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Der US-Zinserhöhungszyklus verliert an Fahrt

Entwicklung des Leitzinses in den USA

Auf einen Blick:
  • Leitzinspolitik der US-Zentralbank
  • Konsumgüterpreise
  • Fiatgeldsystem

Auf seiner Sitzung hat der Rat der US-Zentralbank (Fed) den Leitzins weiter erhöht, und zwar um 0,75 Prozentpunkte auf eine Bandbreite von 3 ¾ bis 4 Prozent. Die Fed wird zudem fortfahren, ihre Bilanzsumme zu verringern (d. h. dem Bankensystem Zentralbankgeld zu entziehen).

Angesichts einer laufenden Inflation der Konsumgüterpreise von derzeit etwa 8 Prozent liegt der reale, d. h. der inflationsbereinigte Notenbankzins weiterhin tief im Negativbereich – so dass das Halten von US-Dollarguthaben und verzinslichen Schuldpapieren den Investoren herbe Verluste beschert.

Wie es zinspolitisch weitergehen wird, darüber hat Fed-Chef Jerome H. Powell auf der Pressekonferenz einige Anmerkungen gemacht: Zur Bemessung weiterer Zinsschritte wolle man zunächst auf die Wirkung schauen, die die bisherigen Zinsschritte auf das Wirtschafts- und Finanzgeschehen sowie die Inflation haben werden.(*) Diese Aussage lässt sich wie folgt interpretieren:

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Die Fed scheint signalisieren zu wollen, dass sie Dynamik ihrer Zinserhöhungen abbremsen wird. Der nächste mögliche Zinsschritt im Dezember wird vermutlich daher „klein“ ausfallen (also in Höhe von 50 oder 25 Basispunkten).

Die Fed hat jedoch noch nicht signalisiert (wie vermutlich viele Finanzmarktakteure insgeheim gehofft hatten), dass das Zinshoch im aktuellen Zinserhöhungszyklus schon erreicht sei. Vielmehr deutete Powell an, dass der Zins höher ausfallen müsse, als bisher erwartet. Eine restriktive Botschaft.

Aber vermutlich ist das Zinshoch schon näher gerückt als gedacht. Die steigenden US-Zinsen erhöhen bereits die Spannungen im internationalen Finanz- und Wirtschaftssystem – wie beispielsweise der stark aufwertende US-Dollar gegenüber den anderen bedeutenden Währungen zeigt (man denke hier zum Beispiel an die Wechselkurse von JPY, GBP und EUR gegenüber USD).

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Auch in der US-Wirtschaft zeigen sich bereits die Folgen der Zinserhöhungen, wie etwa im Häusermarkt. Hier haben Preise bereits im Juli begonnen zu fallen, die Verkaufszahlen gehen zurück. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed vielleicht sogar einen „Crash“ herbeiführen wird (wie in 2008), nimmt zweifelsohne zu.

Die Bewegungen auf den Finanzmärkten während und nach dem Fed-Zinsentscheid waren deutlich: S&P 500 -2,4%, EURUSD -0,5%, Gold -0,6%, Silber -1,95%). Der US-10-Jahreszins stieg um 3 Basispunkte auf 4,086%.

Angesichts der weiterhin weltweit hohen Inflation, die nicht so bald verschwinden wird, und anhaltend negativer Realzinsen empfehlen wird, zumindest einen Teil des Vermögens in physischem Gold und Silber zu halten – nicht zuletzt auch deshalb, weil die Edelmetalle eine Versicherung gegen den immer deutlicher sich abzeichnenden Niedergang des weltweiten Fiatgeldsystems darstellen.

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Dr. Thorsten Polleit | 19.01.2023

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