Ein branchenweiter Ausverkauf hat am gestrigen Donnerstag die Aktien von Wasserstoff- und Brennstoffzellenunternehmen erfasst. Die Papiere von Plug Power gaben um 3 Prozent nach, während der Branchenindex Global X Hydrogen ETF ein Minus von 4 Prozent verzeichnete.
Noch deutlicher traf es andere Branchenvertreter: Bloom Energy und FuelCell Energy verloren jeweils 8 Prozent an Wert. Medienberichten zufolge lag die Ursache für den Kursrückgang in einer allgemeinen Sektorschwäche und nicht in unternehmensspezifischen Nachrichten aus dem Umfeld von Plug Power.
Branchenschwäche überlagert jüngste Kooperationen
Die Abgabebereitschaft an den Märkten überlagert damit die operativen Entwicklungen des Unternehmens. Vor gut einer Woche schloss Plug Power eine Liefervereinbarung mit dem Projektentwickler Arcadia eFuels ab. Die Vereinbarung umfasst GenEco-Elektrolyseure mit einer Gesamtkapazität von 280 Megawatt für das Projekt ENDOR in Dänemark.
Nach Unternehmensangaben beinhaltet der Schritt zudem eine strategische Zusammenarbeit für künftige Vorhaben von Arcadia, die ein Volumen von mehr als einem Gigawatt an Projekten für synthetischen Flugkraftstoff (e-SAF) umfasst.
Medienberichten zufolge soll die ENDOR-Anlage nach ihrer Fertigstellung täglich rund 110 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren. Für die Abnahme des synthetischen Kraftstoffs wurde bereits ein Partner gebunden: Der Energiekonzern Uniper hat zugesagt, jährlich 40.000 Tonnen e-SAF aus dem dänischen Vorhaben abzunehmen.
Für Plug Power bleibt dennoch ein Unsicherheitsfaktor bestehen, denn die Auslieferung der Elektrolyseure ist an eine Bedingung geknüpft. Sie beginnt erst, sobald für das ENDOR-Projekt die offizielle Baufreigabe erteilt wird. Bis zu diesem formellen Startsignal bleibt der Beginn der Lieferungen offen.
Vergütungspläne und verhaltene Marktreaktion
Neben den industriellen Vereinbarungen gab es im Umfeld des Managements Transaktionen auf Aktienbasis. Vor gut einer Woche meldeten fünf Direktoren des Unternehmens Aktienzuteilungen im Rahmen des Vergütungsplans für externe Board-Mitglieder. Aus den entsprechenden Pflichtmitteilungen geht hervor, dass es sich dabei um reguläre Vergütungsansprüche handelte und nicht um Zukäufe über den freien Markt.
Am Markt spiegelt sich die anhaltende Zurückhaltung gegenüber der gesamten Branche wider. Im vorbörslichen Handel notiert das Papier von Plug Power heute bei 1,55 Euro, nachdem die Aktie am Donnerstag bei 1,54 Euro aus dem Handel gegangen war. Über einen Zeitraum von zwölf Monaten verzeichnet der Titel einen Kursrückgang von 53 Prozent.
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