Salami-Crash?

Liebe Leser,

das Corona-Virus scheint an den Märkten nicht nur Irritationen auszulösen, sondern eher eine Art Salami-Crash. Noch ist es nicht so weit, dies so sehen zu müssen. Aber: Seit Tagen kennen die Märkte fast nur noch die Richtung nach unten. Zudem hat jetzt die US-Zentralbank Fed die Zinsen gesenkt. Dasselbe Bild eröffnete sich am Donnerstag in Kanada: Auch hier wurden die Zinsen um 0,5 Prozentpunkte gesenkt. In beiden Fällen lautete das „Argument“: Hier müssten die Wirtschaftskräfte vor dem Corona-Virus geschützt werden.

Sehen wir uns die Märkte und dann mögliche Lösungen an.

Dax: Verluste

Der Dax etwa hat innerhalb von einer Woche mehr als 6 % verloren. In zwei Wochen ging es nun um mehr als 12 % nach unten. Die Chancen auf eine Erholung schwinden. Denn selbst auf Basis der Entwicklung seit Jahresanfang oder zumindest für ein halbes Jahr sieht es schlecht aus.

Dax und Dow Jones jeweils in den Abwärtstrend gerutscht – 6-Monats-Sicht

Quelle: www.onvista.de, eigene Bearbeitung

Sie sehen hier, dass der GD200 des Dax, ähnlich dem des Dow Jones, nun dem Abwärtsdruck zum Opfer gefallen sind. Zudem sehen Sie, dass das Handelsvolumen ausgesprochen angestiegen ist. Das bedeutet: Der Abwärtsdruck ist nicht nur eindeutig, sondern auch noch massiv.

Weil dies aber so ist, wird auch der VDax, der die Schwankungen anzeigt, nichts anderes anzeigen.

Schlechte Verfassung: VDax für die Schwankungen und das Risiko im Dax

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Quelle: www.onvista.de, eigene Bearbeitung

Sie können daher derzeit davon ausgehen, dass die Entwicklung sich nicht so schnell wie zu erhoffen wieder beruhigen wird. Zudem ist noch nicht abschätzbar, wie sich das Corona-Virus auf die Wirtschaft auswirken wird.

Wenn das Virus über einen längeren Zeitraum aktiv bleibt und sich zur Pandemie ausweitet, dürfte es für die meisten Regionen zu einer Wirtschaftskrise kommen.

Wirtschaftliche Auswirkungen eventuell gravierend…

Quelle: www.t-online.de

Die Auswirkungen des Virus sind nicht zu 100 % abzuschätzen. Allerdings ist Europa mit einem Abschlag von bis zu gut 1,2 Prozentpunkten im schlimmeren Fall sogar mit einer nachlassenden Wirtschaftskraft belastet. Die Weltwirtschaft und die Gruppe „G-20“ sind gleichermaßen massiv bedroht. Dies dürfte auch auf die Aktienbörsen erhebliche Auswirkungen haben.

Auf der anderen Seite steht die Gewissheit, dass auch solche Grippen, Epidemien und sogar Pandemien zum historischen Börsengeschäft gehören. Es wird zu Rücksetzern in der Wirtschaft kommen und auch zu Rücksetzern an den Aktienmärkten. Dazu habe ich allerdings eine Grafik gefunden, die zeigt: Märkte erholen sich danach „immer“.

Epidemien und die Börsen – langfristig erholt sich alles….

http://aktienspardose.de/2020/01/27/achtung-gefahr-fuers-depot-das-corona-virus-eine-rationale-analyse/

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Sie sehen hier, dass es teils schnell gehen kann und teils auch länger dauert. Im Durchschnitt sind die Börsen schon innerhalb eines Monats schon wieder um +0,44 % gestiegen. In drei Monaten ging es dabei um 3,1 % nach oben und nach sechs Monaten hatten die Aktienmärkte einen Aufschlag in Höhe von 8,5 5 geschafft. Nur wenige Viren, Erkrankungen oder Epidemien haben überhaupt über Monate den MSCI World beschäftigt.

Zwischenfazit: Angst ist hier der falsche Ratgeber. Die Geschichte zeigt, dass die Börsen sich vergleichsweise rasch wieder erholen.

Deshalb dürfte es sich lohnen, langfristig zu investieren und dabei vor allem Aktien-Indizes zu beachten.

Rohstoff-Preise über ein jahr zeigen: Hier lohnt es sich aktuell nicht

Die Werte sind nur für die Edelmetalle noch positiv. Die Energiewerte sind im Keller und die Industriemetalle haben in den vergangenen 12 Monaten trotz der guten Konjunktur verloren. Dieser Trend dürfte sich bei schwächeren Wirtschaftsdaten noch fortsetzen.

Fazit: Kaufen Sie keine Fonds auf oder für Rohstoffe – allenfalls auf Edelmetalle.

Langfristig investieren: Sparplan auch auf den MSCI World

An sich bin ich für Investments in ausgesuchte Märkte. Der Dax oder die US-Indizes S&P 500 bzw. Dow Jones sind interessant. Allerdings dürfte es in diesen Tagen auch lukrativ sein, die Risiken zu streuen. Vor diesem Hintergrund bieten sich Investitionen in den MSCI World an. Der Index bildet mehr als 1.600 Unternehmen aus insgesamt 23 Nationen ab.

Auch hier sind Sie überwiegend in den USA aktiv: 63 % aller Unternehmen kommen aus den USA. Japan stellt 8 % der Unternehmen in diesem Index und Großbritannien immerhin 5 %. Der klassische MSCI World Index bildet zudem auch die Dividenden der Unternehmen ab, in die Sie investieren. Insofern dürfte ein solches Investment zumindest die Risiken relativ gut abfedern.

Dabei empfehle ich vor allem einen Sparplan, da es dann noch nicht einmal darauf ankommt, ein besonders geschicktes Timing zu wählen. Sie „kaufen, wenn die Kurse hoch sind und ebenso dann, wenn die Kurse sinken“, hatte ich in der vergangenen Woche umschrieben. Die Kosten für Sparpläne, die eigens von den Brokern angeboten werden, sind typischerweise gering. Damit reduziert sich auch das Risiko, wegen zu häufigen Handels Geld zu verlieren.

Die Kosten für die Fondsverwaltung selbst sind in der Regle niedrig. So liegt die Gesamtkostenquote der günstigsten ETF auf den MSCI World bei Sparplänen bei ca. 0,2 % p.a. Ich empfehle Ihnen zudem, eine Depotbank zu nutzen, bei der die Gebühren für den betreffenden ETF beim Kauf bei 0,00 % liegen. Ein Beispiel: Wenn Sie den „Xtrackers MSCI World Index ETF 1 C“ erwerben, zahlen Sie bei der „Consorsbank“ keine Gebühren.

Empfohlener Sparplan: Xtrackers MSCI World Index ETF 1 C, ISIN: IE00BJ0KDQ92

Quelle: www.onvista.de

Auf diesen ETF können Sie einen Sparplan abschließen. Gleichfalls auf den unten genannten DivDax, den ich Ihnen als Anlagealternative in der vergangenen Woche einmal vorgestellt hatte.

Sie benötigen ein Depotkonto (wie für alle anderen Anlagen auch) und schließen dann bei der depotführenden Bank für diesen ETF einen Sparplan in fast beliebiger Höhe ab. Sie können die Konditionen stets ändern, Sie können den Sparplan aussetzen oder aber auch das gesamte aufgelaufene Vermögen verkaufen bzw. teilverkaufen. Bei vielen Banken oder für viele ETF können Sie auch einen Auszahlplan einrichten und das Vermögen nach und nach monetarisieren.

ETF-Sparplan auch in dieser Woche möglich: DivDax „Comstage DivDax UCITS ETF – I ERU Dis“, ISIN: LU0603933895

Quelle: www.onvista.de, eigene Bearbeitung

Bei solchen Sparplänen wirkt der Cost-Average-Effekt: Je niedriger die Kurse, desto mehr Anteile erhalten Sie für Ihr Geld und umgekehrt. Insofern sind die derzeit unsicheren Kurse und Zeiten kein großes Problem.

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