Privatsektor in der Eurozone: Wachstum schwächt im Juni ab!

Der private Sektor in der Eurozone ist im Juni langsamer gewachsen. Erfahren Sie hier warum.

Einerseits ging die Produktion im verarbeitenden Gewerbe erstmals seit zwei Jahren zurück und andererseits fiel das Wachstum im Dienstleistungssektor schwächer aus, wie endgültige Umfrageergebnisse von S&P Global am Dienstag zeigten.

Produktionsindex sinkt

Der endgültige zusammengesetzte Produktionsindex sank im Juni auf 52,0 von 54,8 im Vormonat. Der Wert lag damit leicht über der ursprünglichen Schätzung von 51,9. Der Wert signalisiert das langsamste Expansionstempo in der laufenden 16-monatigen Wachstumsreihe.

Der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor sank im Juni auf 53,0 von 56,1 im Mai. Der vorläufige Wert lag bei 52,8. Obwohl der Wert das schwächste Wachstum seit Januar signalisierte, setzte der Sektor seinen Aufschwung fort.

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Die drastische Verschlechterung der Wachstumsrate der Wirtschaftstätigkeit in der Eurozone erhöht das Risiko, dass die Region im dritten Quartal in einen wirtschaftlichen Abschwung abrutscht, sagte Chris Williamson, leitender Betriebswirt bei S&P Global Market Intelligence. Der PMI-Wert für Juni deutet darauf hin, dass sich das vierteljährliche BIP-Wachstum auf nur 0,2 Prozent abschwächt, so Williamson.

Der neue Arbeitsablauf kam im Juni zum Stillstand und beendete damit eine 15-monatige Wachstumsreihe. Dennoch hatten die Unternehmen weiterhin mit Kapazitätsdruck zu kämpfen, da die Arbeitsrückstände erneut anstiegen. Die Unternehmen stellten im Juni in hohem Tempo mehr Personal ein.

Was die Preise betrifft, so zeigten die Daten einen weiteren starken Inflationsdruck auf

Der Kostendruck stieg im Juni steil an, blieb aber unter dem Höchststand vom März. Folglich stiegen die von den Unternehmen erhobenen Gebühren weiter an. Dennoch ging die Inflationsrate auf ein Viermonatstief zurück.

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Das Vertrauen der Unternehmen war das schwächste seit Oktober 2020 und blieb im Kontext der historischen Daten gedämpft. Unter den vier großen Volkswirtschaften verzeichnete Spanien im Juni das schnellste Wachstum, während Italien und Deutschland am unteren Ende der Wachstumsrangliste lagen, wobei die jüngsten Aufschwünge nur marginal waren. Frankreich verzeichnete das schwächste Wachstum seit mehr als einem Jahr.

Die deutsche Privatwirtschaft verlor im Juni weiter an Wachstumsdynamik

Der endgültige zusammengesetzte Produktionsindex von S&P Global/BME ging im Juni entsprechend der Schätzung auf 51,3 zurück, nach 53,7 im Mai. Der jüngste Wert war der niedrigste seit dem leichten Rückgang im vergangenen Dezember. Der PMI für den Dienstleistungssektor erreichte im Juni ein Fünfmonatstief von 52,4 gegenüber 55,0 im Mai. Der endgültige Wert entsprach der Schnellschätzung.

Frankreichs Privatsektor expandierte im Juni mit dem langsamsten Tempo seit 14 Monaten. Der endgültige zusammengesetzte Produktionsindex lag im Juni bei 52,5 und damit deutlich unter dem Wert von 57,0 im Mai und dem vorläufigen Ergebnis von 52,8. Der PMI für den Dienstleistungssektor sank im Juni auf 53,9 von 58,3 im Mai. Der Flash-Wert lag bei 54,4.

Der italienische Gesamtproduktionsindex ging im Juni auf 51,3 zurück, nach 52,4 im Mai. Die Produktion stieg so langsam wie seit Januar nicht mehr. Der PMI für den Dienstleistungssektor lag im Juni bei 51,6, gegenüber 53,7 im Mai und der Prognose der Ökonomen von 51,5.

Das geringere Wachstum im verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor Spaniens signalisierte die schwächste Expansion im privaten Sektor seit drei Monaten. Der zusammengesetzte Index fiel im Juni auf 53,6 von 55,7 im Mai. Der PMI für den Dienstleistungssektor fiel von 56,5 im Vormonat auf 54,0. Erwartet worden war ein Rückgang auf 53,5.

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