Terawulf kämpft sich nach den Turbulenzen der letzten Wochen zurück. Marktteilnehmer ordnen die regulatorischen Hürden im US-Bundesstaat New York neu ein. Analysten werten den vorherigen Kursrückgang als Kaufchance für langfristige Investoren.
Entwarnung an der regulatorischen Front
Ein neues Moratorium in New York bremst derzeit den Bau großer Rechenzentren aus. Die Regelung pausiert Umweltgenehmigungen für Anlagen mit mehr als 50 Megawatt Leistung. Investmentfirmen wie Cantor Fitzgerald geben für Terawulf jedoch Entwarnung. Die bestehenden Standorte des Unternehmens sind bereits in Betrieb oder verfügen über alle nötigen Lizenzen.
Die Experten gehen davon aus, dass der Marktwert der bestehenden Pachtverträge die aktuelle Bewertung des Konzerns übersteigt. Cantor Fitzgerald bekräftigt daher ein Kursziel von 37 US-Dollar. Das Unternehmen profitiert von seiner stabilen Infrastruktur, während neue Wettbewerber durch die Gesetzeslage blockiert werden.
Milliarden-Pakt mit Anthropic
Das Management treibt den Wandel vom Bitcoin-Miner zum Anbieter für Künstliche Intelligenz (KI) voran. Ein Kernstück dieser Strategie ist der Mietvertrag mit dem KI-Entwickler Anthropic. Die Vereinbarung läuft über 20 Jahre und sichert Terawulf enorme Einnahmen.
In Kentucky stellt das Unternehmen eine Kapazität von rund 401 Megawatt bereit. Über die Vertragslaufzeit soll dieses Geschäft rund 19 Milliarden US-Dollar einbringen. Solche langfristigen Kontrakte reduzieren die Abhängigkeit von den schwankenden Kryptomärkten erheblich.
Finanzierung und Insidergeschäfte
Den kostspieligen Ausbau der neuen Standorte will Terawulf über Kredite und Hochzinsanleihen finanzieren. Parallel zu diesen Plänen veräußerte CEO Paul Prager ein Aktienpaket. Er verkaufte 137.500 Anteile im Rahmen eines automatisierten Handelsplans. Der Verkauf erfolgte zu einem Durchschnittspreis von etwa 26,60 US-Dollar.
Die Aktie notiert derzeit bei 17,76 Euro. Damit liegt der Kurs zwar noch rund 31 Prozent unter dem Jahreshoch vom Juni, zeigt aber eine deutliche Erholung. Auf Sicht von 12 Monaten verzeichnet der Titel ein Plus von 315,93 Prozent.
Die erste Phase des neuen Rechenzentrums in Kentucky soll in der zweiten Jahreshälfte 2027 ans Netz gehen. Investoren blicken nun auf den nächsten Quartalsbericht im August 2026. Dieser soll Aufschluss über die Cashflow-Margen der neuen KI-Hosting-Verträge geben.
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