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Siemens-Aktie: Siemens Energy und Gamesa – wie es jetzt weitergeht!

Siemens ist über seine Beteiligung Siemens Energy an der Misere beim Windturbinenbauer Gamesa beteiligt. Letzterer will nun massiv auf die Kostenbremse treten.

Auf einen Blick:
  • Siemens musste auch wegen seiner Beteiligung an Siemens Energy zuletzt horrende Verluste hinnehmen
  • Der Grund: Siemens Energy wiederum ist an dem defizitären Windturbinenbauer Siemens Gamesa beteiligt
  • Nun soll Gamesa endlich umstrukturiert werden

Es war ein Desaster sondergleichen: Im August hatte Siemens für sein drittes Geschäftsquartal 2022 zum ersten Mal seit Ende 2010 einen Quartalsverlust mitteilen müssen. Und dieser fiel nicht gerade überschaubar aus.

So summierte sich der Fehlbetrag nach Steuern auf satte 1,5 Milliarden Euro. Neben dem teuren Rückzug aus Russland waren vor allem Siemens Energy bzw. Siemens Gamesa für die roten Zahlen verantwortlich.

Denn: Siemens ist mit 35 Prozent an Siemens Energy beteiligt. Der Energietechnikkonzern wiederum hält Beteiligungen an Siemens Gamesa. Und eben dieser Windturbinenhersteller steht seit Monaten schwer in der Krise. Das heißt: Nicht nur Siemens Energy ist von den Problemen bei Gamesa betroffen, sondern auch der Mutterkonzern Siemens selbst.

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Siemens Gamesa will jeden zehnten Arbeitsplatz streichen

Entsprechend schauen die Anleger von Siemens haargenau auf die Entwicklungen bei Gamesa. Nun gibt es hierzu neue Erkenntnisse. Demnach will Siemens Gamesa bis 2025 Tausende Arbeitsplätze streichen. Die Rede ist von 2.900 Stellen. Damit würde in etwa jeder zehnte Arbeitsplatz bei dem strauchelnden Windturbinenhersteller dem Rotstift zum Opfer fallen.

Allein in Dänemark sollen 800 Stellen wegfallen, in Spanien 475 und in Deutschland 300. Hierfür werde man mit den Arbeitnehmervertretern zusammenarbeiten.

Gamesa sieht in der Maßnahme einen wichtigen Meilenstein, um das Unternehmen effizienter aufzustellen. Der Windturbinenhersteller leidet seit einiger Zeit unter hohen Kosten, aber auch unter Materialengpässen. Deshalb hatte man zuletzt mehrfach die Prognose für das Geschäftsjahr 21/22 senken müssen.

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Siemens Energy übernimmt das Ruder: mehr Effizienz für Gamesa

Neben Personalstreichungen will Firmenchef  Jochen Eickholt auch die internen Strukturen und Technologien bei Gamesa vereinheitlichen. So soll es künftig nur noch ein Entwicklungsteam über alle Plattformen hinweg geben. Damit will man die Abläufe verschlanken und einfacher machen.

Eickholt war übrigens erst Anfang des Jahres zum Gamesa-Vorstandschef berufen worden. Der Manager war zuvor bei Siemens Energy tätig. Zudem war er als Krisenmanager bei der Deutschen Bahn aktiv gewesen.

Beobachter sehen die Personalie als deutliches Signal, dass Siemens Energy die Kontrolle bei Gamesa übernommen hat, um der strauchelnden Firma auf die Beine zu helfen. Inzwischen hat Siemens Energy auch angekündigt, Gamesa komplett übernehmen zu wollen. Bis dato hält Energy 67 Prozent an dem Windkraftunternehmen.

Siemens Aktie Chart
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