Warren Buffet kauft lieber REITs als Immobilien und das aus gutem Grund

Immobilien gelten vielen Anlegern nicht nur als eine renditestarke Anlage, sondern werden auch als ein guter Inflationsschutz angesehen. Warren Buffet, einer der erfolgreichsten Investoren der Welt, investiert allerdings selbst nur sehr selten direkt in Grund und Boden und das aus gutem Grund.

Jeder Anleger kann über einen begrenzten Zeitraum den Markt schlagen und hohe Gewinne einfahren, doch wenn diese Überrendite wie im Fall von Warren Buffet über Dekaden hinweg konstant erwirtschaftet wird, dann sollten auch andere Investoren hellhörig werden, wenn der Altmeister seine Strategie erklärt und begründet, warum er gerade in gewissen Aktien oder Anlageklassen investiert ist oder nicht.

In verschiedensten Interviews hat Warren Buffet immer wieder deutlich gemacht, dass er nur sehr selten direkt in Immobilen investiert. Auch über Berkshire Hathaway wird nur sehr selten direkt in Grund und Boden oder Gebäude investiert. Mittelbar allerdings schon, denn die Holding hat zuletzt Beteiligungen bei börsennotierten REITs erworben bzw. erweitert.

Real Estate Investment Trusts, kurz REITs genannt, sind vom Staat steuerlich begünstigte Vehikel, mit denen auch normale Anleger ohne Millionenvermögen über die Börse Miteigentümer von großen Immobiliengesellschaften werden können. So kann sich jeder Privatanleger mit vielen kleinen Investitionen ein recht großes und breit gestreutes Immobilienportfolio zusammenstellen.

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Hier kann selbst Warren Buffet nicht mithalten

Ein wesentlicher Grund für seine Zurückhaltung gegenüber direkten Investments in Immobilien ist, dass Buffet innerhalb seiner Firma keinen Wettbewerbsvorteil gegeben sieht. Er glaubt also nicht, dass sein Wissen oder das von seinem Partner Charlie Munger oder irgendeinem anderen Berkshire-Mitarbeiter so groß ist, dass es mit dem Spezialwissen eines Immobilienexperten mithalten könnte.

Hinzu kommt, dass Fehlbewertungen bei Immobilien eher selten anzutreffen sind. Die Marktteilnehmer denken langfristig und neigen anders als die Akteure am Aktienmarkt auch in Krisen nicht zu panikartigen Verkäufen. Echte Schnäppchen findet man in diesem Sektor deshalb nicht so häufig wie am hektischen Aktienmarkt.

Mit anderen Worten: Warren Buffet glaubt also, dass auch Sie als privater Anleger am Aktienmarkt sehr viel leichter stark unterbewertete Unternehmen, einschließlich der börsennotierten REITs, finden können als günstige Häuser und Wohnungen auf dem privaten Immobilienmarkt.

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Obwohl Warren Buffett diese Thesen schon vor Jahren geäußert hat, sind sie aktueller denn je, denn gerade was Immobilien betrifft ist der Markt in den USA im letzten Jahr völlig aus den Fugen geraten. Während der Markt für private Häuser boomt, werden gewerbliche Immobilien derzeit mit hohen Abschlägen gehandelt.

Eine Anlage mit vielen attraktiven Vorteilen

Zwar sind die extremsten Unterbewertungen aus dem Frühjahr 2020 inzwischen Geschichte, doch noch immer werden Blue-Chip-REITs wie W.P. Carey (WPC), Realty Income (O) oder National Retail Properties (NNN) mit Abschlägen von 20 bis 30 Prozent auf ihre Bewertungen vor der Coronazeit gehandelt und das, obwohl ihre zugrunde liegenden Immobilien heute wertvoller sind als je zuvor.

Stark benachteiligt sind Berkshire Hathaway und andere Anleger den REITs gegenüber auch, wenn es um das leidige Thema Steuern geht. Hält Berkshire eine Immobilie und erzielt eine Mietrendite von beispielsweise sechs Prozent, muss auf diesen Gewinn Körperschaftssteuer bezahlt werden. Ein REIT in den USA zahlt diese Steuer nicht, ist aber im Gegenzug dazu verpflichtet, rund 90 Prozent seiner Einnahmen in Form von Dividenden an die Aktionäre auszuschütten.

Dieses Modell hat auch für einen erfahrenen und höchst erfolgreichen Anleger wie Warren Buffet seinen Charme und dies nicht erst seit Corona die Kurse vieler REITs dramatisch in den Keller geschickt hat. Schon im Jahr 2017 erwarb Berkshire Hathaway Anteile an Store Capital (STOR).

Vor wenigen Monaten wurde diese Position verdoppelt, sodass Warren Buffet und Charlie Munger über Berkshire Hathaway nun rund zehn Prozent aller ausstehenden Store-Capital-Aktien kontrollieren. Stores Dividendenrendite beträgt aktuell 4,07 Prozent und kann sich sehen lassen.

Ein mindestens ebenso wichtiges Kaufargument für Warren Buffet war und ist, das Store Capital über eine Strategie verfügt, mit der das Risiko einer jeden Investition deutlich gesenkt werden kann. Das spiegelt sich auch in der Kursentwicklung der Aktie wider. Diese übertrifft jene von Realty Income (O) oder National Retail Properties (NNN) aber auch die der verschiedenen breit gestreuten REIT-ETFs erheblich.

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