US-Zentralbank bleibt ihrer Inflationspolitik treu

Die US-Leitzinsen bleiben unverändert in ihrer bisherigen Bandbreite von 0,0 bis 0,25 Prozent. Das beschloss der Rat der US-Zentralbank (Fed) auf seiner jüngsten Sitzung.

Der Vorsitzende der Fed, Jerome H. Powell, erklärte in der Pressekonferenz, dass die US-Wirtschaftslage sich verbessert habe, und dass die Inflation angestiegen sei, beschwichtige jedoch, dass diese Preissteigerungen größtenteils „vorübergehende“ Effekte widerspiegele.

Selbst eine weiter anziehende Konsumgüterpreisinflation bedeutet aus unserer Sicht nicht eine baldige Abkehr von der Nullzinspolitik: Die US-Zentralbank hat zum einen angekündigt, dass sie die Inflation der Konsumgüterpreise „im Zeitablauf“ bei 2 Prozent pro Jahr liegt.

Zum anderen muss man sehen, dass eine höhere Inflation der Fed und der US-Administration natürlich durchaus gelegen kommt, denn sie sorgt dafür, dass die gewaltigen Schuldenberge (zumindest teilweise) entwertet werden – auf Kosten der US-Dollar-Halter.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Silber?

Nein, eine Diskussion über eine mögliche Einschränkung der Schuldpapierkäufe (im Fachjargon: „Tapering“) gab es im Fed-Rat nicht, so die Antwort Powells auf die Frage eines Journalisten. (Daraufhin drehten die Aktienmärkte sogleich ins Plus und der US-Dollar rutschte gegenüber dem Euro leicht ab.)

Die US-Geldpolitik bleibt also hyper-expansiv: Die Fed kauft weiter monatlich Staatsanleihen in Höhe von 80 und Hypothekaranleihen in Höhe von 40 Mrd. USD. Allein das entspricht betragsmäßig einer Ausweitung der US-Geldmenge M2 in Höhe von etwa 7,2 Prozent pro Jahr.

Anfang April 2021 lag die Zuwachsrate der Geldmenge M2 (auf das Jahr hochgerechnet) bei 31,9 Prozent – nach 16 Prozent im März und 18,1 Prozent im Februar. Ein gewaltiger Geldmengenzuwachs.

Anzeige

Gratis PDF-Report zu Silber sichern: Hier kostenlos herunterladen

Die Geldmengenausweitung finanziert vor allem das riesige US-Staatsdefizit, das sich in 2021 vermutlich auf 15 Prozent der Wirtschaftsleistung belaufen wird – und die gesamten Staatschulden auf etwa 127 Prozent der Wirtschaftsleistung steigen lassen wird.

Eine Abkehr von der Niedrig- beziehungsweise Nullzinspolitik ist sehr unwahrscheinlich – auch wenn die Fed natürlich immer wieder die Zinssteigerungssorgen in den Kreditmärkten anstacheln wird – im Bestreben, glaubwürdig zu erscheinen, um die bewusst herbeigeführte Geldentwertung möglichst nicht auffliegen zu lassen.

Unter diesen Bedingungen ist zu befürchten, dass das Inflationieren weitergeht – dass also die Preise für Konsumgüter und/oder Vermögensbestände (allen voran Aktien, Häuser und Grundstücke) weitergeht.

Edelmetalle

Die Preise für Gold und Silber leiden seit August 2020 vor allem unter den gestiegenen US-Kapitalmarktzinsen. Dass es in absehbarer Zeit aber wieder positive Realzinsen geben wird (dass also die Nominalzinsen über der Geldentwertungsrate liegen werden), ist aus unserer Sicht sehr, sehr unwahrscheinlich.

Die Fortführung der Inflationspolitik – nicht nur in den USA, sondern auch in anderen Währungsregionen – wird die Kaufkraft von US-Dollar, Euro und Co herabsetzen, sei es durch Konsumgüterinflation oder durch Vermögenspreisinflation.

Wenn es ein zentrales Risiko gibt für den Anleger, dann das Risiko, dass die Inflation höher ausfallen wird, als derzeit erwartet wird; denn eine einmal ansteigende Inflation werden die Zentralbanken kaum noch durch Zinserhöhungen bekämpfen können, ohne eine neuerlich Schuldenkrise größten Ausmaßes auszulösen; dadurch können sich die Inflationserwartungen und damit auch die tatsächlichen Preissteigerungen „hochschaukeln“.

Das Halten von physischem Gold und Silber ist und bleibt eine Möglichkeit in Aussicht, der Geldentwertung zu entkommen. Für langfristig orientierte Anleger sind die aktuellen Gold- und Silberpreise attraktiv: Sie empfehlen, eingegangen Positionen zu halten beziehungsweise zu erhöhen.

Kaufen, halten oder verkaufen – Ihre Gold-Analyse vom 25.05. liefert die Antwort:

Wie wird sich Gold jetzt weiter entwickeln? Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Anleger lieber verkaufen? Die Antworten auf diese Fragen und warum Sie jetzt handeln müssen, erfahren Sie in der aktuellen Gold-Analyse.

Kaufen, halten oder verkaufen – Ihre Gold-Analyse vom 25.05.2022 liefert die Antwort

Sichern Sie sich jetzt die aktuelle Analyse zu Gold. Nur heute als kostenlosen Sofort-Download!

Gold Analyse
  • Konkrete Handlungsempfehlung zu Gold
  • Risiko-Analyse: So sicher ist Ihr Investment
  • Fordern Sie jetzt Ihre kostenlose Gold-Analyse an

Mit der Anmeldung erhalten Sie kostenlosen Newsletter der
Finanztrends GmbH & Co. KG, MSM GmbH & Co. KG oder Gurupress GmbH.
Hinweis zum Datenschutz

Trending Themen

Warum die meisten Aktienhändler scheitern!

Erwartungen: Verstehen Sie Ihr Ziel. Verstehen Sie es wirkli...

Anlagemöglichkeiten: Keine Lust auf Aktien?

Falls Sie sich aufgrund der jüngsten Nachrichten über den ...

Dividenden-Aktien: Diese 6 sollten Sie kennen!

In Phasen der Börsenschwäche können Anleger immer noch Re...

Terra-Kollaps: Vitalik Buterin reagiert!

In einem Tweet am Samstag schlug der Ethereum-Experte Anthon...

Vorsorgetipps für Millennials: Darauf solltet ihr achten!

Nehmen wir an, Du fängst jetzt an, 100 Euro pro Monat zu in...

Wohnungsbau: Steigende Hypothekenzinsen!

Mehr Immobilienkäufer nahmen trotz steigender Zinsen Hypoth...

Inflation: Experten reagieren

Der SPDR S&P 500 ETF Trust SPY ist in den vergangenen Ta...

Tether: Löst sich vom Dollar?!

Der führende Stablecoin Tether verlor nach dem Kollaps von ...

NFT-Markt: Ein toter Markt?

Nachdem NFTs den Markt im Jahr 2021 im Sturm erobert hatten,...
Gold
XC0009655157
1.858,17 EUR
-0,45 %

Mehr zum Thema

Gold: Der Goldpreis in 10 Jahren
Andreas Opitz | Mo

Gold: Der Goldpreis in 10 Jahren

Weitere Artikel

DatumAutorLeser
14.05. Gold versus Aktien und US-Dollar Dr. Thorsten Polleit 314
GOLD VERSUS AKTIEN Vergleiche hinken, sagt man. Und das ist wohl auch so. Gerade bei Vergleichen, wie sich die Finanzmarktpreise im Zeitablauf entwickelt haben, ist daher Vorsicht geboten. Das gilt auch für die nachstehende Abb. 1. Sie zeigt die Preisentwicklung des Goldes (USD/oz) und des US-Aktienmarktindexes (Kursgewinne plus Reinvestition der Dividenden) von Januar 1999 bis zum 10. Mai 2022. Man…
28.04. Goldnachfrage in Q1 2022: Starke Belebung am Jahresanfang Dr. Thorsten Polleit 392
Am 28. April 2022 hat das World Gold Council die Goldmarktdaten für das erste Quartal 2022 veröffentlicht. Die Zahlen zeigen einen fulminanten Anstieg der Goldnachfrage zum Jahresanfang. Dies ist umso bemerkenswerter, da der Goldpreis in dieser Phase um rund 5 % höher lag als im Vorjahreszeitraum. Die gesamte Goldnachfrage weltweit stieg um 34 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 1.234,0 Tonnen an (das war der höchste Anstieg…
Anzeige Gold: Kaufen, halten oder verkaufen? Finanztrends 1281
Wie wird sich Gold in den nächsten Tagen und Wochen weiter entwickeln? Sichern Sie sich jetzt die aktuelle Gold-Analyse...
23.04. Gold: Top oder Flop? Lisa Feldmann 164
Liebe Leser, in der letzten Woche haben sich unsere Autoren den Stand der Dinge beim Gold einmal genauer angeschaut. Hier ihr Fazit: Der Stand! Die 2.000-Dollar-Marke konnte der Goldpreis zuletzt nicht überwinden und der Preis fiel um 1,5 Prozent. Kann es wieder aufwärts gehen? Die Entwicklung! Obwohl die anhaltenden Zinssteigerungen und der starke US-Dollar einen hohen Goldpreis nicht gerade unterstützen,…
21.04. Gold: Guter Rat ist teuer! Andreas Göttling-Daxenbichler 316
Die Entwicklung bei den Goldpreisen lässt sich derzeit besonders schwer einschätzen. An und für sich rechnen die meisten Beobachter damit, dass das Edelmetall sich weiter verteuern und in nicht allzu weit entfernter Zukunft neue Höchstmarken erreichen könnte. Schließlich tobt seit nun zwei Monaten ein Krieg im Herzen von Europa. Der bringt einen ganzen Rattenschwanz an Problemen und Unsicherheiten mit sich…

Gold Analyse

Kaufen, halten oder verkaufen – Ihre Gold-Analyse vom 25.05.2022 liefert die Antwort

Gold Analyse

Mit der Anmeldung erhalten Sie kostenlosen Newsletter der
Finanztrends GmbH & Co. KG, MSM GmbH & Co. KG oder Gurupress GmbH.
Hinweis zum Datenschutz