Für den Ölpreis (WTI) ging es am Freitagmittag wieder etwas abwärts. Konkret verzeichnete die Notierung ein Minus von 0,51% auf 66,1 US-Dollar pro Barrel. Unterm Strich konnte die WTI-Sorte trotz dieser Korrektur in den letzten Tagen jedoch deutlich zulegen. (Stand: 20.02.2026, 12:20 Uhr).
Ölpreis: USA vs. Iran im Fokus
Hintergrund ist vor allem der sich zuspitzende Konflikt zwischen den USA und Iran. Ursprünglich wurde kolportiert, dass US-Präsident Trump noch am morgigen Samstag einen umfangreichen Angriff auf das Mullah-Regime starten könnte. Ein solcher Angriff würde die globale Ölversorgung in Mitleidenschaft ziehen – und das nicht nur wegen der Ölmengen, die der Iran selbst produziert.
Im Zuge eines offenen Krieges könnte Teheran versuchen, die wichtige Straße von Hormus zu blockieren, über die etwa ein Fünftel des weltweiten Ölhandels erfolgt. In der Folge würde sich der Weltmarkt verknappen. Dieses Risiko wurde nun teilweise in den Ölkurs eingepreist. Experten erwarten jedoch weitere Steigerungen, sollte es tatsächlich zu einer militärischen Eskalation kommen.
Am Donnerstag hat Trump nun etwas Feuer aus dem Kessel genommen, indem er dem Iran eine Deadline von 10 bis 15 Tagen gab, um einen Deal zu vereinbaren. Dies könnte sich leicht negativ auf den Ölpreis ausgewirkt haben.
Ölpreis: Iran soll auf Atomwaffen verzichten
Zur Einordnung: Im Kern geht es darum, dass das islamistische Regime darauf verzichten soll, Atomwaffen zu entwickeln und zu bauen. Auch die Urananreicherung und das Programm für ballistische Raketen, mit denen Atomsprengköpfe über weite Distanzen befördert werden können, sollen vom Iran aufgegeben werden.
Die Mullahs wiederum sehen in der Atombombe eine Absicherung gegen künftige Angriffe vonseiten der USA und Israel. Es gibt daher erhebliche Zweifel daran, ob Teheran wirklich glaubwürdig auf Nuklearwaffen verzichten würde – selbst, wenn ein Deal vereinbart würde.
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