TeamViewer-Aktie: Darum kann die Gemengelage nicht überzeugen!

Die TeamViewer-Aktie fällt auf neue Tiefpunkte ab, die US-Bank JP Morgan senkt das Kursziel deutlich zur Unterseite und auch die Finanzen überzeugen nicht.

Zuletzt haben sich die Analysten vermehrt neutral positioniert. Aktuell macht die Empfehlung von JP Morgan zu schaffen. Die US-Bank hat die TeamViewer-Aktie von „Overweight“ auf „Neutral“ abgestuft. Zudem wurde das Kursziel von 18,00 EUR auf jetzt nur noch 12,00 EUR zur Unterseite angepasst. Aus dieser Sicht heraus scheint nicht sonderlich viel Potenzial zu bestehen. Die Analystin Kathinka de Kuyper merkte in der jüngsten Studie an, das Geschäftsumfeld sei für den Hersteller von Computer-Fernwartungslösungen herausfordernd. Wie gestalten sich die Finanzdaten?

Wie sehen die Umsätze aus?

Der Blick auf die Umsätze zeigt auf, das Unternehmen hat einen stetigen Umsatzzuwachs zu verbuchen. So war er im Jahr 2021 bei 501 Millionen EURO und soll sich laut den Schätzungen dieses Jahr auf 575 Millionen EUR erhöhen. Die Aussichten sind bis 2024 sehr positiv. Allerdings stagnieren die Gewinne. Beispielsweise ist das Betriebsergebnis (EBIT) im Jahre 2021 auf nur noch 117 Millionen EUR abgesunken. Auch das Nettoergebnis hat sich von 2019 bis 2021 halbiert. Gemäß den Prognosen ist für die kommenden Jahre mit einer Erholung zu rechnen.

Schaut man sich die Margen an, so ist ein regelrechter Einbruch zu bemerken. 2019 konnte noch eine Marge von 26,62 % erzielt werden, während sie im Jahr 2021 auf 9,99 % abgesunken ist. Aber auch hier sollte sich die Lage verbessern können. Für Investoren, die noch nicht dabei sind, kann es sich anbieten, erste Position aufzubauen. Es sollte sich lohnen, die TeamViewer-Aktie sehr genau zu beobachten.

Geschäftsjahr Ende: Dezember201920202021202220232024
Umsatz1390456501575663766
EBITDA1182261257263307349
Betriebsergebnis (EBIT)1153164117149193233
Umsatzrendite39,2%36,0%23,4%26,0%29,0%30,4%
Vorsteuerergebnis (EBT)195,117085,4123166208
Nettoergebnis110410350,178,6111139
Nettomarge26,6%22,6%9,99%13,7%16,7%18,1%
Gewinn pro Aktie20,520,510,250,410,580,73
Dividende pro Aktie2
Datum Veröffentlichung10.02.202009.02.202102.02.2022
Quelle: marketscreener.com | 1 EUR in Millionen 2 EUR

Entsteht ein Gewinn pro Aktie? Der Gewinn pro Aktie ist eine wichtige Kennzahl, denn wenn die Gewinne stimmen, so ist auch ein Anstieg des Kurses der TeamViewer-Aktie gerechtfertigt. Allerdings ist es hier so, dass sich der Gewinn pro Aktie von 2020 auf 2021 halbiert hat. Derzeit verschlechtert sich also die Profitabilität des Unternehmens. Der Blick auf die Prognosen für die kommenden Jahre stellt sich allerdings positiv dar. Jedoch sollte man nicht vergessen, dass Prognosen leider auch enttäuscht werden können.

Die Preisentwicklung der TeamViewer-Aktie (Chartanalyse)

Die Preisentwicklung der TeamViewer-Aktie kann bereits seit etwa April 2021 nicht überzeugen. Nachdem es in eine Korrektur gegangen war, konnten sich die Bullen nicht behaupten und überließen den Bären das Ruder. Spätestens im Mai 2021 zeigten sich deutlich bärische Signale. Der Bärenmarkt liegt aktuell immer noch vor. Inzwischen ist es sogar so, dass neue mehrjährige Tiefstände generiert werden.

Aus der charttechnischen Lage heraus, bietet sich ein Kauf der TeamViewer-Aktie derzeit eher nicht an. Um auf steigende Kurse zu setzen, sollten die Kurse bereits ein wenig steigen. Deshalb darf gerne eine kleine Bodenbildung abgewartet werden. Mit Überschreiten der Kursmarke von etwa 14,00 EUR hellt die Lage stark auf.

Der Heikin-Ashi-Chart von der TeamViewer-Aktie (D1)

Der Heikin-Ashi-Chart von der TeamViewer-Aktie (D1)
TeamViewer-Aktie | Quelle: TradingView

Was sagt die Trendanalyse (D1) für die TeamViewer-Aktie?

Macd Oszillator: Bei dem wichtigen Indikator muss geprüft werden, ob die Trigger-Linie unter der Signal-Linie ist. Außerdem auch, ob sich der Macd über null befindet. Von insgesamt 10 Macd Analysen ist nicht eine positiv. Insofern ist das als sehr bärisch zu bezeichnen und muss sich ändern.

Gleitende Durchschnitte: Jetzt wird geschaut, ob bei der TeamViewer-Aktie die GDs steigend sind. Denn steigende GDs kennzeichnen einen Aufwärtstrend. Von insgesamt 10 gleitenden Durchschnitten ist nicht ein einziger steigend. Insofern ist das als sehr bärisch zu bezeichnen. So geht es nicht weiter!

Parabolic SAR Indikator: Es wird als Letztes noch analysiert, ob sich der Schlusskurs oberhalb vom Indikator befindet. Falls ja, so ist ein valider Aufwärtstrend gegeben. Von insgesamt 10 Parabolic SAR Auswertungen ist nur eine positiv. Damit ist das als sehr bärisch zu bezeichnen, hier drohen weitere Verluste.

Die Auswertung der Trendanalyse

27.06.2022: Nun zur Gesamtauswertung. Alles zusammen sind es 30 Kriterien, davon ist nur ein einziger als positiv zu bezeichnen. Das sind lediglich 3,33 %. Deswegen wird der Status hier auf „Sehr Bärisch“ gesetzt. Aus diesem Blickwinkel ist es klug, mit dem Einstieg in die TeamViewer-Aktie zu warten, bis die Analyse ein besseres Ergebnis bringt.

Welche Ansicht vertreten die Analysten der TeamViewer-Aktie?

  • Die Anzahl der Analysten, die sich mit der TeamViewer-Aktie beschäftigen, ist 13.
  • Die gemittelte Empfehlung lautet, „Aufstocken“.
  • Das durchschnittliche Kursziel ist bei rund 18,00 EUR zu finden. (Immerhin eine Chance von 66 %.)
  • Das höchste Kursziel liegt bei 24,50 EUR. (Eine Chance von 127 %.)
  • Die Experten setzen das Kursziel allerdings immer weiter zur Unterseite ab.
  • Die letzte Analyse ist von der US-Bank JP Morgan, welche das Kursziel rasant von 18,00 auf nur noch 12,00 EUR gesenkt hat.

Fazit – aus verschiedenen Gründen ist die fundamentale aus Sicht derzeit als negativ zu betrachten. Das Unternehmen scheint trotz der Rückgänge immer noch etwas zu hoch bewertet zu sein. Die Analysten setzen das Kursziel immer wieder zur Unterseite ab. Auch die Charttechnik zeigt auf, der Bärenmarkt hält weiterhin Einzug. Aus dieser Sicht heraus bietet es sich an, die TeamViewer-Aktie von der Seitenlinie her zu beobachten und auf eine bessere Gemengelage zu warten.

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