Der italienische Übertragungsnetzbetreiber Terna treibt die Bereinigung seiner Auslandsaktivitäten voran. Wie das Unternehmen mitteilte, haben die Konzerngesellschaften Terna Plus und Rete den Verkauf von 100 Prozent der Anteile an Terna Peru an Engie Transmisión Perú vollständig vollzogen. Der Transaktionswert für die südamerikanische Tochtergesellschaft beläuft sich auf rund 15 Millionen US-Dollar.
Zu den Vermögenswerten der veräußerten Einheit gehört eine 138-kV-Übertragungsleitung in Peru, die eine Gesamtlänge von rund 132 Kilometern umfasst. Mit dem Vollzug der Vereinbarung trennt sich der Infrastrukturbetreiber von einem weiteren Baustein seines früheren Engagements in Lateinamerika.
Fokus auf heimische Netzinfrastruktur
Die Konzentration auf das Kerngeschäft spiegelt sich auch in den strategischen Zielsetzungen der Unternehmensführung wider. CEO Pasqualino Monti betonte am Dienstag auf dem Sole 24 Ore Energy Summit die Bedeutung des Ausbaus erneuerbarer Energien sowie der Modernisierung des Stromnetzes. Beide Initiativen seien maßgeblich für die energiepolitische Unabhängigkeit Italiens.
Für die Anleger rücken damit vor allem die Investitionsprojekte auf dem heimischen Markt in den Mittelpunkt. An den Finanzmärkten wird das Unternehmen, dessen Börsenwert bei 18,37 Milliarden Euro liegt, unverändert als defensiver Infrastrukturwert wahrgenommen. Der Schlusskurs am Freitag lag bei 9,18 Euro.
Zukäufe über das Rückkaufprogramm
Parallel zur Portfoliobereinigung führt das Management die vor gut drei Wochen gestartete Kapitalmaßnahme weiter, seit deren Beginn die Aktie ein Plus von 2,1 Prozent verzeichnet. Zwischen dem 21. und dem 25. September erwarb das Unternehmen insgesamt 421.000 eigene Aktien. Das entspricht einem Anteil von 0,021 Prozent des gesamten Grundkapitals.
Für diese Transaktionen wendete der Konzern 3.886.042,50 Euro auf. Durch die jüngsten Erwerbe erhöhte sich der Bestand an eigenen Anteilen auf 4.084.546 Stück. Damit hält Terna inzwischen 0,203 Prozent des ausgegebenen Aktienkapitals im eigenen Portfolio. Das laufende Rückkaufprogramm stützt die Kapitalstruktur und begleitet die operative Ausrichtung auf den Ausbau der italienischen Energienetze.
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