TotalEnergies SE Aktie: 6,0 Milliarden Gewinn im Quartal

TotalEnergies steigert Quartalsgewinn um 68 Prozent, senkt Schulden und erhöht die Zwischendividende. Analysten sehen weiteres Kurspotenzial.

Auf einen Blick:
  • Bereinigter Nettogewinn steigt auf 6 Mrd. USD
  • Raffineriegeschäft mit Gewinnsprung von 362 Prozent
  • Nettoverschuldung um 3,3 Mrd. USD reduziert
  • Dividende um 5,9 Prozent auf 0,90 Euro erhöht

Der französische Energiekonzern TotalEnergies hat im zweiten Quartal 2026 ein deutliches Ergebniswachstum erzielt und seine Verschuldung massiv reduziert. Getrieben durch gestiegene Ölpreise und eine außergewöhnlich starke Performance im Raffineriegeschäft, verzeichnete das Unternehmen den höchsten Quartalsgewinn seit drei Jahren. Die Aktionäre sollen durch eine angehobene Zwischendividende und weitere Aktienrückkäufe unmittelbar am Erfolg teilhaben.

Operative Stärke in Raffinerie und Förderung

Wie TotalEnergies im Rahmen der Berichterstattung zum zweiten Quartal und zum ersten Halbjahr 2026 mitteilte, kletterte der bereinigte Nettogewinn im zweiten Quartal auf 6,0 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht einer Steigerung von 68 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und einem Zuwachs von 12 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2026. Der operative Cashflow (CFFO) belief sich auf 9,8 Milliarden US-Dollar, was die Markterwartungen leicht übertraf.

Besonders kräftig legte das Segment Raffinerie & Chemie zu: Hier stieg der bereinigte Gewinn um 362 Prozent auf 1,8 Milliarden US-Dollar. Auch das Segment Exploration & Produktion (E&P) lieferte mit einem Ergebnisbeitrag von 3,2 Milliarden US-Dollar (+64 Prozent gegenüber dem Vorjahr) ein starkes Resultat ab. Die gesamte Kohlenwasserstoff-Produktion lag bei 2,395 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag (Mboe/d).

Im Bereich Integrated LNG verzeichnete das Unternehmen hingegen einen Gewinnrückgang auf 807 Millionen US-Dollar, was einem Minus von 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dennoch stieg der Absatz von Flüssigerdgas (LNG) auf 10,7 Millionen Tonnen. Das Segment Integrated Power steuerte einen Cashflow von 700 Millionen US-Dollar bei, was einer Steigerung von 25 Prozent gegenüber dem Vorquartal entspricht.

Schuldenabbau und attraktive Aktionärsrenditen

Die starke Cash-Generierung ermöglichte es TotalEnergies, die Nettoverschuldung im abgelaufenen Quartal um 3,3 Milliarden US-Dollar auf nunmehr 19,71 Milliarden US-Dollar zu senken. Der Verschuldungsgrad (Gearing) sank dadurch deutlich auf 13,1 Prozent. Parallel dazu investierte das Unternehmen netto 3,4 Milliarden US-Dollar, unter anderem in den Start des Projekts ECA LNG in Mexiko und den Ausbau der digitalen Kapazitäten durch den Supercomputer Pangea 5, der eine Leistung von 150 Petaflops erreicht.

Für das dritte Quartal kündigte das Board an, Aktien im Wert von bis zu 1,5 Milliarden US-Dollar zurückzukaufen. Zudem wurde die zweite Zwischendividende für das Geschäftsjahr 2026 auf 0,90 Euro je Aktie festgesetzt. Dies entspricht einer Erhöhung um 5,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Auszahlung der Dividende an der Euronext soll am 5. Januar 2027 erfolgen, wobei der Ex-Tag auf den 31. Dezember 2026 terminiert wurde.

An der Börse wurde die Veröffentlichung positiv aufgenommen. Die Marktdaten weisen für die Aktie einen aktuellen Kurs von 76,39 € aus, was einem Anstieg von 2,40 % am heutigen Handelstag entspricht. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus für Anleger damit auf insgesamt 35,61 %.

Analysten sehen weiteres Potenzial

Analystenhäuser bewerten die jüngsten Zahlen und die strategische Ausrichtung überwiegend optimistisch. Die Analysten von Jefferies bestätigten ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 88 Euro. Auch RBC Capital bekräftigte die Einstufung „Outperform“ und sieht das Kursziel bei 85 Euro.

Trotz der zuletzt fragilen technischen Indikatoren, wie einem Kurs zeitweise unterhalb der 50-Tage-Linie, stützen die fundamentalen Daten die Zuversicht der Experten. Neben den starken Ölpreisen, die unter anderem durch geopolitische Spannungen im Nahen Osten getrieben werden, punkte TotalEnergies durch seine Disziplin bei der Kapitalallokation. Neben traditionellen Öl- und Gasprojekten treibt das Unternehmen auch Erneuerbare-Energien-Vorhaben voran, wie etwa den Windpark Mirrny in Kasachstan oder neue Solaranlagen auf den Philippinen.

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