Schlumberger-Aktie: Venezuela-Rally!

Die Schlumberger-Aktie erreicht ein 52-Wochen-Hoch, getrieben von der erwarteten Wiederbelebung der venezolanischen Ölproduktion.

Auf einen Blick:
  • Kurs erreicht neues 52-Wochen-Hoch
  • Venezuelas Ölboom als zentraler Treiber
  • Quartalszahlen am 23. Januar als Katalysator
  • Analysten mit moderatem Kaufurteil

Die Aktie profitiert aktuell von geopolitischen Verschiebungen in Südamerika und spürbaren Analystenreaktionen. In Folge dessen hat der Titel zuletzt ein neues 52‑Wochen‑Hoch erreicht und zieht damit verstärkt Aufmerksamkeit auf sich. Kann Schlumberger die hohen Erwartungen bei den anstehenden Quartalszahlen am 23. Januar bestätigen?

Venezuela treibt die Nachfrage

Als zentraler Treiber gilt die angekündigte Wiederbelebung der venezolanischen Ölproduktion. Politische Öffnungen und Verhandlungen mit Ölkonzernen haben einen Nachfrageschub ausgelöst — davon profitieren Dienstleister mit Spezialtechnik. Schlumberger scheint hier als Technologielieferant und Servicepartner eingepreist zu werden, was sich in einer kräftigen Wochenperformance widerspiegelt.

Parallel stieg das Handelsvolumen deutlich an, ein Zeichen dafür, dass die Bewegung von Marktteilnehmern mit Substanz getragen wird. Gleichzeitig bleibt die Rallye anfällig für kurzfristige Gewinnmitnahmen nach der starken Vorwochenbewegung.

Analysten, Dividende und Insideraktivität

Mehrere Investmentbanken haben ihre Einschätzungen nachgezogen; der Analystenkonsens liegt derzeit auf einem moderaten Kaufurteil. Ergänzend dazu zahlt Schlumberger eine jährliche Dividende von 1,14 US‑Dollar (Rendite ~2,5%). Als Rückversicherung für kritische Anleger sei erwähnt, dass Führungskräfte in jüngster Zeit Aktienverkäufe meldeten (insgesamt mehrere Millionen US‑Dollar), während institutionelle Investoren ihre Positionen ausbauen.

Diese Gemengelage – höhere Erwartungen von Seiten der Analysten, attraktive Ertragskennzahlen und gleichzeitig Insiderverkäufe – schafft eine ambivalente Ausgangslage.

Quartalszahlen und Charttechnik im Fokus

Die Veröffentlichung der Q4‑Zahlen am 23. Januar ist der nächste Katalysator. Erwartet werden ein EPS von rund 0,74 US‑Dollar und ein Umsatz in der Größenordnung von 9,54 Milliarden US‑Dollar. Besonders wichtig ist die Entwicklung der Digital‑Sparte: zuletzt wies sie eine hohe EBITDA‑Marge (rund 32,7 %) und zweistelliges Umsatzwachstum zum Vorquartal auf. Bestätigt oder übertroffen Schlumberger diese Zahlen, wäre das ein belastbares Argument für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends.

SLB Limited Aktie Chart

Technisch liegt der Kurs deutlich oberhalb der kurzfristigen gleitenden Durchschnitte (50/100/200 Tage), was die positive Grundtendenz untermauert; der RSI von 72,4 signalisiert allerdings kurzzeitige Überkauftheit und erhöht die Chance auf eine Konsolidierung.

Die Q4‑Zahlen am 23. Januar werden den Marktimpuls der letzten Wochen entweder untermauern oder abschwächen. Bestätigen sich die Margen und das Wachstum der Digital‑Sparte, bleibt der Aufwärtstrend intakt. Fällt die Aktie hingegen deutlich unter den 50‑Tage‑Durchschnitt (33,04 €), wäre eine technische Korrektur wahrscheinlicher.

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