Silber Preis: Stabilisierung um 65 Dollar

Silber pendelt um 65 Dollar je Feinunze. Weiche US-Inflationsdaten nähren Spekulationen auf unveränderte Fed-Zinsen und stützen das Edelmetall.

Auf einen Blick:
  • Silber konsolidiert nahe 65 Dollar
  • Fed-Zinshoffnungen treiben Edelmetallpreis
  • Silber zeigt relative Stärke gegenüber Gold
  • Fed-Sitzung als nächster wichtiger Termin

Silber konsolidiert nach seiner mehrtägigen Erholung auf hohem Niveau. Der Preis schwankt aktuell um 65 US-Dollar je Feinunze und damit nahe dem höchsten Stand seit dem 22. Juni. Weichere US-Inflationsdaten haben die Erwartung gestützt, dass die Federal Reserve die Zinsen im kommenden Monat unverändert lässt – ein Umfeld, das dem zinslos gehaltenen Edelmetall traditionell zugutekommt.

Volatile Wochen hinter dem Silberpreis

Der Weg zu diesem Niveau war alles andere als geradlinig. Anfang August war der Preis von rund 62 Dollar über ein Sieben-Wochen-Hoch bis auf über 66 Dollar geklettert, bevor er am 11. August um mehr als 2 Prozent auf rund 64,78 Dollar zurückfiel.

Damals hatten steigende Ölpreise, neu aufgeflammte Inflationssorgen und höhere Zinserwartungen für Verkaufsdruck gesorgt. Die aktuelle Stabilisierung um 65 Dollar zeigt, dass Anleger diesen Rückschlag rasch wieder aufgeholt haben.

Der Blick auf die vergangenen Wochen macht deutlich, wie stark der Silberpreis auf geldpolitische Signale reagiert. Bereits am 10. August hatte der Preis auf 64,24 Dollar zugelegt, nachdem schwächere US-Arbeitsmarktdaten den Druck auf die Fed für weitere Zinserhöhungen gemindert hatten.

Nur wenige Tage zuvor, am 7. August, hatte Silber vor den US-Arbeitsmarktdaten ein Sechs-Wochen-Hoch bei rund 64,10 Dollar markiert – getrieben von sinkenden Erwartungen an weitere Fed-Zinsschritte und geopolitischen Spannungen im Nahen Osten.

Fed-Politik als zentraler Preistreiber

Die jüngste Rally lässt sich damit klar auf die Zinspolitik der Fed zurückführen. Bereits Anfang August hatte die Hoffnung auf eine vorsichtigere Fed sowie ein strukturell knapper Markt den Preis auf 62 Dollar getrieben, den höchsten Stand seit dem 6. Juli.

Seither hat sich das Bild bestätigt: Jede Runde schwächerer US-Konjunktur- oder Inflationsdaten hat den Silberpreis tendenziell gestützt, weil sie die Wahrscheinlichkeit einer restriktiveren Geldpolitik senkt.

Auffällig ist zudem die relative Stärke von Silber gegenüber Gold. Anfang August lag die Gold-Silber-Ratio bei rund 68, während der Silber-Spotpreis bei etwa 59,82 Dollar notierte. Eine sinkende Ratio gilt gemeinhin als Zeichen dafür, dass Silber gegenüber Gold an Boden gewinnt – ein Trend, der sich angesichts des seitherigen Anstiegs auf rund 65 Dollar fortgesetzt haben dürfte.

Was Anleger jetzt im Blick behalten sollten

Für Anleger bleibt die Fed-Sitzung im kommenden Monat der zentrale Termin. Bleiben die Zinsen tatsächlich unverändert, wie es die Markterwartung aktuell nahelegt, dürfte das dem Silberpreis weiteren Rückenwind geben.

Sollten sich die US-Inflationsdaten hingegen wieder verschärfen, ist mit erneuter Volatilität zu rechnen – wie der kurzfristige Rückschlag Mitte August gezeigt hat. Die Schwankungsbreite der vergangenen Wochen, von rund 59,82 bis über 66 Dollar, unterstreicht, wie nervös der Markt auf jede neue geldpolitische Nachricht reagiert.

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