Der Silberpreis gönnt sich eine Atempause und rutschte am Dienstag wieder unter die Marke von 82 US-Dollar je Unze. Nach einer kurzen Erholung gehen Anleger vor wichtigen US-Wirtschaftsdaten in Deckung. Während kurzfristige Gewinnmitnahmen das Bild bestimmen, stützen strukturelle Angebotsdefizite weiterhin die langfristigen Aussichten.
Korrektur nach der Erholung
Am Dienstag, dem 10. Februar 2026, verzeichnete Silber ein Minus von rund 2 Prozent. Damit wurde die dynamische Aufwärtsbewegung vom Montag, bei der das Edelmetall noch über 6 Prozent zulegen konnte, abrupt gestoppt. Aktuell notiert der Rohstoff etwa 33 Prozent unter seinem Ende Januar markierten Allzeithoch von 121,64 US-Dollar.
US-Finanzminister Scott Bessent ordnete die jüngsten extremen Kursschwankungen als spekulativen Exzess ein und verwies dabei auf Aktivitäten chinesischer Händler. Der Markt sucht nach dem historischen Ausverkauf der letzten Wochen weiterhin nach einer stabilen Bodenbildung.
Warten auf US-Impulse
Der Fokus der Marktteilnehmer liegt nun auf den anstehenden US-Arbeitsmarkt- und Inflationsberichten. Diese Daten gelten als entscheidender Indikator für den künftigen Kurs der Federal Reserve:
- Zinserwartungen: Die Märkte rechnen für März mit stabilen Zinsen, preisen jedoch zwei Senkungen im weiteren Jahresverlauf ein.
- Währungseffekt: Ein zuletzt schwächerer US-Dollar hatte Silber gestützt, da er den Rohstoff für internationale Käufer verbilligte.
San Francisco Fed-Präsidentin Mary Daly deutete bereits an, dass eine Abschwächung des Arbeitsmarktes weitere Zinssenkungen notwendig machen könnte.
Fundamentale Lage und China-Faktor
Trotz der aktuellen Preisschwäche bleiben die fundamentalen Rahmendaten robust. Das Silver Institute prognostiziert für 2025 das fünfte Jahr in Folge ein strukturelles Produktionsdefizit von geschätzt 95 Millionen Unzen. Treiber ist die ungebrochene Industrienachfrage, insbesondere aus der Solarbranche und dem Sektor für Elektrofahrzeuge. Da Silber meist nur als Nebenprodukt gefördert wird, lässt sich das Angebot kaum kurzfristig ausweiten.
Ein Unsicherheitsfaktor bleibt jedoch China. Zwar nutzten chinesische Käufer den jüngsten Preisrückgang zum Aufbau physischer Bestände, doch mit den beginnenden Neujahrsfeierlichkeiten könnte diese Nachfrage vorübergehend versiegen und ein Liquiditätsvakuum hinterlassen.
Die weitere Richtung dürfte sich am Mittwoch entscheiden, wenn die neuen US-Inflationszahlen veröffentlicht werden. Sollten die Daten den Spielraum für Zinssenkungen bestätigen, könnte der strukturelle Angebotsmangel wieder stärker in den Fokus rücken. Bis zur Klärung der geldpolitischen Perspektive bleibt der Handel jedoch von Nervosität geprägt.
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