Thyssenkrupp: Soll der Staat einsteigen?

Soll der Staat bei der Stahlsparte von Thyssenkrupp einsteigen? Die Chefin der Krupp-Stiftung, Ursula Gather, würde eine solche Maßnahme begrüßen.

Es ist eine Frage, die schon seit Jahren im und außerhalb des Unternehmens kursiert: Wie geht es mit der Stahlsparte von Thyssenkrupp weiter?

Jetzt hat die Chefin der Krupp-Stiftung einen Vorschlag unterstützt, der schon seit Längerem im Raum steht.

Stahlsparte: Gather würde Staatseinstieg bei Thyssenkrupp begrüßen

Wie die „Rheinische Post“ (RP) am Sonntag berichtete, hat Ursula Gather einen möglichen Einstieg des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW) im Stahlgeschäft von Thyssenkrupp begrüßt. Eine Beteiligung des Landes könnte eine denkbare Option sein , sagte die Chefin der Krupp-Stiftung zur RP.

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Zwar seien Staatsbeteiligungen nie ganz einfach, weil die Politik in Interessenskonflikte kommen könne. „Auf der anderen Seite hat Nordrhein-Westfalen sicherlich ein großes Interesse daran, dass die notwendige Dekarbonisierung nicht zur Deindustrialisierung des Ruhrgebiets führt“, betonte Gather mit Blick auf die Wasserstoff-Strategie von Thyssenkrupp.

Thyssenkrupp will Stahlsparte abspalten

Gather begrüßte übrigens auch die Strategie von Thyssenkrupp-Chefin Martina Merz. Die Managerin hatte immer wieder durchsickern lassen, dass man eine Abspaltung der Stahlsparte forcieren wolle.

Allzu viele Details gibt es hierzu bislang allerdings nicht. Gut möglich, dass Thyssenkrupp auf der Hauptversammlung im Frühling über eine solche Abspaltung entscheiden lässt.

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Wann gibt es wieder eine Dividende?

Kritik äußerte die Chefin der Krupp-Stiftung indes an der Dividende des Stahlkonzerns – bzw. an deren Ausbleiben. „Für 2022 werden wir wie alle thyssenkrupp-Aktionäre wohl erneut auf eine Dividende verzichten, es wäre das dritte dividendenlose Jahr in Folge und das fünfte binnen zehn Jahren. Das kann selbstverständlich so nicht weitergehen“, monierte Gather im Gespräch mit der RP.

Die Stiftung setze nun darauf, dass es 2023 und 2024 wieder zu Ausschüttungen kommen werde. Immerhin: Gather betonte, dass Thyssenkrupp das Geldverbrennen bald hinter sich lassen könne. „Der Konzern ist für alle sichtbar dabei, den Mittelabfluss zu stoppen.“

Zur Einordnung: Die Krupp-Stiftung ist mit 21 Prozent an Thyssenkrupp beteiligt. Ursula Gather ist seit 2013 Kuratoriumsvorsitzende der Organisation.

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