Steinhoff-Aktie: Was für ein Kracher!

Steinhoff - lange vergessen: Jetzt wird es spannend

Steinhoff konnte am Montag an den Aktienmärkten eine wichtige Kursmarke halten. Die Notierungen sind zwar um -1% nach unten geklappt, jedoch hat sich der Kurs in den vergangenen vier Wochen deutlich gefangen. Geht es endlich wieder aufwärts für den Konzern, der so viele Skandale produzierte?

Steinhoff: Alles, was Sie wissen müssen

Das Unternehmen hat in den vergangenen Wochen kaum neue Nachrichten am Markt unterbringen können. Die jüngsten Informationen kamen in der letzten Juni-Woche und betrafen das Geschäft im Wesentlichen kaum. Deshalb wissen Investoren derzeit zum Geschäft des Möbelkonzerns im Grunde recht wenig. Zuletzt meldete Steinhoff in der letzten Woche im Juni, dass der „Kerngewinn“ um 13 % gestiegen sei. Diese Kennzahl ist angesichts der Bilanzschwierigkeiten des Unternehmens allerdings deutlich mit Vorsicht zu genießen, wissen Analysten. Deshalb ist auch eine zweite Bemerkung von Steinhoff in diesem Zusammenhang relevant: Das Unternehmen meldete, dass seine Märkte in Zukunft mit einiger Sicherheit volatil bleiben würden. Der Ausdruck zeigt, dass die Unternehmung damit rechnet, keinen deutlichen Durchbruch im Kerngeschäft erzielen zu können.

Deshalb ist die hochverschuldete Company mit einiger Sicherheit wirtschaftlich noch immer nicht solide aufgestellt. Die Märkte haben keinen Anlass, an dieser Sichtweise aus sich selbst heraus noch etwas zu ändern.

Märkte sind und bleiben vorsichtig

Alles, was sich derzeit abspielt, sind allenfalls die Bewegungen an den Finanzmärkten selbst.

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Steinhoff ist mit einer Marktkapitalisierung von 645 Millionen Euro immer noch recht hoch bewertet, auch wenn der Kurs nominell mit dem Wert von 0,153 Euro ´günstig aussieht. Die Aktie muss mit der erwarteten Geschäftsentwicklung zumindest grob verglichen werden. Die Marketcap ist zu vergleichen mit dem Verlust von 1 Milliarden Euro im gesamten Jahr 2021. Dies könnte nun ein kleiner Anhaltspunkt dafür sein, warum die Märkte noch immer recht vorsichtig sind.

Das Unternehmen hatte sich mit einigen Gläubigern einigen können, seither jedoch kaum noch nennenswerte positive Nachrichten formulieren können. In diesem Sinne ist die positive Entwicklung in den letzten Wochen des Jahres 2021 an den Aktienmärkten nun schon wieder Geschichte. Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache und legen nahe, dass die Börsen derzeit Steinhoff nicht mit höchster Gewichtung positiv sehen.

Die Notierungen sind seit Jahresanfang mit -44 % nach unten gerauscht. Das ist enorm, nachdem die Notierungen insgesamt in einem Jahr noch mit einem Plus von +54 % ein positives Ergebnis anzeigen. Die Aktie ist allein in den vergangenen drei Monaten noch mit einem Wert von -19 % nach unten durchgereicht worden.

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Charttechniker verweisen darauf, dass die Aktie somit an allen Börsen, an denen sie gehandelt wird, deutlich im Abwärtstrend zu sein scheint. Die Charttechnik allerdings betont, dass die langfristigen Unterstützungen in Höhe von 15 Cent noch immer zu halten scheinen. Wenigstens dies gilt als gute Nachricht, nachdem derzeit wenig andere positive Informationen einzusammeln sind.

Traurig ist indes der Umsatz an den Börsen. In den ersten Stunden am Montag ist die Aktie mit einem monetären Volumen von weniger als 100.000 Euro gehandelt worden. Es gab zudem nur wenige Kursstellungen, also tatsächliche Handelsereignisse. Steinhoff ist über Tradegate am aktivsten gehandelt worden.

Wenn der Handel an den Börsen nicht hinreichend stark ist, wird auch die Kursfeststellung spekulativ sein, so die gängige Sichtweise. In diesem Sinne ist bei der Aktie von Steinhoff aus Sicht von Analysten weiterhin Vorsicht geboten. Charttechniker würden die Kombination aus Verlusten in den vergangenen Monaten und dem schwachen Börsenhandel als Makel betrachten.

Die Stimmung ist angespannt

Weder in den USA noch in Deutschland sind an den Börsenplätzen deutliche Hinweise auf eine zumindest technische Erholung zu sehen. Steinhoff befindet sich auch aus der Sicht der technischen Analyse klar im technischen Abwärtstrend. Die Zahlen belegen dies eindeutig.

Die Aktie musste zuletzt mit einem schwachen RSL (über 130 Tage), also einem angeschlagenen Relative-Stärke-Index kämpfen. Der liegt bei 0,766 und ist damit deutlich unter dem exakt neutralen Wert von 1. Die Aktie hat zudem den GD100, den mittelfristig bedeutenden Trend-Indikator, recht klar verloren. Die Notierungen sind mit einem Abstand von -13,6 % auf den mittelfristigen Signalgeber klar im Abwärtstrend.

Der langfristig wichtigste Indikator bleibt jedoch die 200-Tage-Linie. Auf den GD200 fehlen dem Kurs von Steinhof mittlerweile noch immer 17,8 %, um einen Trendwechsel herbeiführen zu können. Unter dem Strich also ist die Aktie aus dieser technischen Sicht noch klar im Abwärtstrend. Besserung ist trotz der jüngsten Erholung der Kurse kaum in Sicht.

Die nächsten Zahlen sind zudem bestenfalls in einigen Monaten zu erwarten, sodass die Aktie auch keine Impulse erwarten kann. Schließlich ist auch das Umfeld aus wirtschaftlicher Sicht nicht unbedingt günstig. Der Konzern muss mit einer hohen Inflationsrate und damit eingeschränkten Kaufmöglichkeiten des Klientels leben. Die Zinsen steigen weiter, sodass auch die Kreditvolumina des Zielpublikums mutmaßlich eingeschränkt sein werden. Kurz: Der zu erwartende Wirtschaftsabschwung wird gerade die Möbelbranche hart treffen. Auch dies dürfte der Markt aktuell bei dieser Aktie bereits überdeutlich einpreisen. Eine Erholung ist aus den Rahmenbedingungen heraus nicht unbedingt abzuleiten, so die Erwartung. Insofern wird es in den kommenden Tagen für Steinhoff möglicherweise spannend – die Marke von 0,15 Cent steht unverändert auf dem Prüfstand, heißt es bei einigen Analysten am Markt.

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Steinhoff
NL0011375019
0,15 EUR
0,90 %

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