Die Aktie zeigt zuletzt starke Impulse — getragen von strategischen Zukäufen, einem Großauftrag aus Saudi-Arabien und positiven Analystenreaktionen. Morgen stehen die Quartalszahlen an; Anleger konzentrieren sich auf Marge und die Effekte der jüngsten Integration von Spezialtechnologien. Kann Schlumberger trotz prognostiziertem Gewinnrückgang die Aufwärtsdynamik bestätigen?
Warum die Aktie zuletzt zulegte
Die Stimmung hat zwei handfeste Treiber. Erstens stärkt die Übernahme von RESMAN das Technologieportfolio, insbesondere kabellose Lagerstättenüberwachung und chemische Tracer — Lösungen, die sich operativ in Margen niederschlagen können. Zweitens sorgt ein mehrjähriger Vertrag mit Saudi Aramco für planbare Umsätze in einer ertragreichen Region. Zusammengenommen bieten beide Faktoren eine rationale Begründung für die jüngste Outperformance gegenüber Wettbewerbern.
Die Analysten reagierten entsprechend: Evercore hob die Bewertung auf „Outperform“ und setzte ein Kursziel von 54 US-Dollar, Stifel erhöhte auf 52 US-Dollar. Diese Neubewertungen stützen das bullishe Narrativ, setzen aber voraus, dass die Margen nicht weiter erodieren.
Was die Zahlen entscheiden
Der Markt erwartet ein Umsatzwachstum bei gleichzeitigem Gewinnrückgang — ein klares Signal, dass Volumenzuwachs gegen Margenverluste arbeitet. Entscheidend wird, ob das Management konkrete Aussagen zur Margenentwicklung und zur Integration der Zukäufe liefert. Ein überraschend positiver Ausblick oder bessere operative Margen würden das momentum bestätigen; enttäuschende Margen könnten die Rally schnell relativieren.
Technisch steht die Aktie nahe ihrem Jahreshoch (52-Wochen-Hoch 41,55 €) und zeigt mit einem RSI von 72,4 Anzeichen kurzfristiger Überkauftheit. Die Nähe zum 52-Wochen-Hoch untermauert das aktuelle Käuferinteresse, erhöht aber auch das Risiko kurzfristiger Gewinnmitnahmen.
Kurzfristiger Ausblick (konkret)
– Bei besseren Margen und einem optimistischen Ausblick dürften die Analystenziele (Evercore 54 USD, Stifel 52 USD) wieder in den Fokus rücken.
– Bleiben Margenprobleme bestehen oder fällt der Ausblick neutral aus, kann die Aktie kurzfristig in Richtung 50-Tage-Durchschnitt (34,46 €) korrigieren.
Morgen liefert der Quartalsbericht die notwendigen Fakten, um die Richtung zu bestätigen oder zu hinterfragen.
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