Tesla-Aktie: Licht und Schatten!

Die Tesla-Aktie hatte zuletzt einen sichtlich schweren Stand an den Börsen. Dennoch gibt es weiterhin viele gute Gründe, um hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken.

Allen Unkenrufen zum Trotz legte die Tesla-Aktie in den vergangenen Jahren eine beispiellose Performance aufs Parkett. Zeitweise schwoll der Börsenwert auf mehr als eine Billion US-Dollar an und ließ damit sämtliche Konkurrenten alt aussehen. Ganz so hoch ist die Bewertung mittlerweile allerdings nicht mehr.

In der jüngeren Vergangenheit geriet die Tesla-Aktie vermehrt unter Druck. Das ist zum einen auf anhaltende Probleme in den Lieferketten und die allgemein miese Stimmung an den Aktienmärkten zurückzuführen. Zum anderen belastet aber auch CEO Elon Musk gerne mal den Kurs, indem er große Aktienpakete verkauft. Zuletzt ist das mutmaßlich geschehen, um die angepeilte Übernahme von Twitter stemmen zu können.

Mittlerweile steht die Marktkapitalisierung von Tesla bei rund 750 Milliarden Dollar und damit ging es mit dem Kurs seit Jahresbeginn um etwas mehr als 30 Prozent bergab. Das klingt erstmal wenig erfreulich, bewegt sich aber in diesen Zeiten noch im Rahmen.

Tesla hängt sie alle ab

Zudem übertrifft Tesla auch jetzt noch die Bewertung anderer Branchengrößen um Längen und lässt sich besser mit Tech-Giganten wie Microsoft als mit anderen Autokonzernen vergleichen. Ein Blick auf die aktuellen Bewertungen der größten Autohersteller weltweit verdeutlicht das sehr schön.

Unternehmen Marktkapitalisierung (17.5.2022)
Tesla 750,5 Mrd. USD
Toyota 218,8 Mrd. USD
Volkswagen 100.9 Mrd. USD
General Motors 54,1 Mrd. USD
Ford 52,5 Mrd. USD
Hyundai 30,0 Mrd. USD

Tesla schafft es also mal eben, den kombinierten Wert der nächsten fünf Autohersteller um annähernd das Doppelte zu übertreffen. Ob das für glorreiche Zukunftsaussichten oder schlicht für eine himmelhochschreiende Überbewertung spricht, darüber gehen die Meinungen auseinander. Die Auslieferungszahlen an sich sind es aber nicht, welche für die hohen Aktienkurse sorgen. Denn die bleiben hinter der Konkurrenz weiterhin ein gutes Stück zurück.

Die Weichen sind gestellt

Im Jahr 2021 lieferte Tesla nicht ganz eine Million Fahrzeuge aus. Das ist für ein solch junges Unternehmen bereits beachtlich und nicht allzu weit entfernt von Zahlen, die bekannte Marken wie Mitsubishi oder Mazda auf die Beine stellen. Allerdings setzte Volkswagen im gleichen Zeitraum 8,9 Millionen Fahrzeuge ab, wenngleich die sich freilich nicht ausschließlich in der gleichen Preisklasse befanden.

Dennoch ist hier eine gewisse Diskrepanz festzustellen und die hohen Kurse bei Tesla resultieren letztlich auch aus der Hoffnung heraus, dass der US-Hersteller bei den Auslieferungszahlen noch deutlich zulegen wird. Die Voraussetzungen dafür werden derzeit geschaffen. Erst vor Kurzem eröffneten neue Werke in Texas und Grünheide, die künftig massiv zur Produktion beitragen sollen.

Letztere Fabrik bleibt laut Informationen von „Teslamag“ allerdings bisher etwas hinter den Erwartungen zurück. So wollen Insider in Erfahrung gebracht haben, dass momentan lediglich 86 Model Y täglich das neue Werk in Brandenburg verlassen. Das ursprünglich angestrebte Ziel von 100.000 Fahrzeugen im Jahr wird damit kaum erreicht werden können. Im zweiten Halbjahr soll die Produktion aber wohl deutlich hochgefahren werden, was aktuell auch bitter nötig ist.

Tesla bleibt schwer gefragt

Tesla mag hier und dort so einige Problemchen haben. Was die Nachfrage angeht, kann davon aber kaum die Rede sein. Tatsächlich sprach Elon Musk erst kürzlich in einem Interview davon, dass diese die Produktionskapazitäten „irrsinnig“ überschreite. Nun lässt sich das freilich auch als ein Problem bezeichnen, es dürfte aber ein Luxus-Problem sein.

Je nach Modell fallen die Lieferzeiten bereits jetzt sehr lange aus. Wer heute einen neuen Tesla bestellt, wird sich darauf einstellen müssen, darauf ein Jahr oder sogar noch länger zu warten. Um das in den Griff zu bekommen, denkt der Hersteller wohl bereits über einen möglichen Annahmestopp bei Bestellungen nach. Das zeigt einmal mehr, wie schwer gefragt die elektrischen Vehikel des US-Herstellers sind und zuletzt nahm die Popularität eher zu denn ab.

Die Herstellung gerät ins Stocken

Nun ist es löblich und richtig, dass Tesla bei der Produktion seine Kapazitäten kontinuierlich ausweitet. Allerdings kann auch der von Elon Musk geleitete Konzern nicht zaubern und kämpft derzeit mit den gleichen Herausforderungen wie die Konkurrenz. Die verfügbaren Produktionsstandorte können teils gar nicht richtig ausgelastet werden, da es an den benötigten Bauteilen fehlt. Durch den Krieg in der Ukraine hat sich das noch einmal verschlimmert.

Aus Sicht der Anleger ziehen dadurch dunkle Wolken auf. Denn ob Tesla, wie im ersten Quartal, im weiteren Jahresverlauf noch einmal neue Auslieferungsrekorde erreichen wird, erscheint eher fraglich. Damit steht auch über dem Aktienkurs ein großes Fragezeichen. Denn die Marktkapitalisierung zeigt sehr deutlich, dass die Erwartungen der Börsianer hoch sind. Jede noch so kleine Enttäuschungen könnte da schnell zu einem Einbruch an der Börse führen und so wird die Tesla-Aktie von einem hohen Risiko begleitet.

Wohin geht die Reise für die Tesla-Aktie?

Bleibt also die alles entscheidende Frage, wie es mit der Tesla-Aktie von hier aus weitergehen wird. Charttechnisch ist die Sache ziemlich eindeutig. Trotz der enormen Verluste der letzten Woche befindet das Papier sich weiterhin in einem langfristigen Aufwärtstrend und zumindest die Analysten rechnen nicht damit, dass sich daran allzu bald etwas ändern wird. Garantien für Kursgewinne gibt es freilich nie, doch es gibt einige Faktoren, die weiterhin für die Tesla-Aktie sprechen.

  • Enormes Interesse der Börsianer
  • Hervorragender Ruf
  • Teslas Margen übertreffen jene der Konkurrenz bei Weitem
  • Keine Anzeichen von Schwäche auf Nachfrageseite
  • Auf 5-Jahres-Sicht konnte die Tesla-Aktie sich um über 1.100 Prozent verbessern

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