Volkswagen-Aktie: Es geht um alles oder nichts!

Was Anlegern gefällt, ist oftmals ein Desaster für die Belegschaft. Am Mittwoch wurde das erneut deutlich – am Beispiel Volkswagen.

Dass die Interessen von Mitarbeitern (Joberhalt) und Anlegern (weniger Personalkosten) oftmals diametral auseinandergehen, ist hinlänglich bekannt. Neustes Beispiel: Volkswagen.

Am Mittwoch berichtete das „Handelsblatt“ über Äußerungen des VW-Chefs Herbert Diess. Der Manager soll bereits Ende September gegenüber dem Aufsichtsrat offen darüber nachgedacht haben, in Deutschland weitere 30.000 Stellen abzubauen.

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Der Kahlschlag würde ein Viertel der hiesigen Belegschaft betreffen. Eine Hiobsbotschaft, die bei den Mitarbeitern freilich alles andere als gut ankommt. Noch in der Aufsichtsratssitzung soll Diess heftigen Gegenwind erfahren haben, berichtete das „Handelsblatt“.

Volkswagen-Aktie: Anleger heben den Daumen

Bei den Anlegern allerdings sorgte die Meldung für Optimismus. Die VW-Aktie verzeichnete am Mittwoch ein Plus von 4,2 Prozent auf 196 Euro (Stand: 15:00 Uhr). Der Grund für die Aufwärtsbewegung ist wohl die Argumentation, die Diess für seine Erwägung heranzieht.

In der Aufsichtsratssitzung soll der Volkswagen-Boss nämlich betont haben, dass man solch enorme Stellenstreichungen forcieren müsse, um den Konzernumbau mit Blick auf die Elektromobilität stemmen und gleichzeitig die Konkurrenzfähigkeit erhalten zu können.

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Diess brachte als Beispiel auch seine Tätigkeit bei BMW ins Spiel. Für die Münchner leitete der Automanager unter anderem Fabriken in Oxford und Birmingham. Laut „Handelsblatt“ skizzierte Diess gegenüber den Aufsichtsräten den Niedergang des Werks in Birmingham als warnendes Beispiel.

Damals hätten der BMW-Konzern und die Gewerkschaften die nötigen Umbaumaßnahmen blockiert, weshalb die Fabrik schließlich nicht mehr konkurrenzfähig gewesen sei.

Anleger hoffen, Mitarbeiter zittern

Ob sich Diess am Ende mit dem Job-Kahlschlag bei Volkswagen in dieser Höhe durchsetzen kann, bleibt natürlich fraglich. Die Anleger jedenfalls dürften weiterhin auf Kosteneinsparungen beim Personal und Effizienzmaßnahmen hoffen, während die Mitarbeiter um ihre Arbeitsplätze bangen müssen.

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