Shell trennt sich von einem Teil seines australischen Gasgeschäfts. Käufer ist XRG aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, die Transaktion könnte mehr als 1,45 Milliarden US-Dollar schwer werden.
Der Deal im Detail
Shell veräußert seinen nicht-operativen Anteil von 16,67 Prozent an einem westaustralischen Projekt. Dieses liefert Gas für den heimischen Markt und produziert zugleich Flüssigerdgas für den Export.
XRG zahlt eine Basisvergütung von 1,45 Milliarden US-Dollar. Hinzu kommt eine bedingte Zahlung, die an Meilensteine geknüpft ist. Ihre Höhe ist offen, weshalb das Gesamtvolumen über der Basissumme liegen kann. Der Abschluss wird für 2027 erwartet, bis dahin steht die Transaktion noch aus.
Der Verkauf passt in ein Muster. Shell hat zuletzt bereits sein Nigeria-Gasgeschäft abgegeben und trimmt sein Portfolio erkennbar. Ob die Erlöse in den Aktienrückkauf fließen, hat der Konzern nicht mitgeteilt.
Biokraftstoffe: Abnahmevertrag in Marokko
Schon am Montag meldete Shell einen Schritt in eine andere Richtung. Die Tochter Shell Trading Rotterdam sicherte sich mit Green Sky Manara exklusive Abnahmerechte für eine geplante Anlage am Hafen von Nador in Marokko. Es geht um rund 150.000 Tonnen nachhaltigen Flugkraftstoff (SAF) oder hydriertes Pflanzenöl pro Jahr. Bionaphtha und Biopropan gehören ebenfalls zum Paket.
Die Anlage soll im Oktober 2028 starten. Der Vertrag folgt auf eine ähnliche Vereinbarung für eine geplante Anlage in Ägypten. Abnahmeverträge bestehen zudem mit Produzenten in Pakistan, Malaysia, Thailand und den USA.
Shell setzt damit auf langfristige Lieferketten, statt eigene Anlagen zu bauen. SAF bietet der Konzern nach eigenen Angaben bereits an mehr als 80 Flughäfen in 18 Ländern an. Vollständig emissionsfrei ist der Kraftstoff allerdings nicht.
Kursbild
Die Aktie notierte am Montagmittag bei 48,15 Euro, ein Minus von 0,78 Prozent. Die Analystenerwartung, die dort zitiert wurde, liegt bei 50,58 Pfund. Wie der Markt auf die Australien-Meldung reagiert, zeigt sich im Handelsverlauf des Dienstags.
Konkret bleibt der Zeithorizont: Erst 2027 soll der Verkauf abgeschlossen sein, dann zeigt sich, wie hoch die Meilensteinzahlung ausfällt.
Stand heute, 03. November: Shell – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Shell investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 03. November gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.
