VanEck Gold Miners ETF: 2,8-Prozent-Sturz auf 95,76 USD

Symbolbild, KI-generiert

Der VanEck Gold Miners ETF gibt nach, während Gold auf 4.358,74 US-Dollar sinkt und höhere US-Zinsen die Nachfrage belasten.

Auf einen Blick:
  • ETF verliert 2,8 Prozent
  • Goldpreis erreicht Zwei-Wochen-Tief
  • Zinserhöhung im September wahrscheinlicher
  • August brachte 419 Millionen Dollar Zuflüsse

Der VanEck Gold Miners ETF verzeichnete heute eine deutliche Kurskorrektur, nachdem restriktive Signale aus der US-Notenbank und sinkende Rohstoffpreise die Stimmung im Sektor belasteten. Der ETF notiert aktuell bei 95,76 USD, was einem Tagesminus von 2,8% entspricht. Auslöser für die Bewegung ist vor allem der Goldpreis, der unter die Marke von 4.450 US-Dollar pro Unze rutschte und damit auf ein Zwei-Wochen-Tief fiel.

Zinsängste und geopolitische Inflationsrisiken

Hinter dem heutigen Verkaufsdruck stehen Äußerungen des US-Notenbankchefs Kevin Warsh. Dieser betonte bereits am Freitag, dass die Federal Reserve noch „Arbeit vor sich“ habe, um die Preisstabilität nachhaltig zu sichern. Diese hawkishen Töne führten zu einer Neubewertung der Zinserwartungen für die anstehende Sitzung im September.

Laut dem CME FedWatch Tool liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte mittlerweile bei 66,4%, während nur noch 33,6% der Marktteilnehmer mit unveränderten Sätzen rechnen.

Zusätzlich befeuert wurde diese Entwicklung durch geopolitische Spannungen im Nahen Osten, die indirekt den Druck auf die Goldnotierungen erhöhten. Berichten zufolge kam es zu militärischen Auseinandersetzungen in der Straße von Hormus sowie Angriffen auf Ziele in Jordanien und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Die dadurch gestiegenen Energiekosten schüren Inflationsängste, was den Spielraum der US-Notenbank für Zinssenkungen einschränkt. Da Gold als unverzinstes Asset bei Aussicht auf höhere Zinsen an Attraktivität verliert, fiel der Preis für das Edelmetall am heutigen Dienstag um 1,86% auf 4.358,74 USD pro Feinunze.

Rekordzuflüsse im August treffen auf Marktkorrektur

Die aktuelle Schwächeperiode trifft den VanEck Gold Miners ETF nach einer Phase außergewöhnlicher Stärke. Der NYSE Arca Gold Miners Index, den der ETF abbildet, beendete den August mit einem Plus von 33%. Laut Bloomberg markierte dies die beste Performance für einen August seit mindestens 1994. Damit konnte der Sektor einen erheblichen Teil der Verluste ausgleichen, die nach dem Allzeithoch im März entstanden waren.

Anleger nutzten die vorangegangene Rallye verstärkt für Einstiege. Medienberichten zufolge flossen dem GDX im August rund 419 Millionen US-Dollar an neuem Kapital zu, was den stärksten monatlichen Zufluss seit Februar darstellt.

Zum Stand von gestern belief sich das verwaltete Gesamtvermögen des ETF laut VanEck auf 30,54 Milliarden US-Dollar. Trotz der massiven Mittelzuflüsse im Vormonat zeigt die aktuelle Volatilität ihre Wirkung: Mit dem heutigen Kursrückgang liegt der ETF nun 18% unter seinem 52-Wochen-Hoch, das am 2. März erreicht worden war.

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