Silber Preis: 1,42 Dollar Plus nach Hormus-Beschuss

Silber legt nach Schiffsbeschuss in der Meerenge zu, während Südkoreas Notenbank Goldkäufe plant und die Charttechnik angeschlagen bleibt.

Auf einen Blick:
  • Silberpreis steigt nach Schiffsbeschuss
  • Südkorea kündigt Goldkäufe an
  • Charttechnik weiterhin unter Druck
  • Geopolitische Risiken treiben Edelmetallnachfrage

Ein Frachtschiff. Ein Geschoss. Und ein Silberpreis, der prompt nach oben schießt. Am Dienstag klettert der Kurs an der COMEX um 1,42 US-Dollar auf 59,28 US-Dollar je Feinunze — Auslöser ist eine gefährliche Zuspitzung in der Straße von Hormus.

Beschuss in der Straße von Hormus

US-Präsident Donald Trump nannte die Verhandlungen mit dem Iran am Montag die „letzte Chance“. Es geht um ein Abkommen zur Wiedereröffnung der strategisch wichtigen Meerenge. Trump drohte mit einer fortgesetzten Seeblockade iranischer Häfen, sollte keine Einigung zustande kommen.

Am Dienstag eskalierte die Lage weiter. Die britische Sicherheitsbehörde UKMTO meldete einen Beschuss auf ein Frachtschiff vor der Küste Omans, mitten in der Straße von Hormus. Ein unbekanntes Geschoss traf das Schiff, die Risikoprämien am Rohstoffmarkt zogen sofort an.

Silber gilt in solchen Phasen als sicherer Hafen. Die wachsende Sorge vor einer weiteren militärischen Eskalation trieb Anleger direkt ins Edelmetall.

Südkoreas Zentralbank kauft wieder Gold

Zusätzlichen Rückenwind lieferte eine Nachricht aus Ostasien. Die Bank of Korea kündigte an, nach 13 Jahren Pause wieder physisches Gold zu kaufen. Geplant ist der Erwerb von Gold aus heimischer Produktion, das eigentlich für den Export bestimmt war — so belastet der Kauf den heimischen Markt nicht.

Die Zentralbank arbeitet dafür mit dem Metallverhütter LS MnM sowie der Korea Exchange und dem Korea Securities Depository zusammen. Südkoreas Goldreserven liegen bei nur 104,4 Tonnen, im globalen Vergleich ein niedriger Wert. Die Notenbank will ihre Bestände angesichts steigender geopolitischer Risiken langfristig aufbauen.

Solche Käufe stärken das Vertrauen in physische Edelmetalle allgemein. Das Sentiment färbt auch auf Silber ab.

Charttechnik bleibt angeschlagen

Trotz des Tagesgewinns zeigt die Chartlage noch keine Trendwende. Silber notiert weiterhin knapp sechs Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 62,12 US-Dollar. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von über 17 Prozent zu Buche — der Abstand zum Januar-Hoch bei 121,78 US-Dollar beträgt sogar mehr als 50 Prozent.

Analysten von Economies.com sehen in der Marke von 57,00 US-Dollar eine wichtige Unterstützung, die zuletzt neue Kaufdynamik freisetzte. Der RSI liegt bei 46,2 — ein neutraler Wert, der weder überkauft noch überverkauft signalisiert. Kurzfristig bleibt der Silberpreis stark von der Zinspolitik der US-Notenbank abhängig, deren restriktiver Kurs zinslose Anlagen zuletzt belastet hat.

Die fundamentale Nachfrage aus Solar- und Halbleiterindustrie stützt den physischen Markt weiterhin. Ob der aktuelle Kaufimpuls jedoch ausreicht, den mittelfristigen Abwärtstrend seit Januar zu brechen, hängt maßgeblich davon ab, ob sich die Lage in der Straße von Hormus weiter zuspitzt oder beruhigt.

Silber-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Silber-Analyse vom 04. August liefert die Antwort:

Die neusten Silber-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Silber-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 04. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Silber: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)