Die Märkte sind nervös, der Ölpreis klettert. Doch die USA stecken den Schock erstaunlich gut weg. Torsten Slok, Chefökonom bei Apollo Global Management, bleibt gelassen. Selbst wenn Öl von 65 auf 100 Dollar je Barrel steigt, bleiben die makroökonomischen Folgen überschaubar. „Der Ölschock ist tatsächlich ziemlich begrenzt“, sagte er gegenüber CNBC.
Natürlich wird die Inflation nach oben gedrückt, das ist ärgerlich. Aber der Gesamteffekt auf die US-Wirtschaft bleibt relativ gering. Drei Faktoren machen Amerika widerstandsfähig gegen Ölpreisschocks. Die heimische Produktion ist massiv gestiegen, die Energieintensität der Wirtschaft gesunken und der Anteil von Öl an den Konsumausgaben geschrumpft. Amerikanische Haushalte geben heute nur noch rund 3 Prozent ihres Budgets für Energie aus, früher waren es fast 5 Prozent.
Amerika profitiert, Europa leidet
Der entscheidende Vorteil liegt in der Rolle als Netto-Exporteur. Dank Fracking hat die heimische Ölproduktion in den vergangenen 10 bis 15 Jahren enorm zugelegt. Europa dagegen bleibt Netto-Importeur und damit deutlich verwundbarer. Die Europäer werden diesen Preisanstieg sehr viel härter spüren.
Dennoch gibt es auch in den USA Verlierer. Einkommensschwache Haushalte treffen steigende Preise für Öl, Lebensmittel und Wohnen überproportional hart. Sie geben einen deutlich größeren Teil ihres Budgets dafür aus als wohlhabendere Amerikaner. Die Verteilungsfrage bleibt also auch bei einem insgesamt robusten Gesamtbild ein echtes Problem. Für die breite Masse der US-Wirtschaft jedoch gilt: Dieser Ölschock ist verkraftbar.
Rohöl WTI-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rohöl WTI-Analyse vom 14. März liefert die Antwort:
Die neusten Rohöl WTI-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rohöl WTI-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
