Uniper hat einen Weg aus seinem tiefen Loch herausgefunden. Der Versorger wird im laufenden Jahr wohl wieder Milliardengewinne einstreichen und damit einher gehen Fantasien, dass die Loslösung vom Staat als Eignerin schneller als gedacht kommen könnte. Allerdings schaffte Uniper die Wende längst nicht nur aus eigener Kraft.
Die besseren Zahlen sind zu weiten Teilen auf gesunkene Gaspreise zurückzuführen. Nachdem die Lieferungen aus Russland versiegten und Uniper teures Gas aus anderen Quellen zukaufen musste, geriet das Unternehmen in Schieflage. Es ist nie völlig auszuschließen, dass der Konzern wieder unter Druck geraten könnte.
Uniper blickt auf steigende Gaspreise
Mit einer Preisexplosion wie im vergangenen Jahr ist eher nicht mehr zu rechnen. Es zeigt sich aber derzeit, dass die Gaspreise wieder spürbar zulegen. Im 3-Monats-Vergleich ging es mit den Preisen um 16,4 Prozent in die Höhe und ein Ende dieser Entwicklung zeichnet sich bisher noch nicht ab.
Für Uniper ist das noch weit davon entfernt, existenzbedrohend zu werden. Dennoch ist es eine Erinnerung an die Anleger daran, dass die derzeitigen Erfolge nicht unbedingt auf dem stabilsten Fundament stehen. Denn wer kann schon ausschließen, dass hinter der nächsten Ecke nicht der nächste große Schock lauern könnte? Es bleibt stets ein gewisses Restrisiko.
Die Anleger sind zuversichtlich
Überstrahlt werden solche zugegebenermaßen abstrakte Befürchtungen derzeit aber vollständig von der Neuausrichtung, welche Uniper vor einer Weile vorstellte. Auf lange Sicht will das Unternehmen sich von Gas ohnehin unabhängig machen. Sorgen um die Preisentwicklung bei dem fossilen Energieträger treten da etwas in den Hintergrund. So gelingt es der Uniper-Aktie auch, die Schwankungen bei den Gaspreisen schadlos wegzustecken. Am Montagvormittag blieb es mi 6,22 Euro bei einem sehr ansehnlichen Kursniveau.
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