihilfen und vereinfachte Kreditgewährungen erhoben.

Nun hat man bei Nel ASA nachgelegt und einen entsprechenden Podcast „Hydrogen Policy in Europe“ aus dem Juni 2021 noch mal hochgeladen. Hier äußert sich Thorsten Herbert, Direktor Marktentwicklung und öffentliche Angelegenheiten bei Nel Hydrogen, nochmals zu den Kernforderungen. Sie lauten demnach:

Forderungen an Brüssel

„Wir brauchen einen Rechtsrahmen mit klarem Fokus auf erneuerbaren Wasserstoff. Große Verpflichtungen und die Zusammenarbeit der führenden Nationen sind unerlässlich. Die öffentliche Akzeptanz der Technologie ist entscheidend für ihren Erfolg.“

Auch die Renewable Hydrogen Coalition, eine Umweltorganisation für erneuerbare natürliche Ressourcen in Brüssel hat sich inzwischen zu Wort gemeldet und die Politiker an ihre Verpflichtung erinnert: Industrie und Politik tragen eine gemeinsame Verantwortung, heißt es da in einem aktuellen Tweet, und weiter:

Das macht Wasserstoff-Aktien für Investoren attraktiv

„Wir sind bereit, unseren Teil dazu beizutragen, aber wir brauchen pragmatische Enabling-Definition“ für die Produktion von sauberem Wasserstoff von der EU-Kommission. Gebt verbindliche Ziele, um Nachfrage zu schaffen, so die zweite Forderung. Und schließlich bräuchte es konkrete Mechanismen, um Kosten zu überbrücken und Kostenlücken am Anfang zu schließen.

Es bleibt abzuwarten, welche Regelungen die EU demnächst für die Energiemärkte trifft. Die Aussichten, mit sauberer Energie schnell viel Geld zu verdienen, könnten sich als durchaus verlockend für Investoren erweisen. Davon dürften dann auch Wasserstoff-Aktien profitieren. Außerdem scheint es derzeit ein Vorteil zu sein, wenn man zudem noch global aufgestellt ist.

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