Trucking und Logistik Aktien: 5 Definierende Cyberattacken!

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Hacker haben die Transport- und Logistikbranche im Jahr 2020 hart getroffen. Viele der Cyberangriffe betrafen Ransomware – im Wesentlichen ein Mittel zur Erpressung.

Ransomware-Angriffe zielen darauf ab, so viel Betriebsunterbrechung wie möglich zu verursachen, indem Daten verschlüsselt werden. Die Hacker verlangen dann von den Opfern Geld, um den Zugang wiederherzustellen. Ransomware-Angriffe mit doppelter Erpressung nutzen zunehmend den Datendiebstahl und die Androhung der öffentlichen Freigabe – oder des Verkaufs – der Daten.

Die Lösegelder können in die Millionenhöhe gehen. Die Angriffe werden oft nie öffentlich, vor allem dann nicht, wenn sich Unternehmen für die Zahlung entscheiden. Unternehmen, die den Rat der Strafverfolgungsbehörden befolgen und sich weigern zu zahlen, müssen sich häufig mit den Folgen einer umfangreichen Offenlegung von Daten auseinandersetzen.

FreightWaves hat im Laufe des Jahres über eine Reihe von Ransomware- und anderen Cyberangriffen berichtet. Darunter waren Unternehmen mit Tausenden von LKWs und andere mit nur einer Handvoll. Hier sind fünf der wichtigsten davon.

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Bild: TQL

5. Total Quality Logistics: Sicherheitslücke entlarvt Partner-Spediteure

Was im Februar beim Frachtmakler Total Quality Logistics geschah, ist immer noch ein Rätsel. Das in Cincinnati ansässige Unternehmen gab bekannt, dass Hacker in sein IT-System eingedrungen waren und sensible Informationen einiger Spediteure kompromittiert hatten. Es führte sogar zu einer Klage eines Spediteurs, der Fahrlässigkeit bei dem Hacking-Vorfall behauptete. Das Unternehmen betonte, dass es sich bei dem Angriff nicht um Ransomware oder Malware irgendeiner Art handelte. Unabhängig davon, was hinter dem Hack steckte, bietet TQL ein abschreckendes Beispiel für die potenziellen Auswirkungen von Cyberangriffen über das Unternehmen selbst hinaus.

A tractor-trailer of a TFI International carrier. One of its parcel and courier subsidiaries was targeted in a cyberattack.

(Foto: Jim Allen/FreightWaves)

4. TFI International: Der hohe Preis des Nichtbezahlens

Ein Ransomware-Angriff im August zielte auf TFI International Inc. (NYSE:TFII), eines der größten Speditions- und Logistikunternehmen Nordamerikas. Während der Angriff selbst anscheinend nur die kanadischen Paket- und Kurier-Tochtergesellschaften von TFI, einschließlich Canpar, betroffen hat, sind die Auswirkungen erschütternd. Die Tochtergesellschaften mussten manuell sortieren. Am Ende kostete es TFI etwa 6 Millionen Dollar an vierteljährlichen Betriebseinnahmen. Es scheint, dass das Unternehmen die Angreifer nicht bezahlt hat, die daraufhin interne Daten ins Dark Web gestellt haben.

A tractor-trailer from Daseke. The trucking company was targeted in a cyberattack.

(Foto: Jim Allen/FreightWaves)

3. Daseke: Persönliche Daten von Truckern offengelegt

Der Ransomware-Angriff im August auf Daseke, das größte Tieflader-Unternehmen in den USA, schien nicht zu einer Betriebsunterbrechung zu führen, wie sie bei Forward Air Corporation (NASDAQ:FWRD) zu beobachten war. Aber die Conti-Ransomware-Bande stahl eine beträchtliche Menge an Daten von der Tochtergesellschaft E.W. Wylie und stellte sie ins Dark Web, offenbar als Reaktion auf die Weigerung des Unternehmens, das Lösegeld zu zahlen. Beunruhigenderweise enthielten sie umfangreiche persönliche Daten von aktuellen und ehemaligen Lkw-Fahrern. Laut dem letzten Quartalsbericht des Unternehmens hatte der Angriff keinen materiellen Schaden zur Folge.

A tractor-trailer from Forward Air. The trucking company was targeted in a cyberattack.

(Foto: Jim Allen/FreightWaves)

2. Forward Air: “Hades”-Ransomware-Bande bringt multimodale Unterbrechung

Das in Tennessee ansässige Speditions- und Logistikunternehmen wurde im Dezember von einer neuen und relativ unbekannten Ransomware-Bande namens Hades angegriffen. Der Angriff führte direkt oder indirekt zu weitreichenden Unterbrechungen in den öffentlichen und internen Systemen von Forward Air. Tagelang waren Kunden nicht in der Lage, Ladungen zu buchen. Obwohl Forward Air bei weitem nicht das größte Speditions- und Logistikunternehmen in den USA ist, stellt es ein wichtiges Bindeglied für die Frachtoperationen der Fluggesellschaften dar und hat keinen Konkurrenten, der sofort in der Lage wäre, die Lücke zu schließen. Während das Unternehmen auf dem besten Weg zu einem normalen Betrieb zu sein scheint, bleibt abzuwarten, ob Hades erfolgreich Daten gestohlen hat und wie es diese nutzen könnte. Von FreightWaves kontaktiert, lehnte es die Hackergruppe ab, über den Angriff auf Forward zu sprechen, war aber bereit, über Datenlecks in anderen Branchen zu diskutieren.

A tractor-trailer from CEVA Logistics. Its parent company CMA CGM was targeted in a cyberattack

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(Foto: Jim Allen/FreightWaves)

1. CMA CGM: Ein weltweit spürbarer Angriff

Der Ransomware-Angriff auf den französischen Schifffahrtsriesen und CEVA-Logistikeigentümer CMA CGM im September bot einen sehr öffentlichen Einblick in das, was Hacker in der Lieferkette anrichten können. Der Angriff wurde zunächst in einer Tochtergesellschaft des Schifffahrtsunternehmens entdeckt, aber als Reaktion darauf legte das Unternehmen schließlich seine gesamten IT-Kernsysteme lahm. Der größte Teil der Unterbrechung betraf den E-Commerce-Betrieb. Einige Funktionen waren zwei Wochen lang nicht erreichbar, aber die Auswirkungen spiegeln die globale Reichweite des Unternehmens wider. Im November gab CMA CGM bekannt, dass die Kosten des Angriffs bis zu 50 Millionen US-Dollar betragen könnten. Die Ragnar Locker Ransomware soll laut Lloyd’s List auf das Unternehmen abgezielt haben, aber die Hacker haben noch keine Daten öffentlich gemacht.

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