STS Group AG-Aktie: Geschäftsbericht 2021 veröffentlicht!

Mit einem Plus von 3,0% lag das Umsatzwachstum der STS Group zwar unter der Prognose für 2021, war aber aus Sicht des Managements dennoch zufriedenstellend.

  • Organisches Umsatzwachstum von 3,0% auf 242,0 mEUR (2020: 235,0 mEUR)
  • Bereinigtes EBITDA steigt um 12,4% auf 19,9 mEUR (2020: 17,7 mEUR)
  • Nettofinanzverschuldung zum 31. Dezember 2021 auf 12,2 mEUR reduziert (31. Dezember 2020: 22,9 mEUR)

Geschäftsbericht veröffentlicht

Die STS Group AG (ISIN: DE000A1TNU68), ein im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notierter globaler Systemlieferant für die Automobilindustrie, veröffentlicht heute ihren Geschäftsbericht und die geprüften Konzernzahlen für das Geschäftsjahr 2021.

Solides Ergebnis

Alberto Buniato, CEO der STS Group AG: ‚Insgesamt blicken wir auf ein solides Ergebnis zurück, obwohl das Geschäftsjahr 2021 erneut von der COVID-19-Pandemie geprägt war. Insbesondere die zweite Jahreshälfte war geprägt von der mehrheitlichen Übernahme und Integration der STS Gruppe in die Adler Pelzer Gruppe. STS und die Adler Pelzer Gruppe ergänzen sich in hohem Maße und bieten der gesamten Gruppe neue Chancen und Synergiepotenziale. Insbesondere für den geplanten Ausbau des Geschäfts in China sowie auf dem nordamerikanischen Markt bietet die Adler Pelzer Gruppe entsprechenden Rückenwind für zukünftiges Wachstum.‘

Die STS Group AG erzielte im Berichtsjahr 2021 einen Umsatz von 242,0 Mio. EUR nach 235,0 Mio. EUR im Vorjahr. Mit einem Plus von 3,0% lag das Umsatzwachstum zwar unter der Prognose für 2021 von rund 10%, war aber aus Sicht des Managements dennoch zufriedenstellend, da die ursprüngliche Prognose auf der Annahme basierte, dass das Chinageschäft auf dem hohen Niveau von 2020 bleiben würde. Der wesentliche Kernmarkt China hatte bereits 2020 den Trend einer belebten Nachfragedynamik im Nutzfahrzeugbereich vorweggenommen, so dass der Umsatz in China im Geschäftsjahr 2021 vor allem aufgrund eines schwachen vierten Quartals nicht wie ursprünglich erwartet auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden konnte. China bestätigte sich jedoch erneut als wichtiger Kernmarkt und trug maßgeblich zur Ertragslage der STS Gruppe bei. Das Segment Materials blieb beim Umsatz leicht unter dem Vorjahresniveau und erwirtschaftete ein negatives Ergebnis, was auf die Zuliefererkonsolidierung in der gesamten Automobilindustrie zurückzuführen ist. Im Segment Kunststoffe entwickelten sich sowohl Umsatz als auch Ergebnis positiv. Im Jahr 2021 erzielte das Segment Kunststoffe ein Umsatzwachstum von 16,7 %.

EBITDA verbessert

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich im Berichtsjahr aufgrund von Kosteneinsparungen auf 19,1 mEUR nach 14,7 mEUR im Vorjahr. Bereinigt um restrukturierungsbedingte Sondereffekte stieg das bereinigte EBITDA im Geschäftsjahr 2021 auf 19,9 mEUR (2020: 17,7 mEUR). Die bereinigte EBITDA-Marge erreichte mit 8,2% das erwartete hohe einstellige Niveau (2020: 7,5%).

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Für das Geschäftsjahr 2021 weist die STS Group AG ein positives Konzernergebnis von 1,8 Mio. EUR (2020: -15,9 Mio. EUR) aus. Das Konzernergebnis des Vorjahres war geprägt von Einmaleffekten aus dem Verkauf des Geschäftsbereichs Akustik und daher nicht vergleichbar mit der operativen Geschäftsentwicklung in den bestehenden Kernmärkten der STS Group AG.

Durch das positive Konzernergebnis erhöhte sich das Eigenkapital zum 31. Dezember 2021 auf 58,3 Mio. EUR gegenüber 51,5 Mio. EUR zum Bilanzstichtag 2020. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 29,2% (31. Dezember 2020: 27,5%). Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen zum Bilanzstichtag 28,3 Mio. EUR (31. Dezember 2020: 20,0 Mio. EUR). Im Berichtsjahr erwirtschaftete die STS Gruppe einen positiven Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit von 36,1 Mio. EUR gegenüber -1,6 Mio. EUR im Vorjahr. Die Nettofinanzverschuldung des Konzerns verringerte sich um 10,7 mEUR auf 12,2 mEUR zum 31. Dezember 2021 (31. Dezember 2020: 22,9 mEUR). Positiv wirkte sich der Anstieg der liquiden Mittel zum 31. Dezember 2021 aus, während sich die Darlehen an Dritte gegenläufig entwickelten.

Prognose 2022

Für das Geschäftsjahr 2022 geht der Vorstand aufgrund des anhaltenden Ukraine/Russland-Konflikts sowie des erneuten Anstiegs von COVID-19-Infektionen in China von einer eingeschränkten Prognosefähigkeit aus. Sollte die geopolitische Lage, insbesondere in Osteuropa, angespannt bleiben oder sich weiter verschlechtern, kann dies zu einer nachhaltigen Störung von Produktion, Lieferketten und Nachfrage führen. Sollte es nicht zu einer dramatischen Verschärfung und Ausweitung des Krieges und zu einer Aussetzung der Rohstofflieferungen kommen, erwartet der Vorstand einen leichten Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr. Die Entwicklung des Umsatzes wird sich auch auf das bereinigte EBITDA auswirken. Relevante Sonderaufwendungen sind für das Geschäftsjahr 2022 nicht geplant, so dass ein bereinigtes EBITDA in Höhe des EBITDA erwartet wird.

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STS Group AG
DE000A1TNU68
4,47 EUR
-0,22 %

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