Steinhoff: Neuer Crash?

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Liebe Leser,

am Dienstag ging es für die Aktie von Steinhoff erneut massiv nach unten. Die Ausschläge für diese Aktie sind in den vergangenen Tagen und Wochen immer härter geworden. Nun zeigt sich, dass die Vermutung, hier werde gezockt, richtig ist. Viele von Ihnen fragen sich, ob Steinhoff außergewöhnliche Chancen bietet. Andere fragen sich, ob Steinhoff verkauft werden sollte.

Steinhoff: Das steckt dahinter

Erst vor wenigen Tagen war vermeldet worden, dass das Unternehmen nun (endlich) einen Zahlungsaufschub bei den Gläubigern beantragen wolle. Die Frage, wie Gläubiger behandelt werden, beschäftigt Aktionäre, Investoren und Beobachter schon lange.

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Dies wiederum würde die Rechtsstreitigkeiten, die unverändert offen sind, befrieden. Auf der anderen Seite jedoch ist der Versuch, solche Rettungsmaßnahmen in die Wege zu leiten, nun oft genug nicht gelungen.

Vielmehr hat Steinhoff schon vor Monaten einen Vergleichsvorschlag gemacht. Die südafrikanischen Behörden waren dem Vernehmen nach darauf eingegangen. Daraufhin erwachte die Aktie wieder zum Leben, es entstand Hoffnung. Schon damals allerdings war klar, dass einige Gläubiger zurückhaltend sind und offenbar auch bleiben.

Dementsprechend überraschend ist es, wenn jetzt offenbar an den Börsen die große Hoffnung auf Besserung ausbricht. Dabei jedoch gab es eine neue Nachricht, die den Aktienkurs explodieren ließ.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte hatte den Bilanzen jahrelang ein Testat gegeben, das zumindest fragwürdig erscheint. Die Bilanzskandale hatten Steinhoff und seine Eigentümer bzw. auch Gläubiger erst in das aktuelle Milliarden-Loch geführt. Nun möchte sich Deloitte offenbar an den Schäden bzw. Vergleichen beteiligen.

70 Millionen Euro möchte Deloitte zahlen und keine „Haftung für die Kursverluste übernehmen“. Ein schönes Angebot? Wohl kaum, auch wenn die Börsen das anders sehen und dies kaum thematisiert wird.

Ein Vergleich ist ein Ausgleich verschiedener Interessen. Das Angebot von Deloitte wird darauf abzielen, dass die Vergleichsgegner auf Klagen – gerade wegen der Teste und damit einhergehender Kursverluste – verzichten. Aktuell geht es in den Klagen um rund 7 Milliarden Euro. 70 Millionen Euro entsprechen 1 % davon.

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Ein Sonderangebot für die Wirtschaftsprüfer, sofern sie ansonsten befürchten müssten, mit zu haften – was wiederum nicht so einfach zu beurteilen ist. Dennoch: Dies ist ein Grund dafür gewesen, dass der Kurs explodierte. Nun läuft die Notierung bereits wieder zurück. Es wäre nicht besonders erstaunlich, wenn sich die Verkäufe in den kommenden Tagen unter dem Strich fortsetzen werden.

Der Karren steckt in den Verhandlungen mit Gläubigern zumindest in der öffentlichen Wahrnehmbarkeit weiterhin tief im Dreck. Wer zocken möchte, kann dies natürlich angesichts der Schwankungen machen. Der Ausgang ist vollkommen ungewiss – im besten Fall.

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Steinhoff Forum

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angeblich nicht vorhandenen Aktien veranlasst mich Sie hier offiziell als Lügner deswegen zu betitel
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verfolgen Sie den Kursverlauf ca. 19 Uhr war die Aktie bei - 9,5 % im Handel....Sie sollten richtig
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Wo und wann du Lügner. Außerdem könnte dir das doch egal sein. Du hast doch gar keine Aktien. Wir
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