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Stabilisierung der Kryptowährungen: Ein gutes Zeichen?

Den Aktienmarkt trafen die jüngsten makroökonimischen Entwicklungen härter als die Kryptos. Bildet sich bei Bitcoin & Co bereits ein verlässlicher Kursboden aus?

Auf einen Blick:
  • Bisher reagierten die Kryptomärkte verhalten auf die neuesten Zinserhöhungen.
  • Es könnte dennoch ein weiterer Abverkauf anstehen.
  • Interessierte Krypto-Käufer gehen aktuell ein vergleichsweise geringes Risiko ein.
  • Sollten die Finanzmärkte in der Krise ernsthaften Schaden nehmen, könnten die Kryptos zu den großen Gewinnern zählen.

Da kommende Woche mit der „World of Trading“ in Frankfurt (am Main) nach langer „Corona Pause“ endlich wieder eine Präsenz-Anlegermesse stattfindet, bin ich derzeit leider ziemlich eingespannt. Folglich fällt der heutige Newsletter etwas kürzer aus als üblich. Aber wie sagt der Volksmund so schön und richtig? In der Kürze liegt die Würze. Gehen wir daher doch am besten gleich in medias res!

Denn es gibt heute etwas, auf dass ich Sie, liebe Leserinnen und Leser, gerne hinweisen möchte. Zwar haben die Aktienmärkte zuletzt – spätestens nach der Klarstellung von Fed-Chef Jerome „Jay“ Powell in seiner Rede von Jackson Hole – wieder einen Ausverkauf erlebt. Dieser hat jedoch, anders als in der jüngsten Vergangenheit, die Krypto-Märkte nicht mehr so sehr getroffen.

Okay, bei der Nummer 2 der Krypto-Welt, dem zum Ethereum-Projekt gehörenden Ether, ging es zuletzt deutlicher abwärts. Aber hierfür gab es mehrere gute Gründe. So hatten viele Spekulanten im Vorfeld auf einen erfolgreichen „Merge“ – so hieß die Umstellung des Konsensalgorithmus von Proof-of-Work (PoW) zu Proof-of-Stake (PoS) – gewettet und behielten damit am Ende auch Recht.

Allerdings war es dann eben auch klar, ich hatte es in diesem Newsletter selbst geschrieben, dass damit Gewinnmitnahmen fällig werden würden. Genau diese gab es und setzten somit den Ether kurzfristig stärker unter Abgabedruck. Er hatte sich aber auch zuvor deutlich besser als die meisten andere Kryptos entwickelt, so dass er rein charttechnisch immer noch ganz brauchbar aussieht.

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Der Bitcoin (BTC) aber, als „Mutter aller Kryptowährungen“, konnte von den Bären bis dato noch nicht auf neue Verlauftiefs gedrückt werden. Und einige andere Kryptos, zuletzt zum Beispiel der zu Ripple gehörende XRP, hoben sogar kurzfristig ab. Doch warum weise ich an dieser Stelle eigentlich daraufhin? Befindet sich der Krypto-Markt etwa gerade in einer Bodenbildung, so wie zuletzt im Jahr 2019?

Nun, diese Frage würde ich mit einem klaren Jein beantworten. Grundsätzlich ist die zuletzt gesehene Kursentwicklung durchaus positiv. Denn keine neuen Tiefs geben den Kryptos tatsächlich die Chance auf eine Bodenbildung. Eine solche wäre die Grundvoraussetzung für bald auch wieder steigende Kurse. Aber so weit sind wir noch nicht. Es besteht durchaus noch die Gefahr, dass auch die Kryptos noch einmal ausverkaufen.

Ein Bull Case-Szenario…

Bevor ich jedoch gleich wieder auf die Kryptos zurückkomme, erst einmal eine klare Ansage an alle Aktienanleger. Hier ist die Korrektur meines Erachtens noch längst nicht abgeschlossen. Vielmehr beginnen einige Permabullen in den letzten Tagen gerade erst zu kapitulieren. Ich befürchte, dass es an den Aktienmärkten noch einmal einen finalen Sell Off („Ausverkauf“) benötigt. Dieser könnte für bis zu -20% in den großen Indizes führen.

Etliche Einzelwerte, gerade die ehemaligen Highflyer, würde das eher noch härter treffen. Prinzipiell bin ich auch noch nicht bullish für die Krypto-Märkte. Allerdings gibt es hier zwei Einschränkungen. Erstens dürften die Kryptos, die ja bis dato deutlich stärker gefallen sind als die Aktienmärkte, definitiv nicht mehr viel stärker als diese fallen. Im schlimmsten Fall trifft es beide Anlageklassen etwa gleich hart.

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Doch tatsächlich gibt es auch ein Bull Case-Szenario für Kryptos, dass Aktienanlegern gar nicht gefallen kann und wird. Die gewisse (relative) Stärke der Kryptos zuletzt könnte nämlich daher rühren, dass inzwischen wirklich immer mehr Menschen Angst vor einem totalen Kollaps des bestehenden Finanzsystems haben. Genügend Anlass für solche Sorgen jedenfalls gibt es zweifellos.

Denn die Inflationsraten sind zu hoch, die Notenbanken reagieren darauf mit stark steigenden Leitzinsen. Dies wiederum führt jedoch zu Verwerfungen an allen Ecken und Enden. Ob es die Turbulenzen an den Devisenmärkten, besonders beim Britischen Pfund, dem Euro oder auch dem Japanischen Yen sind. Oder der immer stärker drohende „Crash“ an vielen Immobilienmärkten, insbesondere auch am US-Immobilienmarkt (Stichwort: „Finanzkrise“).

Es könnte sein, dass einige Anleger tatsächlich ihre Rettung inzwischen nicht mehr in Edelmetallen wie Gold und Silber, sondern eben im virtuellen Gold und Silber à la Bitcoin und Co. sehen. Zumal die Kryptos, Stichwort: DeFi, immer noch das Potenzial besitzen, dass man mit ihnen ein neues Finanzsystem aufbauen kann. Ein totaler Kollaps des bestehenden Finanzsystems könnte also tatsächlich ein Bull Case, der Bull Case, für die Kryptos sein.

Kein Grund für Panik, kein Grund für Euphorie!

Niemand kann in die Zukunft schauen, auch ich nicht. Mark Twain soll daher gesagt haben, dass „Prognosen immer mit großen Unsicherheiten behaftet sind, insbesondere wenn sie die Zukunft betreffen!“. Daher kann ich weder garantieren, dass es zum Kollaps des bestehenden Finanzsystems kommt, noch dass Bitcoin und Co. davon tatsächlich profitieren. Aber man sollte es auf dem Schirm haben.

In der Vergangenheit haben „Finanzexperten“ aus Angst vor einem Kollaps des Finanzsystems immer gerne zu etwas Gold und Silber zur Absicherung geraten. Dies kann man nach wie vor so unterschreiben. Aber Bitcoin und Co. können tatsächlich ebenfalls eine Alternative sein. Daher sollte man vielleicht neben etwas physischem Gold und Silber auch den ein oder anderen Satoshi halten.

Zumal die Kurse der Kryptos ja arg am Boden liegen. Im „Worst Case“, so viel ist klar, können sich die Kryptos durchaus auch nochmals halbieren. Aber man kauft dennoch besser zu Bitcoin-Kursen von 18.500 US-Dollar als seinerzeit noch zu Kursen von knapp 70.000 US-Dollar. Selbst wenn es dann nochmals auf 10.000 US-Dollar geht, kann man dies aussitzen. Wer dagegen zu Höchstkursen eingestiegen ist, dürfte damit ein Problem haben.

On the long(er) run jedenfalls war es bis dato immer so, dass man mit guten Kryptos wie Bitcoin oder Ether am Ende auf der Gewinnerseite stand. Wenn man denn möglichst tief gekauft und etwas Geduld gehabt hat. Das sollte erneut so sein. Und wer weiß, vielleicht zieht man sogar am Ende doch noch das große Los. Denn käme es zu einem Kollaps unseres Finanzsystems, dann gnade uns Gott. Bitcoin can fix this!

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