Thyssenkrupp-Aktie: Die Talfahrt geht weiter!

Mit aktuell rund 5,00 EUR driftet die Thyssenkrupp-Aktie rasant weiter Richtung Süden. Das 2020er-Tief ist im Visier. Wird es von den Bären angelaufen?

Während die Thyssenkrupp-Aktie weiter Richtung Coronatief abrutscht, gab das Unternehmen bekannt, zusammen mit BP eine Absichtserklärung zur Entwicklung der langfristigen Versorgung unterzeichnet zu haben. Man möchte kohlenstoffarmen Wasserstoff und Strom aus erneuerbaren Energien nutzen, um die Stahlproduktion zu bewerkstelligen.

Immerhin verursacht ThyssenKrupp Steel 2,5 % der CO₂-Emissionen in Deutschland, hauptsächlich am Standort Duisburg. Perspektivisch möchte ThyssenKrupp die Stahlherstellung klimaneutral aufstellen. Die Versorgung soll mit blauem und grünem Wasserstoff sowie mit Strom aus Wind- und Solarenergie realisiert werden.

Wie sehen die Umsätze aus?

Die Quartalszahlen zeigen auf, dass sich die Umsätze im Bereich von etwa 9.000 bis 10.000 Millionen EUR aufhalten. Eine sonderliche Steigerung gibt es also innerhalb der letzten Quartale nicht. Jedoch ist beim Betriebsergebnis (EBIT) eine Steigerung von rund 250 auf etwa 800 Millionen EUR entstanden. Wie in der unten stehenden Grafik zu sehen ist, soll das EBIT allerdings zum Ende des Jahres wieder Richtung 350 Millionen EUR abfallen. Eine ähnliche Situation ist beim Nettoergebnis und Nettomarge zu beobachten. Dieser Hinweis zeigt an, die Geschäftszahlen für die Thyssenkrupp-Aktie werden sich den Prognosen zufolge wieder verschlechtern.

Geschäftsjahr Ende: September2021 Q32021 Q42022 Q12022 Q22022 Q32022 Q4
Umsatz18 6769 4419 02310 59910 2639 248
EBITDA15784686021 037975610
Betriebsergebnis (EBIT)1266232378802723343
Umsatzrendite3,07%2,46%4,19%7,57%7,04%3,71%
Vorsteuerergebnis (EBT)22489,0203710
Nettoergebnis1125116106565455175
Nettomarge1,44%1,23%1,17%5,33%4,43%1,89%
Gewinn pro Aktie20,200,190,170,910,790,41
Dividende pro Aktie
Datum Veröffentlichung11.08.202118.11.202110.02.202211.05.2022
Quelle: marketscreener.com 1 EUR in Millionen 2 EUR

Entsteht ein Gewinn pro Aktie? In ein Unternehmen zu investieren, welches profitabel ist, ist die Freude eines jeden Anlegers. Ein Gewinn pro Aktie wird generiert. Allerdings ist auch hier zu bemerken, dass relativ starke Schwankungen vonstattengehen. Während noch zum 10. Februar ein Gewinn pro Thyssenkrupp-Aktie von 0,17 EUR gemeldet wurde, lag er zum 11. Mai bereits bei 0,91 EUR. Zum Ende des Geschäftsjahres steht ein wiederholtes Abschmelzen des Gewinns an. Kein gutes Zeichen!

Die Preisentwicklung der Thyssenkrupp-Aktie (Chartanalyse)

Die charttechnische Lage ist zuletzt sehr stark angespannt. Bereits zum Ende des letzten Jahres kam es zu einem Drehen des Kurses und zu dem Unterschreiten wichtiger gleitenden Durchschnitte. Im weiteren Verlauf ist die relevante Unterstützung von 7,60 EUR unterschritten worden. Der Kurs der Thyssenkrupp-Aktie rutschte im Tief auf 4,82 EUR ab und befindet sich damit im Preisbereich des Coronatiefs. Auch die gleich folgende Trendanalyse zeigt einen Bärenmarkt an.

Um die Situation nun ins bullische zu drehen, bedarf es zunächst einer Bodenbildung. Wie bei vielen Aktien schlägt die Gesamtmarktstimmung durch. Zudem belasten insbesondere Effekte des möglichen Ausfalls von Gaslieferungen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es direkt weiter Richtung 4,00 und sogar bis zum Coronatief von 3,28 EUR abwärtsgeht. Aus dieser Sicht heraus kann für eine Investition in die Thyssenkrupp-Aktie vorerst eine Verbesserung der charttechnischen Ausgangslage abgewartet werden.

Der Linien-Chart von der Thyssenkrupp-Aktie (D1)

Der Linien-Chart von der Thyssenkrupp-Aktie (D1)
Thyssenkrupp-Aktie | Quelle: finanztrends.de

Nun eine Trendanalyse (D1) für die Thyssenkrupp-Aktie

Macd Oszillator: An dieser Stelle wird bei dem Oszillator untersucht, ob die Signal-Linie über der Trigger-Linie ist. Zusätzlich auch, ob der Macd über null notiert. Von insgesamt 10 Macd Analysen ist nur eine positiv. Hier muss man davon sprechen, dass dies sehr bärisch ist.

Gleitende Durchschnitte: Es wird noch analysiert, ob bei der Thyssenkrupp-Aktie die GDs steigend sind. Denn steigende GDs machen einen Aufwärtstrend aus. Von insgesamt 10 gleitenden Durchschnitten ist nicht ein einziger steigend. Insofern ist das als sehr bärisch zu bezeichnen. So geht es nicht weiter!

Parabolic SAR Indikator: Als Letztes muss geprüft werden, ob sich der Schlusskurs oberhalb vom Indikator befindet. Falls ja, so ist ein valider Aufwärtstrend gegeben. Von insgesamt 10 Parabolic SAR Auswertungen sind nur 2 positiv. Insofern ist das als sehr bärisch zu bezeichnen.

Die Auswertung der Trendanalyse

13.07.2022: Jetzt widmen wir uns der Gesamtauswertung. Alles zusammen sind es 30 Kriterien, davon sind 3 als positiv zu bezeichnen. Das sind lediglich 10,00 %. Deswegen wird der Status hier auf „Sehr Bärisch“ gesetzt. Aus diesem Blickwinkel ist es klug, mit dem Einstieg in die Thyssenkrupp-Aktie zu warten, bis die Analyse ein besseres Ergebnis bringt.

Welche Ansicht vertreten die Analysten der Thyssenkrupp-Aktie?

  • Die Anzahl der Analysten, die sich mit dem Unternehmen beschäftigen, ist 11.
  • Im Mittel geben sie eine Kaufempfehlung aus.
  • Das durchschnittliche Kursziel ist bei rund 13,00 EUR zu finden. (Eine Chance von 140 %.)
  • Das obere Ende ist sogar bei 17,60 EUR zu finden. (Dies entspricht einer Preissteigerung von 232 %.)
  • Innerhalb der letzten Monate scheinen sich die Analysten jedoch einig zu sein, denn das mittlere Kursziel für die Thyssenkrupp-Aktie befindet sich auf einem Jahrestief.

Die letzte Analyse ist von Barclays. Die britische Investmentbank hat das Kursziel für Thyssenkrupp von 9,00 auf 5,40 Euro gesenkt und die Einstufung auf „Underweight“ belassen. Der Margendruck auf Rohstoffwerte nehme bei steigenden Kosten zu, schrieb Analyst Amos Fletcher.

Fazit: Die Gemengelage ist als negativ zu bezeichnen. Zum einen werden die Prognosen bezüglich Umsatz und Gewinn zum Jahresende abgesenkt und zum anderen ist die charttechnische Situation als desaströs zu bezeichnen. Falls Sie noch nicht in der Thyssenkrupp-Aktie investiert sind, so bietet es sich an, zunächst eine Verbesserung der Gemengelage abzuwarten.

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