Enttäuschende US-Arbeitsmarktdaten sorgen für Bewegung im Sektor der Edelmetalle. Während die Beschäftigungszahlen deutlich hinter den Erwartungen zurückblieben, nutzte die Aktie von Wheaton Precious Metals den Rückenwind. Das Papier legte zum Wochenabschluss um 2,32 Prozent zu.
Im Juni entstanden in den USA lediglich 57.000 neue Stellen. Ökonomen hatten im Vorfeld mit rund 110.000 neuen Jobs gerechnet. Diese deutliche Schwäche dämpft die Erwartungen an weitere Zinsschritte der US-Notenbank. Marktbeobachter sehen die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im September nun bei unter 50 Prozent.
Parallel dazu kletterte der Silberpreis im Wochenverlauf um über fünf Prozent auf rund 62,72 Dollar je Unze. Gold handelte zeitgleich nahe der Marke von 4.180 Dollar. Als Streaming-Unternehmen profitiert Wheaton Precious Metals unmittelbar von steigenden Preisen bei den geförderten Edelmetallen.
Institutionelle Investoren greifen zu
Mehrere Investmentfirmen bauten ihre Bestände im ersten Quartal massiv aus. Oxbow Advisors steigerte die Position um 91,1 Prozent. Leonteq Securities meldete sogar ein Plus von über 2.000 Prozent beim Aktienbestand.
Insgesamt halten institutionelle Investoren damit rund 70 Prozent der Anteile. Das Gros der Analysten bleibt optimistisch gestimmt. Von 13 beobachteten Brokerhäusern wird der Titel im Schnitt als „Moderate Buy“ eingestuft. Das mittlere Kursziel liegt bei 154,73 Dollar.
Silber-Defizit stützt das Geschäftsmodell
Das strukturelle Defizit am Silbermarkt bietet ein stabiles Fundament. Für das laufende Jahr rechnen Experten mit einer Unterversorgung von 46,3 Millionen Unzen. Die Nachfrage aus der Solar- und Elektroauto-Industrie bleibt ungebrochen hoch.
Der Streaming-Spezialist legte bereits starke Zahlen für das Auftaktquartal vor. Der Umsatz kletterte um 91,7 Prozent auf rund 901 Millionen Dollar. Der Gewinn je Aktie lag mit 1,28 Dollar über den Markterwartungen.
Chartbild und Ausblick
Die Aktie beendete den Handel bei 103,45 Euro. Damit bleibt der Titel rund 29 Prozent unter seinem Jahreshoch vom März. Auch die 200-Tage-Linie bei 106,84 Euro fungiert derzeit noch als technischer Widerstand. Der Relative-Stärke-Index signalisiert mit einem Wert von 49,7 eine neutrale Dynamik.
In der kommenden Woche bestimmen die FOMC-Protokolle und neue US-Inflationsdaten die Agenda. Diese Indikatoren geben den Ausschlag darüber, ob das Momentum bei Gold und Silber anhält. Davon hängt die kurzfristige Bewertung von Wheaton Precious Metals direkt ab.
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