Noch vor einem Jahr feierte SMA Solar Rekordaufträge, nun heißt das Stichwort Schadensbegrenzung. Der Quartalsbericht zum 8. Mai legte offen, wie heftig die Flaute im weltweiten PV-Markt zugeschlagen hat. Der Umsatz sank moderat auf 327,7 Millionen Euro, getragen von einem späten Run europäischer Installateure auf Speichersysteme, doch das operative Ergebnis sackte auf 11,4 Millionen Euro ab – ein Absturz um mehr als drei Viertel gegenüber dem Vorjahr.
SMA Solar Aktie Chart
Vorstandschef Jürgen Reinert rechnet für 2025 rechnet noch mit einem Umsatz zwischen 1,5 bis 1,65 Milliarden Euro, leicht unter den Konsensschätzungen. Das EBITDA soll sich zwischen 70 und 110 Millionen Euro bewegen, nachdem im Februar noch bis zu 210 Millionen Euro in Aussicht standen. Kurzfristige Gründe sind leicht benannt: höhere Lagerbestände bei US-Distributoren, zögerliche Nachfrage in Brasilien und die Furcht vor neuen EU-Schutzzöllen auf chinesische Module.
So reagiert die Börse!
Die Börse reagierte erst geschockt – das Papier rutschte auf ein 52-Wochen-Tief fing sich aber rasch. Im vergangenen Handelsmonat wird nun ein Gewinn von 47 Prozent ausgewiesen . Die Deutsche Bank Research hob das Kursziel sogar von 17 auf 19 Euro und verweist darauf, dass SMA trotz Margendruck weiterhin positive Free-Cashflows liefert und seine Lieferketten dank europäischer Fertigung weniger von Asientransporten abhängig sind. Kritischer bleibt die DZ Bank mit einem fairen Wert von 14 Euro; sie unterstellt, dass der jüngste Preisrutsch bei Wechselrichtern erst 2026 auslaufen wird.
Ein gutes Rezept?
SMA setzt gegen den Gegenwind ein klares Rezept: Der Konzern stockt Ausgaben für Forschung und Entwicklung um zehn Prozent auf, um Hybridinverter für Großspeicher schneller in Serie zu bringen, und prüft erstmals einen Servicevertrag für Industriekunden, bei dem Wartungspauschalen die volatile Hardwaremarge glätten sollen. Entscheidend ist allerdings, ob die Sommersaison eine Bestellwelle lostritt.
Bleibt sie aus, droht der SMA Solar-Aktie ein weiteres Ergebnisloch; ziehen Installateure nach, könnte sich das heutige Bewertungsniveau als antizyklische Gelegenheit entpuppen. Aktuell deutet das Orderbuch in Niestetal jedenfalls auf vorsichtig steigende Abrufe – ein zartes Signal, noch weit entfernt vom Boom der Vorjahre.
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