Saisonalität oder neue Aufwärtsdynamik: Wie startet der DAX in den Mai?

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Auch wenn letzte Woche viele der vorgelegten Quartalsbilanzen besser als erwartet ausfielen, Konjunkturdaten ein überraschend robustes Wirtschaftswachstums signalisierten und zur Wochenmitte FED-Chef Powell eine weiterhin expansive Geldpolitik der US-Notenbank in Aussicht stellt:

Am deutschen Aktienmarkt fehlten DAX, MDAX & Co. in der abgelaufenen Handelswoche trotzdem die entscheidenden Impulse, um die in den Vorwochen erreichten – bereits sehr ambitionierten – Rekordstände nochmals zu übertreffen.

Auf Wochensicht überwogen die Gewinnmitnahmen, der DAX beendete die Handelswoche mit einem kleinen Minus von 0,9 Prozent bei 15.135 Punkten.

Im Rückwärtsgang präsentierte sich auch die zweite Reihe, der MDAX verlor 0,2 Prozent auf 32.704 Punkte, der TecDAX gab 0,4 Prozent auf 3.503 Punkte nach.

Neue Rekorde vorerst nicht in Sicht – Konsolidierung auf hohem Niveau erwartet

Grundsätzlich bleibt die Stimmung am deutschen Aktienmarkt weiterhin positiv. In Deutschland nimmt die Impfdynamik zu, eine Herdenimmunität – die auch Voraussetzung für echte Lockerungen ist – wird inzwischen für den Spätsommer erwartet.

Davon erwarten sich viele Experten spürbare Nachholeffekte beim deutschen Verbraucher, und damit auch eine Erholung im Dienstleistungs- und Tourismusbereich sowie beim Einzelhandel.

Konjunkturoptimismus kommt auch aus den USA, wo sich die Wirtschaft Dank billionenschwerer Stützungsprogramme inzwischen mit „chinesischen Wachstumsraten“ erholt.

Das – und die hohe Nachfrage aus China – dürfte sich auch belebend auf die exportlastige deutsche Wirtschaft, und damit auch auf die Bilanzen deutschen Unternehmen, auswirken. Genau von dieser Seite könnten diese Woche auch neue Impulse kommen, denn eine wahre „Bilanzflut“ erwartet die Anleger.

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Echte Störfeuer, die eine deutlichere Kurskorrektur auslösen können, sind also weiterhin nicht in Sicht.

Zwar wird immer wieder vor einer zunehmenden Inflationsgefahr angesichts zuletzt anziehender Preise gewarnt, allerdings bewegen sich die Inflationsraten immer noch auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau.

Und auch die in den USA geführte Diskussion über die Gefahr höherer Steuern für den Aufschwung am Aktienmarkt ging recht schnell wieder die Luft aus.

Viel wahrscheinlicher ist ein Konsolidierungs-Szenario, bei dem die Kurse in den nächsten Wochen um die aktuell erreichten Notierungen pendeln und Anleger auf kleine Rücksetzer warten, um vergleichsweise „billig“ in den Markt einzusteigen und so beim nächsten Anlauf in Richtung bisherige Rekordniveaus dabei zu sein.

Konjunkturdaten und Bilanzflut erwartet die Anleger

Impulse für stärkere Kursbewegungen könnten in den nächsten Wochen die anstehenden Konjunktur- und Unternehmensdaten liefern.

Von konjunktureller Seite der mit Abstand wichtigste Termin in dieser Woche ist die Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts am Freitag.

Hier wird sich zeigen, wie stark die Erholung der Volkswirtschaft auf den US-Arbeitsmarkt durchschlägt. Bei der US-Arbeitslosenquote wird für den April ein Rückgang auf 5,8% erwartet (Vormonat: 6,0%), die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft soll auf 950Tsd. steigen (Vormonat: 916Tsd.).

Aus deutscher Sicht besonders wichtig sind die heute anstehenden Zahlen zu den Einzelhandelsumsätzen, am Donnerstag zu den Auftragseingängen sowie am Freitag zur Industrieproduktion und zur Handelsbilanz.

Nachfolgend eine kurze Übersicht über weitere wichtige Konjunkturdaten in der kommenden Woche:

Montag –  DE: Einzelhandelsumsatz März; USA: ISM-Index verarbeitendes Gewerbe

Dienstag –  USA: Handelsbilanzsaldo März, Industrieaufträge März

Mittwoch – EU: Erzeugerpreise März; USA: ISM-Dienstleistungsindex April

Donnerstag – DE: Auftragseingänge März; EU: Einzelhandelsumsätze März; UK: Zinsentscheid BoE; USA: Produktivität Q1/2021, Erstanträge Arbeitslosenhilfe Woche

Freitag – DE: Industrieproduktion März, Handelsbilanz März; USA: Arbeitslosenquote April, Beschäftige außerhalb der Landwirtschaft April, Entwicklung Stundenlöhne April

Während die Berichtssaison in den USA bereits dem Ende entgegengeht, nimmt sie hierzulande in dieser Woche so richtig Fahrt auf.

Aus dem DAX legen am Dienstag Infineon und Vonovia, am Mittwoch Siemens Energy, die Deutsche Post und HeidelbergCement, am Donnerstag VW, Fresenius, FMC, Linde, Continental, Münchener Rück und Henkel und am Freitag Adidas und BMW Quartalszahlen vor.

Eine wahre Zahlenflut erwartet Anleger auch bei Unternehmen der zweiten Reihe, u.a. berichten Siemens Healthineers (Montag), Manz, Metro, Pfeiffer Vacuum, TeamViewer (Dienstag), Hannover Rück, MorphoSys und Hugo Boss (Mittwoch), Basler, BayWa, Deutz, Evonik, freenet, New Work, Rheinmetall, Rhön-Klinikum und Zalando (Donnerstag) sowie Audi, Jungheinrich, Krones, Siltronic und Stratec (Freitag) über den Geschäftsverlauf im letzten Quartal.

Was sagt die Charttechnik?

Nachdem der DAX sein Rekordhoch aus der vorvergangenen Woche bei 15.504 Punkten nicht wieder erreichen konnte, rutschte er in der zurückliegenden Handelswoche im Tief bis auf 15.085 Punkte ab und schloss bei 15.135 Punkten.

Die erste wichtige Unterstützung auf der Unterseite liegt jetzt beim Wochentief aus der letzten Woche (Unterstützung I), weitere wichtige Marken sind die runde Marke von 15.000 Punkten (Unterstützung II) sowie der Bereich um die 14.960/14.930 Punkte (Unterstützung III).

Auf der Oberseite liegt der erste erkennbare Widerstand im Bereich 15.200 Punkte (Widerstand I), dann bei 15.300/15.330 Punkten (Widerstand II), 15.390/15.400 Punkten (Widerstand III) sowie beim bisherigen Rekordhoch von 15.504 Punkten (Widerstand IV).

Deutliche Kursverluste an den asiatischen Börsen

Deutlich schwächer starten die asiatischen Börsen in die neue Handelswoche. In Japan verliert der Nikkei aktuell 0,8 Prozent auf 28.812 Punkte, noch größer ist das Minus mit rund zwei Prozent auf 28.724 Punkte beim Hang Seng und mit 1,1 Prozent auf 3.605 Punkte beim Shanghai A-Index.

DAX dürfte vorerst unverändert in die neue Woche starten

Rund eine Stunde vor Handelsstart legt der DAX gegenüber seinem Schlusskurs vom letzten Freitag leicht zu:

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Die Deutsche Bank berechnet die Indikation auf den DAX mit 15.185 Punkten, beim CFD Broker CMC Markets wird der Germany30 mit 15.180 Punkten gehandelt.

 

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