Der Dow Jones Industrial Average geriet am Donnerstag unter erheblichen Druck und gab 785 Punkte oder 1,6 Prozent ab. Eine späte Erholung milderte die Verluste etwas ab, nachdem der Index zeitweise um 1.100 Punkte gefallen war. Der S&P 500 verlor 0,6 Prozent, während der Nasdaq Composite um 0,3 Prozent nachgab.
Auslöser der Marktturbulenzen war ein dramatischer Anstieg der Ölpreise. Die Futures für WTI-Rohöl schnellten um 8,5 Prozent auf 81,01 Dollar pro Barrel nach oben. Dies markierte den höchsten Schlusskurs seit dem 18. Juli 2024 und den stärksten Tagesanstieg seit dem 14. Mai 2020. Brent-Rohöl, die internationale Benchmark, stieg um 4,9 Prozent auf 85,41 Dollar.
Straße von Hormus im Fokus der Anleger
Die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten versetzt Händler in Sorge um die Straße von Hormus, durch die normalerweise 20 Prozent des weltweiten Öls fließen. Ed Yardeni, Präsident von Yardeni Research, verwies auf einen Angriff auf einen US-Öltanker im Persischen Golf als unmittelbaren Auslöser des Preisanstiegs.
Yardeni warnte vor möglichen stagflationären Folgen: Je länger der Krieg andauere, desto stärker werde die Straße von Hormus eingeschränkt. Dies könnte die Federal Reserve in eine schwierige Lage bringen, da sie wegen steigender Inflation möglicherweise nicht in der Lage wäre, die Zinsen zu senken, selbst wenn sich die Wirtschaft abschwächt.
Analysten von Ritterbusch and Associates sehen weiteres Aufwärtspotenzial für die Ölpreise. In einer Notiz schreiben sie, dass ein Anstieg von WTI-Rohöl in den Bereich von 95 Dollar durchaus im Bereich des Möglichen liege, sollte sich der Konflikt bis in die nächste Woche hinziehen.
Anleiherenditen klettern weiter nach oben
Parallel zu den Ölpreisen stiegen auch die Renditen am Anleihemarkt. Die Rendite der zweijährigen US-Staatsanleihe kletterte auf nahezu 3,6 Prozent, während die zehnjährige Rendite auf 4,15 Prozent zulegte. Beide Werte verzeichneten damit den vierten Anstieg in Folge.
Am Freitag steht der Arbeitsmarktbericht für Februar an. Die Börse dürfte gespannt verfolgen, wie sich die geopolitischen Spannungen und die steigenden Energiepreise auf die weitere Entwicklung der US-Wirtschaft auswirken könnten. Die Kombination aus Inflationsdruck und potenzieller Konjunkturabschwächung bleibt eine Herausforderung für die Märkte.
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