Virgin Galactic

Virgin Galactic und Co.: Diese 3 Space-Aktien haben das ultimative Raketen-Potenzial!

Virgin Galactic

Als Neil Armstrong am 20. Juli 1969 als erster Mensch den Mond betrat, schlug die öffentliche Begeisterung für die Raumfahrt praktisch über Nacht in Ekstase um. Doch der Enthusiasmus verflog alsbald wieder. Zwar hatte die US-Organisation NASA für die darauffolgenden Jahre großspurige Fortschritte in Sachen Raumfahrt angekündigt. Darunter: eine Reise zum Mars oder eine Mondbasis.

In die Tat umgesetzt wurde das Ganze aber nicht. Der Grund: Solche Raumfahrtprojekte verschlingen Unmengen an Steuergeldern, die nach Auffassung vieler Kritiker nicht ins Weltall geblasen werden sollten. 1992 hatte zum Beispiel der ehemalige US-Präsident George Bush (Senior) eine Marsmission verworfen, da diese mit 400 Milliarden Dollar zu Buche geschlagen hätte.

Auch deshalb hatten Experten bereits vor Jahrzehnten gefordert, die Raumfahrt unter staatlicher Aufsicht zu privatisieren. Die Vorteile liegen freilich auf der Hand: Durch üppige Investorengelder und den Wettbewerb würde sich dadurch ein neuer Markt bilden, der den lahmenden Weltallfortschritt endlich beschleunigen würde. Und das ohne eine übermäßige Belastung des Steuerzahlers.

Was vor einigen Jahrzehnten noch Zukunftsmusik war, ist heute Realität. Etliche Start-ups und Konzerne buhlen inzwischen regelrecht um die Vormachtstellung im All. Als sehr junger Markt verfügt die private Raumfahrt schließlich über schier unbegrenztes Wachstumspotenzial. Die unendlichen Weiten als langfristige Geldquelle also.

Dabei geht es natürlich nicht nur um den Weltraumtourismus, dessen Durchbruch wohl noch einige Zeit beanspruchen wird. Auch bei den Satelliten, für die globale Kommunikation und Wirtschaft längst unabdingbar, sind die privaten Unternehmen mittlerweile federführend.

Im Folgenden wollen wir Ihnen 3 börsennotierte Raumfahrt-Firmen vorstellen, deren Geschäft besonders zukunftsfähig ist.

Virgin Galactic – Bransons Weltraumtrip

Im Bild: das erst vor wenigen Wochen vorgestellte, neue Virgin-Raumschiff „VSS Imagine“. Die „Imagine“ ist die Nachfolgerin der bereits in der Testphase befindlichen „VSS Unity“. (Bild: Firmenpräsentation)

Das 2004 gegründete US-Unternehmen Virgin Galactic ist Teil der Virgin Group und gehört somit zum Firmenimperium des Milliardärs Richard Branson. Ähnlich wie seine Milliardärskollegen Elon Musk und Jeff Bezos will der Visionär Branson in Sachen Weltraumtourismus hoch hinaus.

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2019 ging Virgin Galactic an die Börse. Ein Schritt, den Musk und Bezos mit ihren jeweiligen Raumfahrtfirmen SpaceX und Blue Origin bisher noch nicht gewagt haben. Virgin Galactic ist damit derzeit das einzige nennenswerte börsennotierte Unternehmen, das sich dem Weltraumtourismus verschrieben hat.

Klar: Noch schreibt Virgin Galactic keine Gewinne. Und auch die Umsätze sind kaum der Rede wert. Die Anleger konzentrieren sich deshalb eher auf die Zukunft. Erst Ende Mai hatte das Raumflugzeug „VSS Unity“ erfolgreich einen bemannten Testflug absolviert. Die Aktie sprang daraufhin in die Höhe.

Bereits 2022 will Virgin Galactic erste Flüge mit Touristen anbieten. Die Nachfrage scheint jedenfalls da zu sein, wenngleich der Ottonormalbürger von einer Reise ins Weltall weiterhin wohl nur träumen dürfte. Laut Branson sollen sich insgesamt mehr als 600 Menschen eines der rund 250.000 Dollar teuren Tickets gekauft haben, darunter viele Prominente.

Langfristig will der Visionär die Kosten für Weltraumtrips signifikant reduzieren, damit größere Bevölkerungsschichten daran teilnehmen können. Wann die Reduktion erfolgen und wie stark diese ausfallen wird, verriet Branson allerdings nicht.

Anleger sollten sich also im Klaren sein, dass die Aktie eine sehr langfristige Wette ist. Hinzu kommt, dass gerade im Bereich der privaten Raumfahrt mit Rückschlägen zu rechnen ist. Diese könnten die Aktie kurz- bis mittelfristig unter Druck setzen.

SES – der Satellitenprimus

Satellitenschüsseln vor der SES-Zentrale in Luxemburg. (Bild: Kent Johansson/shutterstock.com)

Wesentlich stabiler zeigt sich hingegen das luxemburgische Unternehmen SES. Der Konzern ist der größte Satellitenbetreiber der Welt. SES ist zum Beispiel für das Astra-Satellitensystem verantwortlich. Durch etliche Übernahmen anderer Betreiber erreicht der Konzern nach eigenen Angaben inzwischen fast die gesamte Weltbevölkerung.

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SES stellt somit mit seinen mehr als 50 geostationären Satelliten das Grundgerüst moderner Kommunikation bereit. Sowohl in der Luft, als auch auf See und an Land greifen unzählige Menschen jeden Tag auf die Satelliteninfrastruktur der Luxemburger zurück.

Neben den Satelliten selbst betreibt SES auch das Dienstleistungsunternehmen HD Plus GmbH. Die Tochterfirma bietet für Zuschauer privater Fernsehsender ein kostenpflichtiges Upgrade auf High Definition.

Zudem ist SES im Bereich Satelliteninternet aktiv. Bereits seit einigen Jahren bietet der Konzern über seine Tochter SES Broadband Internetzugang via Satellit an. Das Angebot dient dazu, in unterversorgten Gebieten ohne andere Internetanschlussmöglichkeiten einen schnellen Zugang ins Netz zu ermöglichen.

Allerdings muss sich SES hier in den kommenden Jahren auf immensen Wettbewerb einstellen. Längst forciert zum Beispiel auch Elon Musk mit seiner Raumfahrtfirma SpaceX ein gigantisches Satellitennetzwerk, das künftig weltweiten Internetzugang bieten soll.

Und wie läuft es bilanziell? Im ersten Quartal 2021 erzielte SES einen Umsatz von 436 Millionen Euro. Vor allem das Betriebsergebnis EBITDA war mit 268 Millionen Euro relativ gesehen sehr stark. Die EBITDA-Marge des Konzerns belief sich dank einer deutlichen Senkung der Betriebskosten auf lukrative 61 Prozent.

Nach eigenen Angaben hat der Konzern bereits 85 Prozent der Umsatzprognose für 2021 (1,76 – 1,82 Mrd. €) unter Vertrag. Für die kommenden Jahre rechnet SES angesichts der zunehmenden Wichtigkeit globaler Kommunikationswege mit kontinuierlichen Umsatzsteigerungen.

OHB – Deutschlands Space-Tech-Konzern

Das Modell des Dream Chaser Cargo Systems auf dem OHB-Messestand der ILA Berlin (Bild: Sergey Kohl/shutterstock.com)

Bereits seit 1985 ist das Bremer Unternehmen OHB in der Raumfahrt aktiv. Der Konzern gilt als eines der führenden Tech-Unternehmen in diesem Bereich und als erster börsennotierter Raumfahrtkonzern Deutschlands.

In drei Unternehmensbereichen bedient OHB seine internationale Kunden mit anspruchsvollen Lösungen und Systemen. Das Flaggschiff des Konzerns ist das Satellitengeschäft. OHB liefert zum Beispiel für die europäische Raumfahrtbehörde ESA die sogenannten Galileo-Satelliten. Diese dienen ähnlich wie GPS der Navigation.

Neben dem Bau der Satelliten bietet OHB auch Systemlösungen für bemannte und unbemannte Raumfahrtmissionen. Experten des Konzerns haben unter anderem an diversen Shuttle- und Spacelab-Missionen mitgewirkt. Und auch beim derzeit größten Weltraumprojekt, der Internationalen Raumstation ISS, ist das Unternehmen maßgeblich beteiligt.

Zudem forschen OHB-Wissenschaftler in den Bereichen Grundlagenphysik sowie Astrophysik und beteiligen sich bei Missionen zur Nutzung extraterrestrischer Ressourcen. Derzeit arbeiten die Bremer Forscher in Zusammenarbeit mit europäischen und russischen Behörden an der Untersuchung des Mars mit dem Ziel, nach Leben auf dem roten Planeten zu suchen.

In den ersten drei Monaten 2021 erzielte OHB einen Umsatz von 188 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Das operative Betriebsergebnis EBITDA verbesserte sich um 5 Prozent auf 20,2 Millionen Euro. Der Nettogewinn stieg in Q1 um 7 Prozent auf knapp 7 Millionen Euro.

Aufgrund des hohen Auftragsbestands und der positiven Geschäftsentwicklung rechnet OHB für das Gesamtjahr sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn mit markanten Steigerungen.

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25. Apr
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ein gutes Zeichen, jetzt darf es langsam aber stetig Richtung 42$ laufen.
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„Space Race“ der Milliardäre Überholt Richard Branson Amazon-Gründer Jeff Bezos beim Flug ins Al
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Angesichts der zunehmenden Konkretisierung der Weltraumpläne, erster Erfolge und guter Presseauftrit
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