VanEck Seltene Erden ETF: Start August 2026

Westliche Allianz plant Abbau der China-Abhängigkeit bei Seltenen Erden. Neue Minenprojekte und Übernahmen treiben die Diversifizierung voran.

Auf einen Blick:
  • G7-Staaten streben Importunabhängigkeit an
  • Neue Milliarden-Mine in Südafrika geplant
  • Energy Fuels übernimmt Vacuumschmelze
  • ETF-Kurs fällt, langfristig aber stark

Der Markt für Seltene Erden sortiert sich neu. Westliche Nationen wollen ihre Abhängigkeit von China massiv reduzieren. Parallel dazu geraten die Kurse kurzfristig unter Druck. Anleger blicken nun auf den Aufbau einer eigenständigen Infrastruktur.

G7-Staaten forcieren Unabhängigkeit

Die G7-Staaten verfolgen ein klares Ziel. Bis 2030 soll kein einzelnes Land mehr als 60 Prozent der Importe kontrollieren. Aktuell dominiert China die Verarbeitung mit einem Marktanteil von bis zu 90 Prozent.

Auf dem Pax Silica Summit in Washington bekräftigten 35 Nationen diesen Kurs. Das größte Problem bleibt die Weiterverarbeitung. Bisher fehlen außerhalb Chinas oft die Kapazitäten für hochreine Komponenten.

Neue Milliarden-Projekte in Sicht

Neue Projekte sollen diese Lücke füllen. Die Steenkampskraal-Mine in Südafrika plant den kommerziellen Start für August 2026. Das Vorkommen wird auf rund zwei Milliarden Dollar geschätzt.

In Nordamerika treiben Unternehmen die Integration voran. Energy Fuels kauft für 1,9 Milliarden Dollar den Spezialisten Vacuumschmelze. Ziel ist eine geschlossene Lieferkette von der Mine bis zum Magneten.

Kurse unter Druck

Der VanEck Seltene Erden ETF spürt die aktuelle Unsicherheit. Am Freitag verlor der Fonds zwei Prozent und schloss bei 15,02 Euro. Innerhalb einer Woche gab der Kurs um rund neun Prozent nach.

Trotz der Korrektur bleibt die langfristige Bilanz stark. Auf Jahressicht steht ein Plus von 120 Prozent. Der ETF notiert aktuell unter seinem 50-Tage-Durchschnitt von 16,55 Euro.

Mit einem RSI von 38,2 nähert sich das Papier einer überverkauften Zone. Die Unterstützung durch den 200-Tage-Schnitt bei 14,24 Euro bietet derzeit Halt.

Die kommenden Monate entscheiden über den Erfolg der westlichen Strategie. Investoren achten besonders auf den operativen Fortschritt der neuen Verarbeitungsanlagen. Der nächste Meilenstein ist die Inbetriebnahme der südafrikanischen Produktion im Sommer 2026.

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