Fokus auf das zweite Quartal am Donnerstag
Wheaton Precious Metals blickt auf eine entscheidende Woche. Das Unternehmen wird am Donnerstag seine Finanzergebnisse für das zweite Quartal vorlegen. Die Markterwartungen sind dabei hoch gesteckt. Analysten prognostizieren für das abgelaufene Jahresviertel einen Gewinn je Aktie von 1,11 US-Dollar. Dies entspräche einer deutlichen Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum, in dem die Kennzahlen noch niedriger ausfielen.
Beim Umsatz wird am Markt mit einem Zuwachs auf rund 876,78 Millionen US-Dollar gerechnet. Diese Erwartungen folgen auf ein bereits dynamisches erstes Quartal. In diesem Zeitraum konnte das Unternehmen einen Gewinn je Aktie von 1,28 US-Dollar bei einem Umsatz von 901,47 Millionen US-Dollar erzielen. Trotz dieser Basis haben einige Beobachter ihre langfristigen Prognosen angepasst. So senkten die Analysten von Edison Research ihre Schätzungen für das gesamte Geschäftsjahr auf einen Gewinn je Aktie von 4,32 US-Dollar, nachdem zuvor noch ein Wert von 5,61 US-Dollar erwartet worden war.
Analysten und Investoren justieren ihre Positionen
Im Vorfeld der neuen Bilanzvorlage gab es Bewegung im Aktionärskreis. Dimensional Fund Advisors reduzierte seine Position im ersten Quartal um 2,3 Prozent und veräußerte insgesamt 12.001 Anteile. Das Investmenthaus hält damit weiterhin ein Paket von 519.321 Aktien, deren Wert zum Ende des Berichtszeitraums auf rund 68 Millionen US-Dollar taxiert wurde.
Auch auf der Analystenseite gab es Anpassungen. Die Scotiabank änderte am 14. Juli ihr Kursziel für den Titel und senkte es von 180 auf 175 US-Dollar. Dennoch bleibt die Grundstimmung unter den Beobachtern konstruktiv, wobei die anstehenden Zahlen am Donnerstag als wichtiger Indikator für die weitere operative Entwicklung im laufenden Jahr gewertet werden.
Nachhaltigkeit und globales Marktumfeld
Neben den reinen Finanzkennzahlen rücken ökologische Aspekte in den Fokus. Wheaton Precious Metals investiert derzeit in Projekte, die eine Gesamtfläche von über 10.000 Hektar Land umfassen. Der Schwerpunkt dieser Initiativen liegt auf einem verbesserten Umweltmanagement. Dazu gehören insbesondere Maßnahmen zum Schutz von Wasser und Boden sowie die Gewährleistung der Stabilität von Rückstandsanlagen im Bergbau.
Das globale Marktumfeld für Edelmetalle präsentierte sich zuletzt stabil. Laut dem World Gold Council lag die weltweite Goldnachfrage im zweiten Quartal bei 1.269 Tonnen und verharrte damit auf dem Niveau des Vorjahres. Während die Nachfrage im Schmucksektor um 17 Prozent nachgab, erhöhten die Zentralbanken ihre Bestände deutlich. Die Nettozukäufe der Währungshüter stiegen im Vorjahresvergleich um 62 Prozent auf 289 Tonnen.
An der Börse spiegelte sich die abwartende Haltung am Freitag in einem rückläufigen Kurs wider. Die Aktie schloss bei 94,86 Euro. Seit Beginn des Jahres verzeichnet das Papier damit ein Minus von 7,90 Prozent. Aktuell notiert der Kurs mit einem Abstand von 34,60 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.
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